Burg Calenberg

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Burg Calenberg: Dieser Ausschnitt aus dem Kupferstich von 1654 zeigt das Kloster umgeben von den Befestigungsanlagen, wie sie seit dem späteren 16. Jahrhundert üblich wurden.
REPRO: VON PEZOLD

Burg Calenberg, westlich von Hildesheim zwischen Pattensen und Elze gelegen, war Ende des 13. Jahrhunderts vom Lüneburger Herzog Otto dem Strengen gegen den Bischof von Hildesheim errichtet worden. Sitz einer herzoglichen Verwaltung war sie aber erst seit dem Anfang des 15. Jahrhunderts. Sie wurde deshalb auch die Namensgeberin des 1432 neu geschaffenen Fürstentums Calenberg.

Ihre größte Bedeutung erlangte sie indessen erst im 16. Jahrhundert, als sie baulich erweitert und von den Herzögen zu häufigen Aufenthalten genutzt wurde.

Der wieder katholisch gewordene Herzog Erich II. hielt dort von 1549 bis 1552 Antonius Corvinus gefangen, mit dessen Hilfe die Herzogin Elisabeth 1542 die Reformation im Fürstentum Calenberg-Göttingen eingeführt hatte.

Während des 30-jährigen Krieges 1618 - 1648 wechselte sie mehrfach den Besitzer und erlitt große Schäden.

Trotz Wiederaufbaus 1656 - 1662 wurde sie von den Herzögen aufgegeben und schließlich 1690 niedergerissen.

siehe auch