Bombardier

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Der kanadische Bombardier-Konzern mit Sitz in Montreal ist mit einem Marktanteil von 21 Prozent der weltweit größte Bahntechnik-Hersteller vor Alstom und Siemens und einer der größten Anbieter von Geschäfts- und Regionalflugzeugen. Der Bereich Schneemobile wurde 2003 ausgliedert und gehört als eigenständig operierendes Unternehmen der Familie Bombardier und einer Investorengruppe.


Geschäftsbereiche

  • Bahntechnik (Bombardier Transportation, Sitz in Berlin): elektrische und dieselelektrische Lokomotiven der Traxx-Familie aus dem Baukasten, darunter auch Multisystem-Loks für grenzüberschreitende Verkehre in unterscheidlichen Netzen, Hochgeschwindigkeitszüge wie ICE, TGV (Frankreich), AVE S-102 (Spanien), Acela (USA), ETR 500, (Italien) S- und U-Bahnen, Trieb- und Riesezugwagen, Drehgestelle und elektrische Komponenten.
  • Flugzeuge (Bombardier Aerospace): Regionalflugzeuge der CRJ-Familie für 40 bis 100 Passagiere, Geschäftsflugzeuge der Linien Learjet, Challenger und Global.
Bombardier Lokwerk in Kassel

Geschichte

Joseph Armand Bombardier gründete das Unternehmen 1942. Es stellte zunächst Schneemobile her, 1969 stieg Bombardier ins Bahn-, 1986 durch Kauf des Flugzeubauers Canadair ins Luftfahrtgeschäft ein. 2001 übernahm Bombardier den deutschen Bahntechnik-Hersteller Adtranz und wurde zum Branchenprimus. Im Zuge dieses Kaufs wechselte auch das Kasseler Lokwerk den Besitzer. Es ist heute das weltweite Lok-Kompetenzzentrum des Konzerns, in dem 750 Mitarbeiter beschäftigt waren. Im Dezember 2012 wurde bekannt, dass die Belegschaft des Werkes auf 600 Beschäftigte reduziert werden soll. Als Grund wurden Überkapazitäten und ein zu geringes Auftragsvolumen genannt. [1]

Konzern-Geschäftszahlen 2005/06 (31. Januar)

  • Umsatz: 11,55 Milliarden Euro
  • Vorsteuerergebnis: 357 Millionen Euro
  • Jahresergebnis: 249 Millionen Euro
  • Mitarbeiter: 60.000, davon 28.000 in der Bahntechnik und davon 7000 in Deutschland.
    • Werk Kassel: rund 670 Beschäftigte


Börse

Die Familie Bombardier hält mit knapp 54 Prozent des stimmberechtigten Kapitals (31. März 2006) die Mehrheit an dem Unternehmen. Der Rest befindet sich im wesentlichen im Streubesitz.


Links

  1. Aus HNA.de vom 6. Dezember 2012: 149 Lokbauer müssen bei Bombardier gehen

http://www.bombardier.com