Blue Dancer

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Die Lichtskulptur Blue Dancer.

Der Blue Dancer, eine Lichtskulptur von Kazuo Katase (Jahrgang 1947), schwebte seit 2003 über der Fulda neben der Karl-Branner-Brücke. Die Skulptur verband den ältesten Teil Kassels mit der wieder erstandenen Unterneustadt gleichsam als imaginäre Brücke. Im Dezember 2011 kam die Skulptur zurück an ihren Platz. Katase lebt und arbeitet seit 1976 in Kassel. Er war auf der documenta 9 (1992) vertreten.


Abbau des Kunstwerks

Im Juni 2010 wurde das Kunstwerk aus Kostengründen und baulicher Mängel eingelagert.

Rückblende ins Jahr 2010

„Wir sind guter Dinge, dass es doch noch klappt“, sagt Architekt Thomas Fischer vom Büro Atelier 30. Das im ehemaligen Fundus-Gebäude an der Karl-Branner-Brücke ansässige Architekturbüro, das auch für die Stiftung Alte Brüderkirche tätig ist, kümmert sich um das Kunstwerk des Kasseler documenta-Künstlers Kazuo Katase.

Die Architekten sind laut Fischer zurzeit dabei, Kostenvoranschläge einzuholen. Zudem prüfe man alle Teile daraufhin, ob sie weiter verwendet werden könnten. Mit ihrem Einsatz, den sie nicht in Rechnung stellen, wollen die Architekten einen Beitrag zur Rettung des auf Zeit angelegten Kunstwerks leisten. Das musste im Juni nach sieben Jahren abgenommen werden. Die für die Instandsetzung benötigte Spendensumme war nicht zusammengekommen. Die Stadt Kassel, der Ortsbeirat Unterneustadt und die Stiftung Alte Brüderkirche hatten sich neben Sponsoren wie dem Unternehmer Hans-Dieter Müller für die Rettung der an einem Drahtseil befestigten Lichtskulptur eingesetzt.

Müller sowie der im ehemaligen Fundus-Gebäude ansässige Dentallaborbetreiber Bernd Hartl, der in der Unterneustadt lebende Mediziner Ordu und andere haben sich nun erneut für das Kunstwerk engagiert. Ebenso die Kasseler Stahlbaufirma Lamparter, die laut Ordu das Stahlseil zur Aufhängung stellen will. Das Kunstwerk soll weitere zehn Jahre hängen. Die jährlichen Wartungskosten sind mit 750 Euro veranschlagt.

„Ich bin sehr froh darüber, dass es am Ende noch klappt“, sagt der Unterneustädter Ortsvorsteher Joachim Schleißing. Der Ortsbeirat hatte eine Benefizveranstaltung zur Rettung des blau leuchtenden Kunstwerks auf die Beine gestellt.

Trotz zahlreicher Sponsoren war aber nicht genug Geld zusammengekommen. Am Ende fehlten zwischen 15.000 und 18.000 Euro.


Rückkehr des Kunstwerks

Die Stadt Kassel, die Stiftung Alte Brüderkirche, Ortsbeirat und  1. Werkhof Unterneustadt e.V. hatten sich neben Sponsoren wie dem Unternehmer Hans-Dieter Müller für die Rettung der an einem Drahtseil befestigten Lichtskulptur eingesetzt. Müller sowie der im ehemaligen Fundus-Gebäude ansässige Dentallaborbetreiber Bernd Hartl, der in der Unterneustadt lebende Mediziner Dr. Arif Ordu und andere Sponsoren ließen nicht locker. Engagement zeigten auch die Hübner GmbH und die Kasseler Stahlbaufirma Lamparter, die das Seil zur Aufhängung des Kunstwerks beisteuert.

Die Stadt hatte sich nach dem Anlauf der Spendenaktion bereit erklärt, die Hälfte der Kosten zu übernehmen, wenn die andere Hälfte über Sponsoren zusammenkommt. Das im ehemaligen Fundus-Gebäude an der Karl-Branner-Brücke ansässige Architekturbüro Atelier 30, das sich um die Instandsetzung kümmerte, verzichtete auf ein Honorar.

Anfang Dezember 2011 wurde das Seil bereits vormontiert, an dem der Blue Dancer wieder über der Fulda schweben wird.[1]

siehe auch

Weblinks

  • Uwe Feldner: Stadt-LEXIKON - (Fast) alles über KASSEL, erschienen im Herkules Verlag


Quellen

  1. Aus HNA.de vom 9. Dezember 2011: Vor Weihnachten: Blue Dancer kehrt zurück