Charlotte Hülße

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1945 war die Medizinerin, die während des Krieges nach Kassel gekommen war, zur Chefärztin der Kinderklinik des Stadtkrankenhauses ernannt worden, die damals aufgrund der Kriegsschäden am Stadtkrankenhaus provisorisch in der Elena-Klinik in Harleshausen eingerichtet worden war. Dr. Hülße setzte sich für den Neubau einer Kinderklinik am Möncheberg ein, die 1958 in Betrieb genommen wurde.

In späteren Jahren wurden auf ihre Initiative hin zum Beispiel das Zentrum für Bluttransfusion in der Kinderklinik, die Untersuchungs- und Behandlungsstelle für Risikokinder und die Kinderkrankenpflegeschule gegründet. Nebenberuflich engagierte sich die Kinderärztin für den "Verein zur Förderung und Betreuung spastisch Gelähmter und anderer Körperbehinderter".

Im Herbst 1970 schied Hülße 62jährig aus dem Stadtkrankenhaus aus, behielt aber noch bis Mitte 1971 die Leitung der Behandlungsstelle für Risikokinder und praktizierte als niedergelassene Kinderärztin. 1973 wurde die engagierte Medizinerin in Anerkennung ihrer Verdienste für die kleinen Patienten und deren Eltern vom damaligen Kasseler Oberbürgermeister Dr. Karl Branner mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Drei Monate nach ihrem 90. Geburtstag am 3. Januar 1998 starb Dr. Charlotte Hülße.