Botanischer Garten

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Botanischer Garten in Kassel

Am nördlichen Rande des Parkes Schönfeld befindet sich in Kassel neben dem Schlösschen Schönfeld der Botanische Garten.

Der Botanische Garten ist tagsüber frei zugänglich und lädt nach einer durch Vereine unterstützten Neu- bzw. Wiederanlage von weiten Teilen der zuletzt im 50er-Jahre-Stil ausgestalteten Anlagen zum Verweilen und Entdecken ein.

Wo einst über 700 Pflanzen kultiviert wurden

Im Jahre 1908 reichten Kasseler Schuldirektoren der Stadtschulverwaltung einen Antrag ein, einen Botanischen Garten zu gründen. Die Idee stammt ursprünglich aus dem Jahre 1568 von Landgraf Wilhelm IV. von Hessen-Kassel.

1912 wurde der Antrag genehmigt, und so wurde der Botanische Garten in der Nähe des Schlösschen Schönfeld" im Westen des Parkes Schönfeld errichtet. Bald umfasste der Botanische Garten einen Apothekergarten (Erweiterung 1959), Gewächshäuser (1969), Terrarien, Aquarien und Teichanlagen (erbaut 1964). Früher wurde in dem Kasseler Botanischem Garten die Beschriftung einzelner Pflanzen durchgeführt. Dort wurden über 700 Pflanzen kultiviert. Einst diente er den Schulen, den Biologieunterricht im Freien zu verüben.

Bereits 1926 sollte der Botanische Garten wegen der katastrophalen wirtschaftlichen Lage aufgelöst werden. Im 2. Weltkrieg erlitt er schwere Bombardierungen. Gegen den Beschluss des Magistrats, den Botanischen Garten zu schließen, protestierten viele Verbände und Bürger. Doch es half nichts - es fehlte an Geld und die Arbeitskräfte blieben aus, und so gibt es seit 1985 den Botanischen Garten als solchen nicht mehr. Die Fläche wird jetzt wie jede andere Grünfläche in Kassel auch, vom Stadtgartenamt gepflegt.

Im Bereich der Gartenanlage existiert heute noch ein 1886 beantragter Schulgarten, der jetzt das Schulbiologiezentrum ist.

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