Burgruine Rodersen

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Informationstafel am Eco-Pfad: auf dem Foto (von links) Jakob Gruber, Heinrich Deuermeier, Uwe Barth, Bernhard Hablowetz, Jochen Dittmar und Richard Mangold.

Die Burgruine Rodersen liegt nördlich von Wolfhagen und südlich von Volkmarsen, zwischen der Kernstadt Wolfhagen, dem Wolfhager Stadtteil Niederelsungen und dem Volkmarser Stadtteil Ehringen.

Von der um das Jahr 1200 von den Grafen von Everstein auf etwa 220 m Höhe im Habichtswald und östlich der Erpe errichteten Burg wurden vom Kreisheimatmuseum Wolfhagen in den Jahren 1959 bis 1963 der Wohnturm sowie Pferdestall- und Wächterwohngebäude ausgegraben.

Informationen am Eco-Pfad

Im Jahr 2011 wurde das Dornröschen-Dasein der im Erpetal zwischen Wolfhagen und Ehringen liegenden Burgruine beendet. Mitarbeiter des Naturparks Habichtswald legten in Kooperation mit Hessen-Forst sowie dem Wolfhager Heimat- und Geschichtsverein das meterhoch überwucherte archäologische Kleinod frei.

Jetzt wurde dort für Wanderer und Spaziergänger eine Informationstafel installiert, die in Wort und Bild die Geschichte der Anlage widerspiegelt. Den Text dieser von der Hildegard-Blank-Stiftung finanzierten Tafel schrieb Bernd Klinkhardt.

Die Burgruine liegt an der Teilstrecke Nothfelden/ Niederelsungen des neuen Wanderwegs Wolfsfährte, der die Kernstadt mit all ihren Stadtteilen verbindet, wie ebenfalls die nur wenige 100 Meter entfernte einstige Stadt Landsberg. Auch hier will in nächster Zeit der Heimat- und Geschichtsverein eine Info-Tafel aufstellen.

Die Burg Rodersen wurde 1180 nach Chr. vom Grafen Albert I. von Everstein unter erzbischöflich mainzischer Lehenshoheit direkt an der damals waldeck-thüringischen Grenze gebaut. Als Afterlehen kam sie vermutlich in den Besitz der Familie von Gudenberg, die ihren angestammten Namen ablegte und sich nach der Burg benannte. Die Herren von Rodersen sind von 1240 bis 1482 urkundlich belegt.

Bis heute Ruine

Um 1231 gründete Landgraf Konrad von Thüringen die Stadt Wolfhagen. Als Gegenfeste ließ Graf Adolf I. von Waldeck daraufhin die Stadt Landsberg errichten. Der Landgraf zerstörte bereits ein Jahr später Landsberg und auch Rodersen. In den folgenden Kämpfen zwischen Hessen und Mainz zerstörte zwischen 1261 und 1274 oder auch 1280 Landgraf Heinrich I. von Hessen die Burg Rodersen endgültig. Sie blieb bis zum heutigen Tag Ruine. Die Herren von Rodersen wurden hessische Mannen in Wolfhagen.

Bei archäologischen Grabungen zwischen 1961 und 1972 wurden drei Bauabschnitte der Burg, Reste eines Wohnturmes sowie von Wohn- und Wirtschaftsgebäuden, Ringmauern und noch vorhandene Wälle und Gräben ermittelt. Teile der zerstörten Burg sind in der Westwand der evangelischen Pfarrkirche in Niederelsungen verbaut.

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