Brasselsberg

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Bismarckturm

Der Kasseler Stadtteil Brasselsberg am südlichen Habichtswald mit dem vom Bismarckturm gekrönten Brasselsberg entstand Ende des 19./ Anfang des 20. Jahrhunderts.

Teile des Gesamtgeländes des ursprünglichen Brasselsbergs gehören auch zu den Gemeinden Nordshausen und zum Teil zu Ober- und Niederzwehren.

Geografie

Bevölkerung

(Stand: 31. Dezember)

2005: 3928 Einwohner

2010: 3995 Einwohner

Lage

Der Kasseler Stadtteil Brasselsberg liegt unterhalb bzw. östlich des Brasselsbergs (434,2 m ü. NN), auf dem im Wald der 1904 erbaute Kasseler Bismarckturm steht.

An den Stadtteil im Südwesten des Stadtgebiets grenzen im Norden der Stadtteil Bad Wilhelmshöhe, im Osten das Landschaftsschutzgebiet Dönche, im Südosten der Stadtteil Nordshausen, im Süden die Stadt Baunatal und im Südwesten die Gemeinde Schauenburg an.

Geschichte

In den Jahren 1870/ 71 wurde durch den Bau der Konrad-Adenauer-Straße (alter Straßenname Bergstraße) der Brasselsberg erschlossen.

Zu dieser Zeit entstand die als Gartenstadt bezeichnete Villenkolonie Brasselsberg. Die Pläne für eine Gartenstadt nach englischem Vorbild wurden zwar nur in Ansätzen verwirklicht, trotzdem ist der Stadtteil immer noch ein ausgesprochen grünes Quartier mit großzügigen Grundstücken. Geprägt wurde er durch die Entwicklung einer Villenkolonie. Um das Jahr 1900 entstanden hier die ersten Häuser. Einer der Pioniere war der Sanitätsrat Dr. Moritz Wiederhold, nach dem eine Straße im Stadtteil benannt ist.

Auch Carl Rieck (1875 - 1919), der gemeinsam mit Julius Eubell (1875-1915) ein Architekturbüro betrieb, gehörte zu den Initiatoren und Investoren im Baugebiet der damaligen Villenkolonie „Gartenstadt Brasselsberg“. Diese lag seinerzeit auf dem Gebiet der ursprünglich selbstständigen Gemeinde Nordshausen.

Um die Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert wurden im heutigen Stadtteil Brasselsberg die ersten Häuser errichtet. Zuvor war die Bergstraße (heute Konrad-Adenauer-Straße) zur Erschließung gebaut worden.

In den Jahren 1907 und 1908 siedelten sich mehrere Gärtner an. Zahlreiche Gewächshäuser und Freilandbeete mit Blumen und Gemüse entstanden. Um 1910 standen am Brasselsberg etwa 75 Wohnhäuser.

Bereits am 2. September 1904 war der Bismarckturm eingeweiht worden.

1911 entstand mit der Brasselsbergbahn, einer Zweiglinie der Herkulesbahn, eine Verkehrsverbindung zum Kasseler Stadtzentrum. Der Verkehr auf dieser meterspurigen Bahn wurde 1965 eingestellt und die Gleisanlagen abgebaut.

Bereits 1936 wurde der Brasselsberg zusammen mit dem benachbarten Nordshausen eingemeindet und gehört seitdem zu Kassel. Im letzten Kriegsjahr sorgten auch hier Bomben und Luftminen für Zerstörungen. Davon ist längst nichts mehr zu sehen.

In der Nachkriegszeit wurde am 12. Oktober 1952 die evangelische Emmauskirche geweiht, die heute den Mittelpunkt im Ortskern darstellt.

Trotz der im Vergleich zu anderen Stadtteilen überschaubaren Infrastruktur gehört der Brasselsberg zu den attraktivsten - und auch teuersten - Wohnquartieren Kassels. Die Nahverkehrserschließung des Stadtteils erfolgt mit Bussen (Linien 12, 51, 52, 53, 55).

Die Grundstückspreise sind ein Grund für eine Entwicklung, die die Anlieger mit Sorge betrachten. Wo früher auf einem 2000 Quadratmeter großen Grundstück ein Haus stand, entstehen heute mehrere Stadtvillen mit Eigentumswohnungen. Immobiliengesellschaften, die oft den besten Preis für ein großzügiges Anwesen zahlen, bebauen das Grundstück bis auf den letzten Quadratmeter. Das ist legitim, verändert aber den gewachsenen Charakter des Quartiers. Forderungen, diese Entwicklung durch entsprechende Bebauungspläne einzudämmen, werden immer lauter.

Kirche

Die evangelische Emmauskirche bildet den Mittelpunkt des Stadtteils Brasselsberg; sie wurde 1952 geweiht.

Das Altarfenster ("Offenbarung") stammt von dem Künstler Hans-Gottfried von Stockhausen.

Politik

Oberbürgermeister und Magistrat

Oberbürgermeister der Stadt Kassel von 2005 bis 2017 ist Bertram Hilgen, SPD.

Der Oberbürgermeister hat den Vorsitz im Magistrat, der Verwaltungsbehörde der Stadt. Der Kasseler Magistrat setzt sich zurzeit aus fünf hauptamtlichen und 13 ehrenamtlichen Magistratsmitgliedern zusammen, die die Bezeichnung Stadträtin bzw. Stadtrat führen.

Außer dem Oberbürgermeister werden alle Mitglieder des Magistrats von der Stadtverordnetenversammlung gewählt.

Am 5.3.2017 wurde Christian Geselle, SPD zum neuen Oberbürgermeister der Stadt Kassel gewählt; er erhielt im ersten Wahlgang 56,6 Prozent der abgegebenen Stimmen. Damit wird Geselle Nachfolger des langjährigen SPD-Oberbürgermeisters Bertram Hilgen, der seinen Platz im Juli offziell räumen wird.

siehe auch

Strassen

Vereine und Parteien

Parteien

Vereine

  • Freiwillige Feuerwehr Nordshausen/ Brasselsberg e.V.

Weblinks


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