Café Aegidius in Hann. Münden

Aus Regiowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

In der Altstadt von Hann. Münden ist in der entwidmeten mittelalterlichen Aegidien-Kirche das Café Aegidius untergebracht.

Aegidien-Kirche in Hann. Münden

Die Kirche in ihrer heutigen Form entstand erst nach dem Dreißigjährigen Krieg. Nach der Explosion eines nahe gelegenen Pulvermagazins während des Kriegs waren nur noch die Sakristei und die Apsis der ursprünglichen Kirche stehen geblieben.

Die Ursprünge der Vorgängerkirche sind unklar. Während nach einer Auffassung die Kirche im Zuge der Einrichtung des Königshofes von Münden erbaut worden sein soll, was dann zeitlich vor der eigentlichen Stadtgründung liegen würde, werden andere Quellen für die These herangezogen, dass die Ursprungs-Kirche erst im Zusammenhang mit der Stadtgründung Mitte des 12. Jahrhunderts entstanden ist. Danach waren die Vorläufer der heutigen St. Aegidien-Kirche eine Kapelle (um 1150) und eine gotische Kirche, von der heute das Kreuzgewölbe im Altarraum und in der Sakristei erhalten sind.

Nach dem Wiederaufbau der Kirche kam erst im Jahr 1733 der weithin sichtbare Turm hinzu.

In einer Gruft im Chorraum mitten vor dem Altar wurde im Jahre 1727 Doktor Eisenbart beigesetzt, an den heute eine barocke Grabplatte erinnert.

siehe auch

Die entwidmete Aegidienkirche

Weblinks