Carl Greineisen

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Carl Greineisen (1783-1857) war ein hessischer Dekorationsmaler des Klassizismus und Hofmaler zur Zeit des Kurfürsten Wilhelm II..

Literatur

  • Rolf Bidlingmaier, Carl Greineisen (1783-1857). Ein hessischer Dekorationsmaler des Klassizismus, in der Zeitschrift: Denkmalpflege & Kulturgeschichte Nr. 4, 2008, S. 20 ff.

Schlösschen Schönburg

Das bereits zur Zeit des Landgrafen Wilhelm IX. erbaute Schlösschen Schönburg in Hofgeismarist ein Werk frühklassizistischer Architektur.

Zur Zeit des Kurfürsten Wilhelm II. wurde in den Jahren 1822 und 1823 das heutige Treppenhaus nach der Planung des damaligen Hofarchitekten Johann Conrad Bromeis gestaltet, nach dessen Plänen auch die teilweise noch erhaltene Ausstattung der Innenräume entstand.

Bis heute erhalten geblieben ist auch das originelle kurfürstliche Badezimmer mit abgesenkter Badewanne und Fußboden aus Marmor. Kurfürst Wilhelm II. ließ um das Jahr 1824 das Bad vom Keller in das Erdgeschoss des Schlösschens verlegen und wie eine romantische Laube ausmalen.

Die 1824 von Carl Greineisen geschaffene Gartenlaubenmalerei (Holzspaliere, an denen Geißblatt und Weinreben hochranken) wurde hochwertig und detailreich ausgeführt. Bei einer anstehenden Restaurierung soll auch die bei einem Wasserschaden zerstörte Deckenbemalung wieder entstehen, indem das von einem Archivfoto bekannte Motiv auf einen Stoff gedruckt und dieser an die Decke gespannt wird. An der Zimmerdecke hatte Greineisen seine Laubenmalerei fortgesetzt und in das Zentrum der Decke ein himmelblaues Oval mit einigen Schmetterlinge gesetzt.

siehe auch