Bottendorf

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Bottendorf ist der grösste Ortsteil der Gemeinde Burgwald im Landkreis Waldeck-Frankenberg.

Geschichte

In der Zeit um 725 – 775 legten die fränkischen Könige zur Sicherung der Nordgrenze im Tal der Nemphe Siedlerstellen für Wehrbauern an, darunter Bottendorf mit Meierhof, Kapelle und Pfarrei. Urkundlich wurde das Dorf als „Boppindorf“ im Jahre 1233 erstmals erwähnt. Um 1250 baute die Familie von Gasterfeld, die sich später von Helfenberg nannte, im nahe gelegenen Wolkersdorf eine wassergeschützte Turmburg.

Das schon zu Beginn des 15. Jahrhunderts erwähnte landgräfliche Schloss Wolkersdorf wurde nach 1480 zu einem Wasser- und Jagdschloss ausgebaut, bevor es in den Jahren 1811 – 1813 von „König Lustik“, Napoleons Bruder Jéróme und dessen Statthalter in Kassel, auf Abbruch verkauft wurde. Mauerreste und die Teiche erinnern heute an die ehemalige Schlossanlage.

Als im Jahre 1912 die ehemalige staatliche Domäne in Wolkersdorf aufgesiedelt wurde, wuchs Bottendorf mit der ehemals selbständigen Gemeinde Wolkersdorf zusammen.

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen entstand dann zum 1. Juli 1971 die neue Großgemeinde Burgwald, der sich am 1. Januar 1974 auch Bottendorf anschloss.

Mit dem Bottendorfer Jubiläumsfest vom 18. bis zum 23. August wurde im Jahr 2010 das 750-jährige Dorfjubiläum gefeiert.

Im Mai 2011 trat der langjährige Ortsvorsteher Heinz Klem nicht mehr an. Als Nachfolger des Sozialdemokraten wurde Alexander Schuchard eingeführt. Heinz Klem hatte den Posten 26 Jahre lang inne. [1]

In Bottendorf befindet sich der Sitz des Hessischen Forstamts Burgwald.

Kirche

Mitte des 13. Jahrhunderts wurde eine romanische Kirche mit Wehrturm und Schiff errichtet. Bereits 1260 bestand eine Pfarrei, die zum Dekanat Kesterburg (Christenberg) gehörte.

Die evangelische Kirchengemeinde gehört heute zum Kirchspiel Bottendorf und Willersdorf.

Persönlichkeiten

  • Alljährlich am 15. Februar wird an den aus Bottendorf stammenden Pfarrerssohn und Lehrer Georg Maus erinnert, der am 15. Februar 1945, als gefangen gesetztes Mitglied der Bekennenden Kirche auf dem Transport von Berlin nach Dachau ums Leben kam. Im Pfarrhaus von Bottendorf schuf 1975 der Glasmaler Erhard Klonk auf Anregung von Pfarrer Gustav Hammann (1922-1978) ein Wandgemälde des heiligen Georg mit dem Drachen, das symbolisch zusammen mit den Lebensdaten das Gedenken an Georg Maus im Bewusstsein halten soll.

Spezialitäten

Spitzname

Die Bewohner von Bottendorf werden "Worschte-Mäuler" genannt, was offenbar auf den Hunger der ehemals armen Bevölkerung nach Wurst zurück. In früheren Jahren waren zahlreiche Dorfbewohner als Tagelöhner, etwa auf der ehemaligen Wolkersdorfer Domäne oder im Holzwald beschäftigt.

siehe auch

Wussten Sie schon ...

  • ...dass Bottendorf, der größte Ortsteil der Gesamtgemeinde Burgwald, urkundlich erstmals 1256 in Erscheinung getreten ist? Bottendorf entstand aus einer fränkischen Wehrbauernsiedlung „Boppindorf“. Dieser Ortsname ist von dem im Mittelalter weit verbreiteten Personennamen Boppo abzuleiten (= „Dorf des Boppo“).

Arndt Böttcher, Frankenberg

  • ...dass Pfarrer Gustav Hamann am 8. Juni .1978 in Bottendorf verstarb? Als Sohn des Löhlbacher Pfarrers Hamann (1921 - 1934 Pfarrer in Löhlbach) wurde er 1922 im alten Löhlbacher Pfarrhaus geboren.

Heinz Brück, Löhlbach

Weblinks und Quellen

Quellen

  1. Aus der HNA vom 5. Mai 2011

Weblinks



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