Binsförth

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Binsförth
Kirche-Binsförth.jpg
Kirche in Binsförth
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Schwalm-Eder-Kreis
Gemeinde: Morschen
Einwohner: 278
Postleitzahl: 34326
Vorwahl: 05664
Kfz-Kennzeichen: HR
Gemeindeverwaltung: In der Haydau 2
34326 Morschen
Bürgermeister: Herbert Wohlgemuth (parteilos)
Ortsvorsteherin: Doris Küllmer

Binsförth ist ein Ortsteil der nordhessischen Gemeinde Morschen im Schwalm-Eder-Kreis mit ca. 280 Einwohnern.

In Binsförth gibt es fünf Vereine.

Gemarkung und Lage

Die Gemarkung Binsförth hat eine Fläche von rund 571 Hektar.

Binsförth liegt ca. 7 km südlich von Melsungen an der Fulda.

Geschichte

Aus der Ortsgeschichte

Urkundlich wird Binsförth im Jahr 1263 erstmals als "Binsfurte" erwähnt. Gleichzeitig wird in Binsförth ein Pfarrer genannt. 1270 erscheint der Ort als "Binsforte", aber auch als "Binnisforte".

Im Jahr 1330 wird das Dorf als "Bindisvorte" genannt.

1585 hat Binsförth 46 Haushaltungen. Im 16. Jahrhundert teilen sich die Familien von Wallenstein und von Baumbach das Patronat über die Kirche.

In der Mitte des 17. Jahrhunderts schenken die von Baumbach den Binsförther Juden ein Gelände zur Anlage eines Friedhofes. Dieser Friedhof wird außer von den Binsförther Juden noch von den Juden der Orte Melsungen, Spangenberg, Beiseförth, Neumorschen, Heinebach, Röhrenfurth, Malsfeld, Rengshausen und Nenterode als gemeinsamer Friedhof genutzt. Später werden in manchen der genannten Orte eigene Friedhöfe angelegt.

Ab 1745 haben die von Baumbach das gesamte Patronat inne. Im Jahr 1747 gibt es im Dorf 61 Haushaltungen.

1939 hat der Ort 376 Einwohner.

Im Jahr 1961 leben in Binsförth 380 Menschen.

Am 3. September 1970 gründen 16 Binsförther den Fußballverein "FV Eintracht Binsförth 1970 e.V.".

Am 1. April 1972 schließt sich die Gemeinde Binsförth der Gemeinde Altmorschen an. Diese geht am 1. Januar 1974 in der Gemeinde Morschen auf, die gleichzeitig ein Teil des neu gebildeten Schwalm-Eder-Kreises wird. Seither ist Binsförth ein Ortsteil der Gemeinde Morschen.

Der ehemalige, in den 1930-er Jahren entstandene Brückenbau über die Fulda, der Binsförth mit der B 83 verbindet, musste 2009 gesprengt werden. Ende 2011 wurde die neue Brücke eingeweiht.

Jubiläumsjahr 2013

Eine kleine Burg zum Schutz einer Fuldafurt – das war Binsförth, als der Ort vor 750 Jahren das erste Mal urkundlich erwähnt wurde. In 2013 feierte der heutige Ortsteil von Morschen Jubiläum. Aus diesem Anlass gab die Dorfgemeinschaft eine Chronik heraus, die detailliert und anschaulich die bewegte Geschichte des Dorfes bis in die Jetztzeit schildert. [1]

siehe auch:

Kirche

Radwege

Fahrradseilbahn über die Fulda

Fulda-Weser-Radweg

Werra Radtour - Rundkurs

Fahrradseilbahn über die Fulda zwischen Beiseförth und Binsförth

Das ungewöhnliche Transportmittel über die Fulda ist seit Mai 2009 in Betrieb. Durch die 50 m lange muskelkraftbetriebene "Fahrradseilbahn" zwischen Beiseförth und Binsförth werden gefährliche Straßen umgangen außerdem ist es eine Attraktion in Deutschland. Die Fahrt über die Fulda in 1,5 bis 2 m Höhe dauert etwa 5 Minuten, bei der die Gondel von dem Paassagier per Handkurbel vorwärts bewegt werden muß. Die Anlage haben die Anliegergemeinden Morschen und Malsfeld mit einer Investition von ca. 134 000 Euro Bauen lassen das Land Hessen hatte einen Zuschuss von ca. 66% übernommen. Die Seilbahn kann vom 1. April bis 1. November tagsüber genutzt werden, bei Gewitter, Sturm, starkem Nebel und Hochwasser ist eine Nutzung nicht gestattet.

Sehenswürdigkeiten

  • Burganlage und Rittergut Binsförth: eine kleine Burg zum Schutz einer Fuldafurt – das war Binsförth, als der Ort im Jahre 1263 das erste Mal urkundlich erwähnt wurde. Besitzer waren einst die Herren von Binsförth, die nach 1439 im Mannesstamm ausstarben. Heute wird auf dem denkmalgeschützten ehemaligen Rittergut in Binsförth mit mittelalterlichen Burgresten ein Biohof betrieben.
  • Jüdischer Friedhof Binsförth - der älteste jüdische Friedhof in Nordhessen: der Friedhof wurde Mitte des 17. Jahrhunderts angelegt und noch heute finden sich dort 256 Grabsteine, die älteste noch lesbare Inschrift stammt aus dem Jahr 1694. Zeitweise wurde der Friedhof gemeinsam von den jüdischen Gemeinden in Melsungen, Spangenberg, Beiseförth, Binsförth, Neumorschen, Heinebach, Röhrenfurth, Malsfeld, Rengshausen und Nenterode genutzt.

siehe auch

Vereine

FV Eintracht Binsförth 1970 e.V.

Der FV Eintracht Binsförth 1970 e.V. wurde am 03.09.1970 aus der Taufe gehoben. 16 Mitglieder bekundeten ihren Beitritt zum Verein und Arnold Zinnert wurde zum ersten Vereinsvorsitzenden gewählt.

Der Spielbetrieb wurde 1 Jahr später mit der Saison 1971/72 aufgenommen. Mit nur einer Mannschaft nahm man zunächst an der Punktspielrunde in der C-Klasse teil.Die Heimspiele wurden zunächst in Neumorschen ausgetragen,ehe der Verein 1973 einen Platz in Binsförth „Im Äbchen“ bekam( dies ist auf der rechten Seite der Zubringerstraße Richtung B 83)

Der jetzige Sportplatz in Binsförth“ Am Neuen Weg“ wurde am 06.08.1977 eingeweiht und im Jahre 1980 wurden 2 Flutlichtmasten installiert,um im Herbst/Wintermonaten ein Training auf den Platz zu gewährleisten.Seit 1989 ist der Verein Eigentümer der Anlage,als die Gemeinde Morschen den Sportplatz dem Verein überschrieb.

siehe auch: FV Eintracht Binsförth

Verlauf der Fulda

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Wussten Sie schon, dass ...

  • ... es in Binsförth einen besonderen jüdischen Friedhof gibt? Er ist der älteste in ganz Nordhessen. Im ältesten Teil sind noch etwa 39 Grabsteine vorhanden, der älteste ist aus dem Jahr 1694. Insgesamt stehen auf dem Friedhof 256 Grabsteine, die zwischen 1694 und 1937 errichtet wurden.
    Dr.Lisa Keim

Weblinks und Quellen

Quellen

  1. HNA-online vom 27.5.2013: Am Anfang war die Burg

Weblinks


Ortsteile der Gemeinde Morschen
Wappenmorschen.jpg

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