Burg Herzberg

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Südlich des Rimbergs zwischen Bad Hersfeld und Alsfeld liegt auf einem Basaltgipfel die restaurierte Burg Herzberg.

Die Burg wurde unter Marschall Heinrich von Romrod im 13.Jahrhundert - von 1290 bis 1298 - an der Handelsstraße „Kurze Hessen“ errichtet, der das Dorf Breydenbach apud stratam bi dem Herzisberg als Lehen erhalten hatte. Unter Friedrich von Herzberg war die Burg dann in den Jahren 1372 und 1373 ein Hauptstützpunkt des Sternerbunds, bevor die Freiherren von Dörnberg die Burg und spätere Landesfestung Herzberg innehatten.

Geschichte

Hoch über einer alten Handelsstraße entstand die Burg im 13. Jahrhundert. Im Mittelalter galt sie als uneinnehmbar - und so sicher, dass sogar ein Teil der Reichskleinodien (Edelsteine, Perlen und das legendäre Einhornschwert) dort aufbewahrt wurden.

Burg Herzberg im Sternerkrieg
Das Hauptereignis des Sternerkriegs ist die Belagerung der Burg Herzberg. Die Burg liegt in dieser Zeit strategisch bedeutsam an der Heer- und Handelsstraße "Die kurzen Hessen" sowie im Grenzgebiet zwischen der Landgrafschaft Hessen, der Abtei Hersfeld und der Grafschaft Ziegenhain. Die Sterner unterhalten hier einen Stützpunkt, da die Burg im Besitz der mit ihnen verbündeten Herren von Lißberg ist. In Erwartung eines hessischen Angriffs schickt Otto von Braunschweig ab 1371 Soldaten unter dem Hauptmann Breido Rantzow auf die Burg.

Gleichzeitig bildet sich 1372 unter der Führung von Graf Johann von Nassau der "Bund der alten Minne" der sich ebenfalls gegen Landgraf Heinrich II. wendet. Heinrich muss sich in dieser Zeit auf seine Städte stützen, die jedoch nur beschränkt Truppen stellen können. Daher sucht er nach weiteren Verbündeten. Diese findet er in Graf Ruprecht von Nassau und den Markgrafen Friedrich, Balthasar und Wilhelm von Meißen, gleichzeitig Landgrafen von Thüringen.

Heinrich braucht die strategisch gelegene Burg Herzberg und lässt sie im August 1372 unter dem Kommando seines Neffen Hermann angreifen. Zusammen mit Balthasar von Thüringen belagert Hermann die Burg mit etwa 1.000 Mann. Die Belagerung verzögert sich jedoch, so dass es den Sternern gelingt ein Entsatzheer aufzustellen, das unter Graf Gottfried VII. von Ziegenhain von der Schwalm kommend auf die Burg vorrückt. Damit ist Hermann der Rückzugsweg nach Alsfeld und die Verbindung zu den Versorgungsmagazinen in Marburg abgeschnitten. Die Belagerung wird eilig abgebrochen und Hermann zieht mit seinem Heer ab.

siehe auch

Weblinks