Breitenbach (Schauenburg)

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Schauenburg - Breitenbach
Breitenbach - An der Kirche.jpg
Kirche in Breitenbach
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Kassel
Fläche: 30,85 qkm
Einwohner: ca. 10.500
Postleitzahl: 34270
Vorwahl: 05601
Kfz-Kennzeichen: KS
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Korbacher Str. 300
34270 Schauenburg
Website: www.gemeinde-schauenburg.de

Breitenbach ist ein Ortsteil der Gemeinde Schauenburg im Landkreis Kassel mit etwa 1.700 Einwohnern.

Geografie

Der Ort liegt im Naturpark Habichtswald und südlich der Bundesautobahn A 44. Durch Breitenbach verläuft die Bundesstraße B 520.

Durch den Ort fließt die Ems, die beim Emserhof entspringt.

Geschichte

Aus der Ortsgeschichte

Durch den Zusammenschluss der ehemals selbständigen Ortschaften Breitenbach, Elgershausen, Elmshagen, Hoof und Martinhagen entstand 1972 eine Gemeinde mit einer Gemarkungsfläche von 3072 ha und damals 8.974 Einwohnern, von denen ein Großteil in Baunatal und Kassel arbeitete.

Der Name der Gemeinde, die im Rahmen der hessischen Gebietsreform im Jahre 1972 aus 5 Dörfern entstanden ist, leitet sich ab von der Burgruine Schauenburg in der Nähe des Ortsteils Hoof. Die Grafen von Schauenburg herrschten im Mittelalter über das Tal der Bauna.

Alle Ortsteile blicken auf eine lange Geschichte zurück, wobei Martinhagen bereits im Jahre 1074 in einer Schenkungsurkunde für das Kloster Hasungen urkundlich erwähnt wird und Elgershausen - später in hessischem Besitz - erstmals im Jahre 1123.

Spätere Erwähnung finden Hoof (1250), Elmshagen (1334) und Breitenbach (1408), zunächst im Besitz der Schauenburger, dann der Herren von Dalwigk. Der Ortsteil Breitenbach ist aber älter, was auch die deutlich ältere romanische Dorfkirche belegt. Erst vor einigen Jahren wurde bekannt, dass Breitenbach erstmals im Jahr 1408 in einem Sühnebrief der Stadt Wolfhagen als Breydenbach erwähnt wurde und nicht, wie lange geglaubt, erstmals im Jahr 1458.

Alle Ortsteile waren im Mittelalter und noch lange danach kleine landwirtschaftlich geprägte Dörfer.

Die Kirche in Breitenbach wurde im 13. Jahrhundert mit spätgotischem Turm errichtet und in späteren Jahren umgestaltet.

Mit der zunehmenden Industrie in der nahen Stadt Kassel in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ging eine langsame Aufwärtsentwicklung einher, die später zusätzlich durch den Bau der Kleinbahn Kassel-Naumburg begünstigt wurde.

Jubliäumsjahr 2008

Zahlreiche Gäste folgten in der Zeit vom 22. bis 25. August 2008 der Einladung von Bürgermeisterin Ursula Gimmler und Ortsvorsteherin Ursula Barkhof, um das Jubiläum "600 Jahre Breitenbach 1408 - 2008" zu feiern.

Märchenwache

Schauenburger Märchenwache im Ortsteil Breitenbach

Im Rahmen des Dorferneuerungsprogramms entstand in Breitenbach seit Anfang der 1990-er Jahre unter anderem ein Dorfplatz und die "Schauenburger Märchenwache" in der alten Feuerwache.

Sie entstand zu Ehren Johann Friedrich Krause und Demoiselle Marie Hassenpflug, die viel zu den Märchen der Brüder Grimm beigetragen haben.

Literatur

  • Erich Böttger, Schauenburg, in: Jahrbuch des Landkreises Kassel 1974, S. 36 ff.
  • Heinz Vonjahr, Grimmsche Märchen aus Hoof, in: Jahrbuch des Landkreises Kassel 1985, S. 156
  • Heinz Vonjahr, Das Weibergericht von Breitenbach anno 1653, in: Jahrbuch des Landkreises Kassel 2005, S. 45
  • Heinz Vonjahr, Die Juden unter der Schauenburg, in: Jahrbuch des Landkreises Kassel 2005, S. 61
  • Heinz Vonjahr, 600 Jahre Breitenbach - (k)ein Grund zum Feiern ?, in: Jahrbuch des Landkreises Kassel 2008, S. 63


Ein Dorf auf 208 Seiten

Fakten, Daten, Geschichten: Breitenbacher Chronik läutet 600. Geburtstag ein

von Esther Husung

Schauenburg. "Ortsgeschichte ist in erster Linie etwas für Leute, die ihren Ort gern haben, und nicht nur für Historiker oder Leute, die sich beruflich damit beschäftigen", sagte Heinz Vonjahr am Donnerstag. Mit diesen Worten stellte er den Breitenbachern an der Märchenwache das Buch vor, das er mit Hans Friedrich, Friedhelm Lecke und Klaus-Bernd Nickel sowie zahlreichen Gastschreibern zum 600-jährigen Jubiläum des Ortes herausgebracht hat.

Zwei Jahre dauerte es, um alle Gedanken, Ereignisse, historischen Schriftstücke und Fotografien aufzuarbeiten und das 208 Seiten starke Werk mit dem Titel "Beiträge zur Geschichte des Dorfes Breitenbach" fertig zu stellen. Die Idee, eine solche Mammutaufgabe in Angriff zu nehmen, hatten die vier Männer vor zehn Jahren. Zu jener Zeit wurde bekannt, dass Breitenbach erstmals im Jahr 1408 in einem Sühnebrief der Stadt Wolfhagen als Breydenbach erwähnt wurde und nicht, wie lange geglaubt, im Jahr 1458.

"Ein solches Jubiläum war schon ein Grund, sich schlauzumachen", sagt Friedhelm Lecke. "So kam eins zum anderen, jeder hatte seine Faibles und übernahm bestimmte Gebiete", erzählt Hans Friedrich. Alle drei Monate trafen die Männer sich zur Redaktionskonferenz und machten eine Bestandsaufnahme. Dann ging wieder jeder für sich auf die Suche nach der Vergangenheit.

Das Interesse von Hans Friedrich weckten beispielsweise jene Häuser, die früher an der Brandversicherungsnummer statt an Straße und Hausnummer erkennbar waren. Fein säuberlich trug der 78-Jährige die Daten sowie Besitzer und Bewohner zusammen, die nun im Buch nachzulesen sind. "Wenn du von 9 bis 13 Uhr an alten Büchern gesessen hast, dann bist du fertig", beschreibt Hans Friedrich diese Arbeit, die ihm jedoch viel Freude bereitete.

Dass der erste Grebe Breitenbachs - so bezeichnete man früher den Bürgermeister - Georg Schweinebraten hieß und einer Familie aus Harleshausen entstammte, fand Friedhelm Lecke heraus. Da der 69-Jährige sich früher kommunalpolitisch engagierte, steuerte er viele Themen dieser Art für die Chronik bei. Klaus-Bernd Nickel, mit 61 der Jüngste im Autorenteam, beschäftigte sich unter anderem mit den Geschehnissen in der Jagdgenossenschaft. In seiner Funktion als Vorsitzender des Kirchenvorstandes gewährte er eingehende Blicke in die Kirchenakten. Einen Löwenanteil bestritt Heinz Vonjahr. Der 75-Jährige berichtet von der Hospitalsstiftung, den Juden in Breitenbach und vielen anderen Begebenheiten. Viel Arbeit und Herzblut haben die Autoren und auch die Gastschreiber in das Werk gesteckt - sicher, weil sie Breitenbach so gern haben.

Das Buch kostet 15 Euro und ist bei der Gemeindeverwaltung Schauenburg erhältlich, Tel. 0 56 01/9 32 50.

(aus: HNA-online vom 8.8.2008)

Kirche

Breitenbach - historisches Foto von der Kirche in Breitenbach vor dem Zweiten Weltkrieg - (Foto: Privat)

Die Kirche in Breitenbach wurde im 13. Jahrhundert mit spätgotischem Turm errichtet und in späteren Jahren umgestaltet.

Politik

Bürgermeister

Bürgermeister von Schauenburg ist Michael Plätzer (SPD).

Gemeindeparlament

Zusammensetzung der Gemeindevertretung Schauenburg:
Ergebnis der Kommunalwahl 27.03.2011
% Sitze
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 40,0 15
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 27,0 10
Offensive Offensive Schaumburg 14,2 5
GRÜNE BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN in Schauenburg 11,0 4
FWG Freie Wählergemeinschaft Schauenburg 4,6 2
Die Linke Die Linke Schauenburg 2,4 1


siehe auch

Tradition

Kirmes

Bilder vom Breitenbacher Kirmesumzug im Mai 2011:

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Kirmesumzug 22.05.2011 in Schauenburg-Breitenbach
Kirmesumzug 22.05.2011 in Schauenburg-Breitenbach
Kirmesumzug 22.05.2011 in Schauenburg-Breitenbach
Kirmesumzug 22.05.2011 in Schauenburg-Breitenbach


Kirmesumzug 22.05.2011 in Schauenburg-Breitenbach
Kirmesumzug 22.05.2011 in Schauenburg-Breitenbach
Kirmesumzug 22.05.2011 in Schauenburg-Breitenbach
Kirmesumzug 22.05.2011 in Schauenburg-Breitenbach


Kirmesumzug 22.05.2011 in Schauenburg-Breitenbach
Kirmesumzug 22.05.2011 in Schauenburg-Breitenbach
Kirmesumzug 22.05.2011 in Schauenburg-Breitenbach
Kirmesumzug 22.05.2011 in Schauenburg-Breitenbach


Kirmesumzug 22.05.2011 in Schauenburg-Breitenbach
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Kirmesumzug 22.05.2011 in Schauenburg-Breitenbach
Kirmesumzug 22.05.2011 in Schauenburg-Breitenbach


Vereine

FFW Breitenbach beim Kirmesumzug am 22.5.2011 in Breitenbach

Wandern

Wirtschaft

Weblinks




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Wappen Gemeinde Schauenburg
Wappen Gemeinde Schauenburg

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