Burghasungen

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Die Kirche in Burghasungen

Burghasungen ist ein Ortsteil von Zierenberg mit etwa 1000 Einwohnern. Ortsvorsteher ist Karl Schäfer.

Vom Burghasunger Berg bietet sich ein weiter Blick auf den Naturpark Habichtswald, den Dörnberg und das Wolfhager Land.

Mitten im Wald liegt die Freilichtbühne des Orts.

Geschichte

Im Dorfgemeinschaftshaus von Burghasungen besitzt das Regionalmuseum Wolfhagen eine Aussenstelle, in der die Geschichte des ehemaligen Benediktinerklosters Hasungen präsentiert wird.

Das ehemalige Kloster Hasungen auf dem Hasunger Berg war eines der reichsten und schönsten Klöster in Hessen. Anlaß zur Gründung des Stifts Hasungen und des späteren Klosters war das Grab des heiligen Heimerad, der auf dem Berg wirkte. Nach seinem Tod entwickelte sich im Mittelalter ein bekannter Wallfahrtsort. Hier ließ Erzbischof Siegfried I. von Mainz neben dem Grab ein Kanonikerstift gründen und eine Kirche erbauen, die im Jahre 1074 eingeweiht wurde.

Das Kloster existierte bis zur Reformation, welche 1527 durch Philipp den Großmütigen in Hessen-Kassel eingeführt wurde. Danach verfiel es zur Ruine.

Die letzte verbliebene Klosterkriche nutzten die Burghasunger bis ins Jahr 1800, als ihr neues Gotteshaus eingeweiht wurde. Noch bis 1896 blieb der Glockenturm des ehemaligen Klosters erhalten, der seit einem Blitzeinschlag am 1. Juli 1876 gespalten war.

Klostermuseum

Museum Kloster Hasungen

Der Neubau des Klostermuseums ist das zentrale Projekt der Dorferneuerung in Burghasungen. Der Bau stand jedoch unter keinem guten Stern. So hatte die Ausführung viel mehr Geld verschlungen, als der Architekt berechnet hatte. Daher blieb nicht mehr viel Geld für andere Projekte der Dorferneuerung übrog. Die Kosten des Neubaus belaufen sich auf 450.000 Euro. Ein Viertel der Kosten hat die Stadt Zierenberg übernommen. Die restlichen drei Viertel wurden aus Landesmitteln bestritten. Außerdem übernahmen die Sparkassenstiftung sowie der Hessische Museumsverband die Kosten für die Inneneinrichtung.[1]

Ergänzend zum Museum wird ein Eco-Pfad, also ein Lehr- und Wanderpfad eingerichtet. Sein Name: Eco-Pfad Kloster Hasungen. Der Weg ist 2,5 Kilometer lang. Er führt vom Klostermuseum in der Ortsmitte zur Burghasunger Kirche. Weiter geht es zum Gelände auf dem Berg, wo nur noch spärliche Reste an das einst so bedeutende Kloster erinnern. Vorbei am Teich geht es weiter über den Eselsfad zur Bergbühne, die aus Steinen des Klosters gebaut wurde, zu einem Steinbruch aus dem das Buntsandstein-Material für den Klosterbau stammte. Von dort aus geht es an dem zum ehemaligen Kloster gehörigen Hof vorbei wieder zurück zum Klostermuseum.[2]

Literatur

  • Karl Hassenpflug, Kloster Hasungen, in: Heimatjahrbuch für das Wolfhager Land 1, 1958
  • Karl Heinrich Rexroth, Gerhard Seib (Hrsg.), Burghasungen 1074-1974, Zierenberg 1974
  • Volker Knöppel/ Klaus Albrecht, Der Hasunger Berg – Überlegungen zur Christianisierung des Wolfhager Landes, in: Jahrbuch für den Landkreis Kassel 2002, S. 107 ff.

Öffentliche Einrichtungen

Im Ort befindet sich eine Bücherei, es gibt einen Kindergarten und ein Altenheim.

siehe auch

Museum Wolfhager Land: Im Dorfgemeinschaftshaus von Burghasungen wurde zunächst eine Außenstelle des Regionalmuseums Wolfhagen eingerichtet, wo die Spuren des einst wichtigen Klosters Hasungen in anschaulicher Weise präsentiert wurden. Diese Außenstelle wurde inzwischen abgelöst. Am 7. Oktober 2012 wurde das Museum Kloster Hasungen nach dreijähriger Bauzeit eingeweiht.

Vereine und Parteien

Parteien

Vereine

In Burghasungen gibt es insgesamt 12 Vereine, darunter den Posaunenchor, die Interessengemeinschaft Bergbühne und den gemischten Chor, sowie einen Verein, der sich um die Geschichte des Klosters sowie um das Klostermuseum kümmert.

Weblinks und Quellen


  1. Aus HNA.de vom 24. August 2012: Das Museum ist bald fertig - Eröffnungsfeier am 6. Oktober
  2. Aus HNA.der vom 30. August 2011: Den Mönchen auf der Spur