Christian Carl Josias von Bunsen

Aus Regiowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Der Diplomat und Gelehrte Christian Karl Josias Freiherr von Bunsen wurde am 25.8.1791 in Korbach geboren; er starb am 28.11.1860 in Bonn.

Nach dem Abitur 1808 an der Alten Landesschule Korbach und dem Studium der Theologie begann er seine Laufbahn in Rom als Assistent des dortigen Botschafters.

Im Jahr 1841 wurde er zum preußischen Gesandten in London berufen.

Korbacher weltweit in Diensten

Christian Carl Josias von Bunsen - Gelehrter, Staatsmann und Theologe

Christian Carl Josias von Bunsen

Er war Gelehrter, Staatsmann und Theologe zugleich. Christian Carl Josias von Bunsens vielfältiges Wirken brachte im Jahr 2000 zu seinem 140. Todestag - die Ausstellung in seiner Geburtsstadt Korbach auf den Punkt. Ihr Titel: Ein Leben zwischen Politik und Wissenschaft im 19. Jahrhundert. Bunsen wurde 1791 in Korbach geboren, er starb 1860 in Bonn. Mit der Ausstellung erinnerte das Museum Korbach an den bedeutenden, aber nicht allgemein bekannten Sohn der Stadt, der erst 1858 zum Freiherrn von Bunsen geadelt worden war. Bunsens Jugend- und Studienjahren in Korbach, Marburg, Göttingen und Paris schloss sich seine Tätigkeit als preußischer Gesandter und Diplomat in Rom, Bern und London an. Seinen Lebensabend als Schriftsteller und Privatgelehrter verbrachte er in Heidelberg und Bonn. Bilder, Schriften, Bücher, Zeichnungen und Zeitungsausschnitte legen Zeugnis ab von seinem vielfältigen Schaffen und seinen zahlreichen Stationen. Ausgehend von seinem Korbacher Geburtshaus im Ascher 10, den Umzug in die später nach ihm benannte Bunsenstraße, seiner Schulzeit in der Alten Landesschule (ALS), wo er schon in jungen Jahren an Wissenschaften interessiert war und fünf Mal die Abiturjahrgangs-Abschlussreden (Actus-Reden) hielt. Von Korbach aus führte Bunsen der Weg 1816 zunächst nach Rom, wo er 1823 das Amt des preußischen Gesandten am Heiligen Stuhl übernahm. In Rom lernte auch er die Engländerin Frances Waddington kennen, die er 1817 heiratete und mit der er zwölf Kinder hatte. Nach Rom war Bunsen Botschafter in der Schweiz, ehe er ab 1842 als Gesandter von König Friedrich Wilhelm IV. die preußischen Interessen in London vertrat. 1854 zog er sich nach Deutschland in den Ruhestand zurück. Schon früh ließ Bunsen eigene Schriften seiner Heimatstadt Korbach zukommen. 1867 übergab sein Sohn Georg den gesamten Nachlass. Von dem insgesamt 35000 Werke umfassenden Archiv der Alten Landesschule stammen rund 3300 Bände aus Bunsens Hausbibliothek. Darunter auch viele wertvolle Schriften. Dr. Frank Foerster (Syke), der über Bunsen seine Dissertation schrieb, weiß noch viele weitere Details zu berichten. So setzte sich der Politiker Bunsen - wenn auch erfolglos - für eine geschriebene Verfassung ein, war in der Frankfurter Paulskirchenversammlung vertreten. Der Laientheologe Bunsen sprach sich für eine Gemeindekirche mit synodal-bischöflicher Verfassung aus. In seine Heimatstadt Korbach kam Bunsen letztmals im August 1845.

Artikel aus der HNA - Waldeckische Allgemeine vom 3. März 2004 in der Serie "Die besten Waldecker"

siehe auch