Belgier Siedlung

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Belgiersiedlung in Kassel,
mit typischen Gestaltungselementen der 50er Jahre.

Die Belgier-Siedlung (auch Belgische Siedlung) ist eine Reihenhaussiedlung der 50er-Jahre in Kassel. Sie liegt im Ortsteil Wehlheiden westlich des Stadtbezirks Auefeld zwischem Ludwig-Mond-Straße und Adolfstraße.

Geschichte

Sie wurde für die Familien der in Kassel stationierten belgischen Truppen nach den Plänen der Architekten Paul und Theo Bode eine Reihenhaus-Siedlung errichtet. Nach dem Abzug der Belgier übernahm das Bundesvermögensamt (mit Ausnahme des Schulgebäudes, das der Stadt Kassel zufiel) die Siedlung in der Absicht, die Häuser an Bundeswehrangehörige zu vermieten.

Besetzung

Zunächst einmal geschah aber nichts, die Siedlung stand leer – bis im Mai 1971 Studenten die ersten Häuser besetzten. Um Deeskalation bemüht, hielten sich Polizei und Stadt Kassel zurück; die Besetzter bekamen sogar Strom- und Wasseranschlüsse. Das Bundesvermögensamt erklärte sich damit einverstanden, dass die städtische Wohnungsbaugesellschaft GWG die Vermietung der Häuser übernahm. Bald aber schon zog das Amt seine Zusage wieder zurück mit der Konsequenz, dass Anfang Juli 1971 32 Häuser von 250 Menschen, darunter Familien mit Kindern, Lehrlinge und Schüler, besetzt waren. Das wollte das Bundesvermögensamt nicht hinnehmen. Es veranlasste die Räumung, die dann weitestgehend friedlich verlief. Heute ist die Besetzung Geschichte. Die Häuser sind vermietet.

Hauptstraße der Siedlung ist die Belgische Straße.


Quellen und Links