Burg Hunnesrück

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Die Burg Hunnesrück ist eine Ruine, die sich in den Amtsbergen, einem Höhenzug bei Dassel befindet. Während der ersten Bischhofszeit war sie Sitz des Amtsvogtes. Vermutlich wurde die Burg, von der inzwischen nur noch Mauerreste übrig sind, vor 1310 erbaut.

Lage

Heute ist die Ruine im Wald verborgen. Im Mittelalter lag sie frei auf einer hohen Steilkante des unteren Muschelkalks nördlich der Stadt Dassel im Solling.

Geschichte

  • 1521: Die Burg wird von den Herzögen von Calenberg in der Hildesheimer Stiftsfehde erobert und zerstört.
  • 1640 - 1641: Erichsburg bleibt in den Händen der Herzöge von Calenberg als selbständiges Amt. Das Amt Hunnesrück wird auf dem Areal des früheren Dorfes Binder errichtet. Hunnesrück bleibt bis 1803 Amtssitz und gleichzeitig Sommersitz des Bischhofs von Hildesheim.
  • 1803: Hunnesrück wird preußisch.
  • 1815: Durch die neuen politischen Grenzen, die beim Wiener Kongreß unter Fürst von Metternich festgelegt wurden, kommt Hunnesrück zurück zum Königreich Hannover. Aus dieser Zeit sind noch heute durch Steine und Gräben gekennzeichnete Grenzverläufe in den Amtsbergen zu sehen.
  • 1780 - 1868: Verpachtung des Betriebes an Privatleute
  • 1866: Nachdem das Gebiet wieder preußisch geworden war, ist ein königlich preußisches Remontedepot (ein Lager für Ersatzpferde) auf der heutigen Hofanlage eingerichtet worden. In den späten sechziger Jahren des 19. Jahrhunderts wurden die Stallungen erbaut, die noch immer genutzt werden. Hunnesrück umfasste mit den Vorwerken Erichsburg und Relliehausen etwa 1000 Hektar mit einem hohem Grünlandanteil. Es wurden bis zu 800 Pferde gehalten, die aus eigenen Stuten gezüchtet, oder zur Militärausbildung gebracht wurden.
  • 1919: Das Remontedepot wird aufgelöst.
  • 1920: Der Betrieb Hunnesrück wird durch die preußische Gestütsverwaltung übernommen und die Hengstaufzuchtstation für das Landgestüt Celle, die bis heute exsitiert wird errichtet.
  • 1945 - 1982: Kurz vor Ende und nach dem Zweiten Weltkrieg wurden in Hunnesrück und Erichsburg Trakehner (eine Pferderasse aus Ostpreußen) aufgenommen, die 1982 aufgegeben wurde. [1]

Heutige Nutzung

Heute befindet sich das Niedersächsische Hengstaufzuchtgestüt Hunnesrück auf dem Areal. Etwa 50 Hannoveraner Hengstfohlen kommen pro Jahr zur Aufzucht nach Hunnesrück.

siehe auch

Weblinks und Quellen

  1. Geschichte der Burg Hunnesrück auf der Homepage des Niedersächsischen Hengsaufzuchtgestüts Hunnesrück