Ruine Itterburg

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Itterburg bei Thalitter

Die Ruine der Itterburg in Vöhl - Thalitter wurde im Jahr 1126 erstmals urkundlich erwähnt. Sie stand ursprünglich im Eigentum der Herren von Itter. Erhalten geblieben sind Teile des Palas und die Mauern des Zwingers.

Die Reste der unteren Itterburg befinden sich in Thalitter gegenüber der Bergkirche.

Geschichte

Die Herrschaft Itter

Das Gebiet der Gemeinde Vöhl, im Landkreis Waldeck-Frankenberg südwestlich von Kassel gelegen - deckt sich im Wesentlichen mit dem der alten Herrschaft Itter, die sich im Hochmittelater im vormaligen Ittergau ausbildete.

Auch die Burg stand ursprünglich im Eigentum der Herren von Itter.

Nach dem Aussterben der Herren zu Itter wurde das Gebiet zwischen Hessen und Kurmainz geteilt.

Nach zwischenzeitlicher Verpfändung an die Grafen von Waldeck und die Wolff von Gudenberg, gelangte die Herrschaft Itter 1589 an Hessen.

Schatz im Burgbrunnen

Ein Schatz im Brunnen der Itterburg - Jahrhunderte lang hat sich diese Sage gehalten. Doch was steckt dahinter ?

"Es ist im beginnenden Frühling des Jahres 1357. Kunigunde, die schöne Tochter Heinemanns III. von Itter, weilt im Burggarten der Itterburg und erfreut sich an den Schneeglöckchen, die, kaum vom Schnee befreit, ihre Köpfchen aus der Erde strecken", heißt es in einem Bericht des Geschichtsvereins Itter-Hessenstein.

Den langen Winter hat sie auf der einsamen Itterburg verbracht. Wohl kam, öfters als ihr lieb war, ihr Vetter Adolf von der Obernburg zu Besuch. Sie weiß auch, dass ihr die Besuche gelten. Ihm ging es dabei eigentlich nur darum, die geteilte Herrschaft Itter ganz in seine Hand zu bringen. Plötzlich hört Kunigunde die Stimme ihres Vetters Adolf. Nie wird sie Adolfs Frau werden. Ihr Vetter Adolf ist inzwischen in das Gemach seines Onkels getreten, um seine Werbung nochmals vorzubringen. Heute will er Gewissheit haben. Kunigunde und mit ihr die halbe Herrschaft Itter müssen sein werden. Ihr Vater, Heinemann, gibt ihm zur Antwort, dass er seine Tochter nicht zwingen wird einen ungeliebten Mann zu ehelichen. In größter Wut ergreift Adolf seinen Dolch und stößt ihn seinem Onkel in die Brust, so dass dieser sterbend zusammenbricht. Adolf flieht.

- Nichts Gutes geahnt -

Nichts Gutes ahnend, eilt Kunigunde in das Gemach des Vaters. Sie findet ihn sterbend und er kann nur noch berichten, dass Adolf sein Mörder ist. Entsetzen erfasst sie über die Tat. Boten werden ausgesandt, um den Mord zu verkünden und den Mörder zu fangen.

Jetzt ist für die Nachbarn der Augenblick des Eingreifens gekommen, denn schon lange warteten sie darauf, die Herrschaft Itter ihrem Gebiet einzuverleiben. Hessen und das Erzstift Mainz schicken ihre Truppen aus, um das Gebiet der Herren von Itter zu besetzen. Die Mainzer Söldner rammen schließlich das Burgtor und dringen ein.

Margarethe und Kunigunde haben ihre Kostbarkeiten zusammengerafft, um sie in ein Versteck zu bringen. Dabei wird Kunigunde von einem Söldner ergriffen. Mit letzter Kraft kann sie sich losreißen und wirft ihr Kästchen mit Geschmeide und Kostbarkeiten in den tiefen Burgbrunnen.

Hessen und Mainz verständigen sich schließlich und teilen ihre Beute.

- Mörder ergriffen -

Heinemann III. erhielt im Kloster Schaaken seine letzte Ruhestätte. Sein Mörder wurde ergriffen und zur Strafe im Kloster Haina eingesperrt. Adolfs Vater starb kurz nach der Tat seines Sohnes und die Obernburg wurde dem Erdboden gleich gemacht. Was aber aus Kunigunde wurde ist nicht bekannt. Die Sage vom Schatz im Burgbrunnen hat sich Jahrhunderte lang erhalten.

1770 ließ Landgraf Ludwig von Hessen-Darmstadt Bergleute nach ihm suchen. Deren Arbeit verlief aber ergebnislos. Und so ruht der Schatz der Herren von Itter noch immer im Brunnen.

(Quelle: Artikel aus der HNA Waldeckische Allgemeine vom 03.11.2006)

siehe auch

Ruine der Itterburg

Weblinks