Berich

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Berich im Edertal.
(Archivfoto: nh)
Der Altar der Klosterkirche in Neu Berich.
(Archivfoto: © HNA/Wüllner)

Nachdem der ehemalige Ort Berich, ebenso wie der Nachbarort Bringhausen, beim Bau der Edertalsperre zwischen 1908 und 1914 evakuiert mussten, entstand im Jahre 1912 der Ort Neu Berich.

Auch die alte Klosterkirche von Berich wurde von den Bewohnern abgetragen und mit den Steinen ein neues Gotteshaus in Neu-Berich errichtet.

Geschichte

Das Kloster Berich

Der Ort Berich war ein kleines Dorf hinter dem Klippenberg unweit von Waldeck.

Das ehemalige Kloster in Berich war ein angesehenes und reiches Benediktiner Nonnenkloster, das im Zuge der Reformation gegen Ende des 16. Jahrhunderts aufgelöst wurde.

Stifter des Klosters Ende des 12. Jahrhunderts war Engelolph, Graf von Battenberg.

Die gotische Klosterkirche wurde im 13. Jahrhundert erbaut.

Im Zuge der Reformation wurde das Kloster - inzwischen im Besitz der Grafen von Waldeck - nach dem Tod der letzten Priorin Anna von Weiters in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts aufgehoben und in eine Meierei umgewandelt.

Das Dorf Berich wurde bei der Errichtung der Edertalsperre zu Beginn des 20. Jahrhunderts aufgegeben und die Bericher Klosterkirche - um zwei Joche verkürzt - in Neu Berich, einem Ort nahe der Twistetalsperre bei Arolsen, wieder aufgebaut.

Der Bau der Edertalsperre

Als die Edertalsperre in den Jahren 1908 bis 1914 von der Firma Philipp Holzmann AG gebaut wurde, dachte man noch nicht an die touristische Nutzung des Edersees, eher gebaut um der Weserschifffahrt der Weser und dem Mittellandkanal in den Sommermonaten ausreichend Wasser zuzuführen. Die Talsperre dient außerdem der Stromerzeugung. Durch die Flutung verloren damals viele Menschen ihre Heimat. Die Dörfer Asel, Bringhausen und Berich wurden abgetragen und versanken in den Fluten.

Die Bewohner wurden umgesiedelt, teils nahe der alten Dorfstätte in höher gelegene Gebiete. Neu-Berich entstand nahe Bad Arolsen.

Edersee bei Niedrigwasser

Mauerreste von Alt-Berich

Besonderes Interesse weckt der Edersee immer dann, wenn der Wasserstand besonders niedrig ist. In diesem Fall werden zahlreiche alte Bauwerke und Ruinen sichtbar, die sonst unter dem Wasser verborgen sind.

Wenn der Edersee Niedrigwasser führt, kann man die alte Eder-Brücke des versunkenen Ortes Asel sehen. Auch Teile der alten Dörfer werden dann wieder sichtbar.

Zu diesen Bauwerken gehören z.B. die Aseler Brücke und die Trümmer von Berich.

siehe auch

Weblinks