Bromskirchen

Aus Regiowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Bromskirchen
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Waldeck-Frankenberg
Höhe: 414 m
Fläche: 35,23 qkm
Einwohner: 1.849 (31. Dezember 2011)
Postleitzahl: 59969
Vorwahl: 02984
Kfz-Kennzeichen: KB
Adresse der
Stadtverwaltung:
Unterm Stein 2, 59969 Bromskirchen
Website: www.bromskirchen.de
Bürgermeister: Karl-Friedrich Frese (parteilos)

Bromskirchen ist eine nordhessische Gemeinde im Landkreis Waldeck-Frankenberg. Der Ort gehört zum Ederbergland.

Geografie

Lage

Der Ort im Linspherbachtal liegt in waldreicher Umgebung am Rand des Rothaargebirges im Südwesten des Landkreises Waldeck-Frankenberg an der Grenze zu Nordrhein-Westfalen.

Im Osten grenzt Bromskirchen an Frankenberg an, im Süden an die Gemeinde Allendorf und die Stadt Battenberg (alle im Landkreis Waldeck-Frankenberg).

Ortsteile

Die Ortsteile von Bromskirchen liegen in waldreicher Umgebung und im Winter stehen gespurte Loipen sowie ein Skihang mit Lift und Flutlicht bereit.

Geschichte

Bromskirchen wurde im Jahre 1238 in einer Note des Erzbistums Mainz erstmals urkundlich erwähnt.

Die romanische Dorfkirche hat ihren Ursprung im 12. Jahrhundert und wurde im 16. Jahrhundert neu gestaltet.

In den Jahren 1619 bis 1621 entstand das Fachwerk-Rathaus in Bromskirchen durch Zimmermeister Daniel Dornseif aus Somplar.

Nach dem Dreißigjährigen Krieg kam das Dorf zu Hessen-Darmstadt und nach der Annexion von Kurhessen im Jahre 1866 zu Preußen.

Im Mai 1898 genehmigte der preußische Landtag den Bau einer Eisenbahnstrecke, die unter anderem über Bromskirchen und Allendorf nach Frankenberg verlief und in den 1960-er Jahren eingestellt wurde. Damals entstanden große Bauwerke, wie die Ederbrücke bei Röddenau, ein Viadukt zwischen Allendorf und Bromskirchen oder der Bromskirchener Tunnel.

1952 kam Bromskirchen zum damaligen Kreis Frankenberg, im Zuge der Gebietsreform in Hessen im Jahre 1974 dann zum [[Landkreis Waldeck-Frankenberg. Dort ist der Ort die kleinste Gemeinde des Landkreises.

Während über Jahrhunderte die Land- und Forstwirtschaft (Waldanteil über 70 %) im Vordergrund standen, entwickelte sich die Gemeinde nach der Ansiedlung der Firma Hoppe AG (einem Hersteller von Tür- und Fensterbeschlägen) zu einem Wirtschaftsstandort.

siehe auch:

Kirche

Die romanische St. Martins-Kirche in Bromskirchen hat ihren Ursprung im 12. Jahrhundert und wurde im 16. Jahrhundert neu gestaltet.

Politik

Kommunalwahl 2016

Am 6. März 2016 haben die letzten allgemeinen Kommunalwahlen in Hessen stattgefunden. Die Wahlperiode dauert fünf Jahre.

Wahlergebnisse:

Wahlkreise

MdB: Dr. Edgar Franke

MdL: Günter Rudolph

Partnerschaften

Seit 1978 bestehen partnerschaftliche Beziehungen zwischen Bromskirchen und der französischen Gemeinde Arrou.

Sehenswürdigkeiten

siehe auch

Vereine

Wandern

Wussten Sie schon ...

  • ... dass das Fachwerk-Rathaus in Bromskirchen ab dem Jahre 1619 von Daniel Dornseiff aus Somplar erbaut wurde? Im Erdgeschoß befand sich bis 1948 ein Backhaus, die Räume darüber dienten als Schul- und Beratungszimmer.

Arndt Böttcher, Frankenberg

  • ...dass in den Zeiten vor dem Ersten Weltkrieg die Schafzucht eine große Bedeutung für die Landbevölkerung hatte? Jedes Dorf hatte eine Schafherde, manche sogar zwei. Bromskirchen hielt drei Herden. Die Geschichtsblätter von 1923 erzählen von 25 Herden, die in Frankenberg und Amt bestanden haben sollen. Die Schafe lieferten Wolle, Fleisch und Dünger.

Robert Wolf, Battenberg

  • ...dass Neuludwigs­dorf (Ortsteil von Bromskirchen) seinen Namen dem hessisch-darmstädtischen Landgrafen Ludwig VIII verdankt? Der Weiler Neuludwigsdorf (im Volksmund auch Pfütze bezeichnet) wurde von ihm 1774 mit sechs Siedlern aus Bromskirchen gegründet, die ihm vor allem bei der Jagd zu helfen hatten.

Arndt Böttcher,Frankenberg

  • ...dass die Einwohner von Bromskirchen noch heute das verbriefte Recht haben, Raffholz, das sind trockene Äste, im fünf Kilometer entfernten Flurort Scharfenstein zu sammeln? Gesammelt werden darf an an zwei Tagen im Jahr, und zwar zwischen dem 1. Mai und dem 1. Oktober.

Frank Röbert, Frankenberg

Weblinks


Ortsteile der Gemeinde Bromskirchen

Bromskirchen | Dachsloch | Neuludwigs­dorf | Seibelsbach | Somplar


Städte und Gemeinden im Landkreis Waldeck-Frankenberg
WappenWaldeckFrankenberg.jpg

Allendorf | Bad Arolsen | Bad Wildungen | Battenberg | Bromskirchen | Burgwald | Diemelsee | Diemelstadt | Edertal | Frankenau | Frankenberg (Eder) | Gemünden | Haina | Hatzfeld | Korbach | Lichtenfels | Rosenthal | Twistetal | Vöhl | Volkmarsen | Waldeck | Willingen