Kasseler Tageblatt

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Architekt Karl-Hermann Emde (rechts) übergab bei der Wiedereinweihung der Stadtbücherei in Bad Wildungen ein Emailleschild des 1932 eingestellten Casseler Tageblatts, das bei Abbrucharbeiten im Wildunger Haus Kornstraße 5 gefunden worden war, an Büchereileiter Bernhard Weller (links, neben ihm die frühere Büchereileiterin Renate Wickert und Bad Wildungens Bürgermeister Volker Zimmermann)

Das Casseler Tageblatt erschien in der Kasseler Druckerei der Familie Gotthelft, die von den beiden Brüdern Adolph und Carl Gotthelft gegründet worden war.

In der Gotthelftschen Druckerei wurde die „Hornisse“, eine demokratische Revolutionszeitung für Kurhessen gedruckt. Im Dezember 1853 erschien das „Gewerbliches Tageblatt und Anzeiger“, ab 1873 das „Casseler Tageblatt“.

Das „Casseler Tageblatt“ war eine vielgelesene Tageszeitung in Kassel, die ab dem Jahre 1900 täglich in zwei Ausgaben bei einer Auflage von 21000 Exemplaren erschien. Während der Weimarer Republik setzte sich dieser Aufschwung nicht fort, später hat offenbar auch nationalsozialistische Boykottpropaganda gegen die „in jüdischem Besitz“ befindliche Tageszeitung eine Rolle gespielt.

Am 30.9.1932 erschien die letzte Ausgabe der Zeitung.

Literatur

  • Dietfrid Krause-Vilmar, Streiflichter zur neueren Geschichte der Jüdischen Gemeinde Kassel, in: Synagogen in Kassel, Ausstellung im Stadtmuseum Kassel anlässlich der Einweihung der neuen Synagoge im Jahr 2000, Marburg 2000

siehe auch