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Der Heimat- und Geschichtsverein Wolfhagen wandelte bei einer Halbtagesfahrt auf den Spuren der Krypten in Warburg und Wethen. (Hermann Neumeyer)

Auch zur Petrikirche auf dem Schützeberg könnte eine derartige romanische Krypta gehört haben, „die vielleicht heute noch mit ihren Fundamenten unter den Gesteinstrümmern auf dem Schützebergplateau bei Wolfhagen ruht und ausgegraben werden könnte, wenn man die Genehmigung und Mittel dazu hätte“, meint der stellvertretende Vorsitzende Hermann Neumeyer. So diente diese Fahrt auch der Vorbereitung auf das Schützebergfest an Pfingsten.

Die Warburger Krypta unter der jetzigen Erasmuskapelle auf dem Burgberg geht als Unterkirche noch auf die im Dreißigjährigen Krieg zerstörte romanische Andreaskirche zurück. Neumeyer erläuterte vor Ort, welch große Bedeutung für den alten Hessengau zwischen Eder und Diemel die frühere Warburger Burg mit der Andreaskirche unter den ottonischen Kaisern im 11. und 12. Jahrhundert gehabt hatte. In einer Gaststätte in Wethen referierte Hermann Neumeyer vor 50 Fahrtteilnehmern über die Geschichte von Wethen.

Dabei schlug er einen Bogen von der Landnahme durch die sächsischen Engern im 8. Jahrhundert über die Zeit der Grundherrschaft unter dem Kloster Corvey und unter den Waldecker Grafen bis hin zur Bauernbefreiung aus der Grundherrschaft vor 150 Jahren.

Bei der Wethener Krypta, einzigartig im gesamten nordhessischen Raum, handelt es sich noch um einen Teil der alten Wethener Ministerialenburg des Udo von Wethen aus der Zeit der Corveyer Grundherrschaft.

Abschließend besichtigte die Gruppe noch das 1822 im Biedermeierstil neu errichtete Kirchenschiff der Wethener Kirche mit ihren Kunstwerken, die den Dreißigjährigen Krieg überstanden hatten, und beschloss die gelungene Fahrt mit einer Vorführung der Wethener Orgel durch Hermann Neumeyer.[Kategorie: Geschichte]