Betriebskrankenkasse HENSCHEL Plus

Aus Regiowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Vorlage:Infobox Unternehmen

Logo der BKK HENSCHEL Plus

BKK HENSCHEL Plus – der Zeit voraus

„Wer die Gegenwart recht verstehen will, muss die Vergangenheit kennen, die glücklich oder verhängnisvoll auf die Geschehnisse unserer Tage einwirkt“. J. H. Hartmann

Im März 1854 aus sozialer Verantwortung weit vor der „Kaiserlichen Botschaft“ von 1881 zur Schaffung der Sozialversicherung und der darauf folgenden Einführung der gesetzlichen Krankenversicherungspflicht für Arbeiter im Jahr 1883 als Fabrikkrankenkasse gegründet, ist die BKK HENSCHEL Plus als Nachfolger bis heute ihrer Zeit voraus. Sie ist eine der ältesten gesetzlichen Krankenversicherungsträger in Deutschland.

Die Geschichte der BKK HENSCHEL Plus ist eine Geschichte des Wandels im Rahmen sich ändernder gesellschaftlicher Bedingungen – sie ist eine Erfolgsgeschichte. Die Betriebskrankenkassen waren nicht nur die Gründergeneration der gesetzlichen Krankenversicherung. Sie haben sich stets mit Unternehmergeist, Effizienz, Innovationskraft und Kundennähe dynamisch an die teilweise umwälzenden Veränderungen angepasst und weiterentwickelt.

Georg Alexander Carl Henschel
In der Fürsorge für seine Arbeiter und deren Familien gründete Georg Alexander Carl Henschel (1810 bis 1860) im März 1854 diese Fabrikkrankenkasse, die von den folgenden Henschel-Generationen weiter entwickelt und zu einer sozialen Einrichtung ausgebaut wurde, deren Tradition und Philosophie der sozialen Sicherung bei Krankheit sich bis heute bewahrt und bewährt hat. Die guten Erfahrungen, die man mit den Betriebs- bzw. Fabrikkrankenkassen seit dem 18. Jahrhundert gemacht hatte, waren grundlegend für die Bismarcksche Krankenversicherungs-Gesetzgebung von 1883.

Der Sohn des Gründers, Carl Anton Oskar Henschel (1837 bis 1894), der sich wie seine Frau Sophie (1841 bis 1915) sozial engagierte, gliederte der Fabrikkrankenkasse 1886 eine Invaliden-, Witwen- und Waisenkasse an. Für deren Grundstock stiftete er einen hohen Betrag, der im Laufe der Jahre durch weitere Zuwendungen des Unternehmens eine beträchtliche Höhe erreichte. Ihre Statuten wurden 1887 von Berlin als Muster bei der Beratung für die staatliche Invalidenversicherung herangezogen.

Carl Anton Oskar Henschel
Darüber hinaus gründete Carl Anton Oskar Henschel 1887 den „Henschelfonds“ für unverschuldet in Not geratene Werkstättenbeamte und Arbeiter, aus dessen Zinsen die Unterstützungen gezahlt wurden. Sophie Henschel führte das soziale Engagement nicht nur fort, sondern setzte mit zahlreichen Fürsorgeeinrichtungen neue Maßstäbe. So gründete sie beispielsweise 1898 einen Fonds für rekonvaleszente Henschel-Arbeiter, denen eine Unterstützung aus der Fabrikkrankenkasse nicht mehr zustand.

Diese fortschrittlichen, von großer Verantwortung geprägten Einrichtungen der Gründergeneration sind auch heute Verpflichtung der BKK HENSCHEL Plus für eine leistungsstarke Krankenversicherung mit individueller Beratung.

Sie hat alle Höhen und Tiefen der deutschen Geschichte durchlebt und ist immer auf Kurs geblieben. Der Name der BKK hat sich aufgrund der Namensänderung bei den Trägerunternehmen in der wechselvollen Geschichte mehrmals geändert von Fabrik-Krankenkasse Henschel & Sohn, Betriebskrankenkasse Henschel & Sohn GmbH, BKK Henschelwerke GmbH, BKK Henschelwerke AG, BKK Rheinstahl-Henschel AG, BKK Rheinstahl Henschel, BKK Thyssen Henschel, BKK HENSCHEL und letztendlich BKK HENSCHEL Plus.

Allein in den vergangenen Jahrzehnten jagte eine Gesundheitsreform die andere. Ein entscheidender Kurswechsel in der gesetzlichen Krankenversicherung wurde mit der Gesundheitsreform im Jahr 1996 eingeläutet, durch die die Wettbewerbsbedingungen der gesetzlichen Krankenversicherung wesentlich verändert wurden. Dies hat auch vor der BKK HENSCHEL Plus nicht Halt gemacht. War die BKK bis dato eine echte betriebsbezogene Krankenkasse für die Beschäftigten der angeschlossenen Unternehmen, so können nach der Öffnung nunmehr auch alle in Hessen, Bayern und Niedersachsen wohnenden oder arbeitenden Versicherten anderer Unternehmen zur BKK HENSCHEL Plus wechseln.

Eine weitere grundlegende Änderung gibt es seit Januar 2009. Seither fließen alle Krankenversicherungsbeiträge gemeinsam mit Steuermitteln in den neuen Gesundheitsfonds. Aus diesem Fonds erhalten alle gesetzlichen Krankenkassen die Finanzmittel zugewiesen. Hierbei wird die unterschiedliche Versicherten- und Krankheitsstruktur berücksichtigt.

Seit Anbeginn haben die Krankenkassen im Rahmen ihrer durch den Staat übertragenen Finanzhoheit selbst die Beiträge für ihre Mitglieder festgesetzt. An der Finanzierung sind aber nicht nur ihre Mitglieder sondern auch die Arbeitgeber beteiligt. Dabei haben zunächst die Versicherten 2/3 und die Arbeitgeber 1/3 des zu entrichtenden Beitrages getragen. Seit 1949 sind die Beiträge dann je zur Hälfte von den Versicherten und Arbeitgebern aufgebracht worden. Diese paritätische Finanzierung hatte viele Jahrzehnte Bestand und wurde durch die Einführung eines zusätzlichen, von den Mitgliedern allein zu zahlenden, Sonderbeitrages von 0,9 % im Jahr 2005 durchbrochen.

Mit der Einführung des Gesundheitsfonds im Jahr 2009 hat die Bundesregierung erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland den Beitragssatz einheitlich für alle gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland festgelegt. Damit sind die gesetzlichen Krankenkassen und natürlich auch die BKK HENSCHEL Plus ihrer Finanzhoheit beraubt worden. Das betriebswirtschaftliche Management der Krankenkassen konzentriert sich nunmehr auf die Ausgabenseite der Krankenkassen.

In der wechselvollen Geschichte ist es der BKK HENSCHEL Plus immer gelungen, das Schiff auch in schwerer See auf Kurs zu halten. Dafür haben die jeweiligen Kapitäne mit ihrer Mannschaft gesorgt. Die BKK HENSCHEL Plus ist heute ein kundenorientiertes Dienst-leistungsunternehmen. Freundliche und kompetente Kundenberater stehen den Versicherten direkt und persönlich gern zur Verfügung; sie sind bei der BKK in guten Händen. Sicher und gut muss ein hochwertiger Krankenversicherungsschutz sein – so wie bei der BKK HENSCHEL Plus eben: „persönlich, kompetent, sicher und gut!“

Der Leistungskatalog der BKK HENSCHEL Plus umfasst die Gesamtheit aller Leistungen, Behandlungsformen, Krankenhausbehandlung, Arzneimittel, Heil- und Hilfsmittel usw., die die gesetzlichen Krankenkassen ihren Versicherten zur Verfügung stellen müssen. Dieser Leistungskatalog war von Beginn an keine abgeschlossene Liste. So umfasste bereits 1883 das minimale Leistungsniveau einer Kasse die freie ärztliche Versorgung, Arzneimittel, bestimmte Heilmittel, Krankenhausversorgung und Krankengeld. Im Laufe der Zeit wurde das Leistungsspektrum immer weiter ausgebaut, hinzu kamen Leistungen wie etwa Mutterschaftsleistungen, Haushaltshilfe bis hin zu Akupunktur.


Mit innovativen Vorsorge- und Früherkennungsangeboten haben Versicherte der BKK HENSCHEL Plus gute Möglichkeiten, ihre Gesundheit zu erhalten – und das schon seit Jahrzehnten, nicht erst unter Wettbewerbsbedingungen. Herz-Kreislauf-Früherkennungsuntersuchungen, Krebsvorsorgeuntersuchungen, vorbeugende Kurmaßnahmen oder das BKK BonusPlus Programm für gesundheitsbewusstes Verhalten und die vielfältige Unterstützung bei qualitätsgesicherten Gesundheitskursen oder die Kostenübernahme von Schutzimpfungen sind nur einige wenige Beispiele. Die BKK HENSCHEL Plus war und ist sich ihrer hohen Verantwortung gegenüber ihren Versicherten und auch der Intension des Gründers bewusst. Daraus ergibt sich die Stärke unserer BKK. Wir stehen für Service, Qualität und Leistung.

Wir übernehmen heute die Verantwortung für gesunde Versicherte von morgen und werden alle Freiräume nutzen, um die Versorgung unserer Versicherten zu verbessern. Der beste Weg, die Zukunft vorauszusagen, ist, sie zu gestalten.

BKK HENSCHEL Plus