Brunnenkirche Hofgeismar

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Brunnenkirche Hofgeismar
Blick zum Altar

Die evangelische Brunnenkirche der Ev. Kirchengemeinde Gesundbrunnen in Hofgeismar liegt am Rande des Brunnenparks unweit des Brunnentempels und des Predigerseminars.

Bauwerk

Der Sandsteinbau der Gesundbrunnenkirche wurde im Jahr 1897 im neoromanischen Baustil errichtet und am 4. November 1897 wurde die Kirche eingeweiht.

Auf Betreiben von Albert Klingender, dem ersten Studienleiter des Evangelischen Predigerseminars in Hofgeismar, wurde am 1. Oktober 1892 das Kirchspiel Gesundbrunnen eingerichtet wurde, zu dem zusätzlich die Dörfer Carlsdorf und Schöneberg sowie zahlreiche Mühlen und Einzelhöfe gehörten.

Im Jahr 1954 erfolgte eine grundlegende Renovierung der Brunnenkirche.

Der Besucher betritt die Kirche unterhalb der wuchtigen Orgelempore. Die neue Orgel aus der Werkstatt des Orgelbaumeisters Johannes Rohlf (Neubulach) war für die Öffentlichkeit erstmals am letzten November-Wochenende 2009 zu hören. In einem Festgottesdienst mit Bischof Martin Hein wurde das neue Instrument in Dienst gestellt, nachdem die Vorgängerorgel nicht mehr restaurierbar war.

Die schlichte Kirche wird durch eine halbrunde Apsis abgeschlossen, in der sich ein einfach gestalteter Altar und ein Taufstein befinden.

Geschichte

Brunnenkirche Hofgeismar - rückwärtige Ansicht

Schon im Dreißigjährigen Krieg soll die Quelle des "Gesundbrunnens" in Hofgeismar von einem verwundeten Soldaten entdeckt worden sein und ihm die erhoffte Heilung gebracht haben. Doch erst im 18. Jahrhundert stieg die Stadt Hofgeismar mit dem Stadtteil Gesundbrunnen zum Badeort auf. Daran erinnern bis heute die Bauten, die rund um die Heilquelle entstanden sind.

In "Bad Gesundbrunnen" erholten sich nicht nur die Mitglieder des kurhessischen Hofes sondern auch Gäste aus ganz Deutschland und über die Grenzen hinaus und nicht zuletzt auch Bürger aus Hofgeismar. Der Kuraufenthalt diente nicht allein der körperlichen Erholung sondern war letztlich auch ein gesellschaftliches Ereignis.

Während das ehemalige "Friedrichsbad" heute das Evangelische Predigerseminar beherbergt, ist im Nachbargebäude des ehemaligen "Wilhelmsbad" das Gästehaus der Evangelische Tagungsstätte Hofgeismar (Gesundbrunnen 8) untergebracht.

Etwas abseits von dieser Bebauung liegt im Park Gesundbrunnen das Schlösschen Schönburg, das zunächst den Namen „Montcherie“ trug, erbaut 1787-1789 im klassizistischen Baustil nach den Plänen von Simon Louis du Ry.

Im Schlösschen ist heute die Evangelische Akademie Hofgeismar untergebracht. Außer den Gebäuden der Evangelischen Akademie befinden sich heute am Gesundbrunnen verschiedene Alten- und Pflegeheime der Evangelischen Altenhilfe.

Glocken

Die Brunnenkirche besitzt ein vierstimmiges Bronzeglockengeläut in den Schlagtönen h'-d"-e"-g".

Nr. Schlagton Gussjahr Gießer
1 h' 1897 Gebr. Ulrich, Laucha (Unstrut)
2 d" 1954 Gebr. Rincker, Sinn/Hessen
3 e" 1954 Gebr. Rincker, Sinn/Hessen
4 g" ? ?

Glocke 2 trägt die Inschrift: O Land Land Land höre des Herrn Wort.

Glocke 3 trägt die Inschrift: Jesus Christus ist unser Erlöser.


Orgel

Orgelempore

Am letzten November-Wochenende 2009 war die neue Orgel der Brunnenkirche aus der Werkstatt des Orgelbaumeisters Johannes Rohlf (Neubulach) für die Öffentlichkeit erstmals zu hören. In einem Festgottesdienst mit Bischof Martin Hein wurde das Instrument in Dienst gestellt.

Eine neue Orgel war nötig geworden, nachdem die Vorgängerorgel nicht mehr restaurierbar war. Einen Teil der Kosten in Höhe von 128.000 € konnte die Brunnengemeinde bei Konzerten, Flohmärkten, einem Sponsorenlauf und vielen weiteren Aktionen sammeln.

siehe auch

Weblinks