Burgruine Malsburg

Aus Regiowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Burgruine Malsburg liegt nördlich von Zierenberg-Rangen und nahe von Zierenberg-Hohenborn auf einem Basaltkegel.

Reste der Grundmauern zeugen von einer nach kriegerischen Auseinandersetzungen im 14. Jahrhundert verlassenen Burg. Zuvor war sie Stammsitz der Familie von der Malsburg.

Geschichte

Bereits in der zweiten Hälfte des 8. Jahrhunderts soll ein Ritter Otto von Kaiser Karl dem Großen die Erlaubnis erhalten haben, hier im Grenzgebiet zwischen Franken und Sachsen Burghaus und Festung zu bauen. Die erste urkundliche Erwähnung der einst stolzen Malsburg stammt aus dem Jahre 1123 im Zusammenhang mit Volkhold von der Malsburg, der die Burg im Jahre 1124 mit seinem Bruder Udalrich - zusammen mit der Burg Schartenberg - dem Erzbistum Mainz überließ und beide als Lehen zurück übertragen bekam. Später werden im Jahre 1143 die Ministerialen Stephan und Dietrich von der Malsburg genannt, die sich von Schartenberg nannten und deren Nachkommen sich in die Familien von Schartenberg (ausgestorben zum Ende des 14. Jahrhunderts), von Falckenberg (ausgestorben in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts) und von der Malsburg teilten.

Während die Herren von Schartenberg bis zum Aussterben ihres Geschlechts Anhänger des hessischen Landgrafen waren, schlossen sich die Herren von Malsburg an das Erzbistum Mainz an. Erst im 15. Jahrhundert änderte sich dies. 1518 erscheint Hermann von der Malsburg als Getreuer des hessischen Landgrafen Phillip und Marschall in einem Krieg im Braunschweiger Land. Neben dem Besitz in Escheberg kamen unter Hermann weitere Ländereien hinzu, im Jahre 1535 auch Elmarshausen.

Literatur

  • Heiner Wittekindt, Zur Geschichte der Malsburg, in: Jahrbuch des Landkreises Kassel 1980, S. 29 ff.

siehe auch

Weblinks