Christoph Friese

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Christoph Friese (* 26. August 1605, † 21. Juni 1675) war während des Dreißigjährigen Krieges zeitweilig Northeimer Stadthauptmann und wurde später Bürgermeister und Scholarch (Schulherr). Nach ihm ist die Northeimer Christoph-Friese-Straße benannt.

Geboren am 26. August 1605

Der am 26. August 1605 in Northeim geborene Christoph Friese hat während des von 1618 bis 1648 dauernden Krieges eine bewegte Geschichte. Zunächst war er im Kriegsdienst für den "tollen Christian", einen Braunschweiger Herzog (1624 bis 1626). Am 17. April 1626 nahm er mit seinen Truppen an der ersten Befreiung seiner Heimatstadt von der Belagerung durch Tillyschen Truppen teil.

Dänische Truppen

Auch an der zweiten Befreiung Northeims durch dänische Truppen war er beteiligt. Die entscheidende Schlacht fand am 16. August desselben Jahres in der Nähe statt, wo heute die Straße seines Namens liegt.

Ein Jahr später verteidigte Friese Northeim wieder gegen eine Belagerung durch Tilly. Dort wo heute der Kinderspielplatz am Adolf-Hueg-Wall (Northeim) ist, verteidigte er gemeinsam mit seinen Gildebrüdern von der Knochenhauergilde, der er angehörte, eine von den Angreifern geschlagene Bresche. Schließlich mußte die Stadt sich aber doch ergeben. Friese trat in den Dienst der dänischen Armee, der er sich nach der zweite Befreiung Northeims bereits einmal kurzzeitig angeschlossen hatte.

Rückkehr im Jahr 1675

Nachdem er auch noch kurz den kaiserlichen Truppen gedient hatte, kehrte er 1629 nach Northeim zurück. In den folgenden Jahren war er als Unterhändler für seine Heimatstadt tätig. Unter anderem konnte er 1641 mit dem kaiserlichen General Ammon günstige Bedingungen für das stark zerstörte Northeim aushandeln. 1665 wurde er zunächst Kämmerer und wenig später Bürgermeister der Stadt. Er starb am 21. Juni 1675.

Von Olaf Weiß aus der HNA-Serie Straßen und ihre Paten