Baunatal

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Volkswagenstadt Baunatal
Baunatal G Poepperl 04072010.jpg
Luftaufnahme vom 4.Juli 2010
Foto:Pöpperl
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Höhe: 210 Meter über NN
Landkreis: Kassel
Baunatal: Straßenverzeichnis Baunatal
Postleitzahlen: Postleitzahlen
Einwohner: 27.723 (31. Dezember 2011)
Postleitzahl: 34225
Telefonvorwahlen: 0561, 05601, 05665
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 14
34225 Baunatal
Website: www.baunatal.de
Bürgermeister: Manfred Schaub (SPD)

Baunatal ist eine Stadt im Landkreis Kassel in Nordhessen und entstand durch den Zusammenschluss der ehemals selbständigen Gemeinden und heutigen Stadtteile Altenbauna, Altenritte, Kirchbauna, Großenritte, Hertingshausen, Rengershausen und Guntershausen als Folge der Ansiedlung eines Werkes der Volkswagen AG im Jahr 1957. Benannt ist die Stadt nach dem Fluss Bauna.

Geografie

Lage

Die Stadt reicht von der Fulda im Osten, bis zum Langenberg im Westen, wo auch der Naturpark Habichtswald beginnt. Baunatal breitet sich am Fuße des zum Habichtswald gehörenden Baunsberg (413 Meter über NN) aus. Durch die Stadt fließt die Bauna, ein Zufluss der Fulda und Namensgeberin der Stadt.

Nachbargemeinden

Im Nordwesten von Baunatal liegt die Gemeinde Schauenburg, nordöstlich die kreisfreie Stadt Kassel. Im Osten liegt die Gemeinde Fuldabrück, im Südosten Guxhagen, im Süden Edermünde und im Westen Niedenstein.

Verkehrsanbindung

Straßenverkehr: Durch das Stadtgebiet führt die Autobahn 49 von Kassel nach Marburg. Baunatal hat drei direkte Abfahrten (Baunatal-Süd, -Mitte und -Nord). Direkt an Baunatal vorbei führt die Autobahn 44. Sie ist über die Anschlussstelle Kassel-Wilhelmshöhe oder die A 49 zu erreichen. Über die A 49 kann auch die Autobahn A 7 relativ schnell erreicht werden.

Eisenbahn: Die Stadt Baunatal hat lediglich über die Stadtteile Guntershausen und Rengershausen Anschluss an die Bahnstrecken von Kassel nach Bebra und von Kassel nach Frankfurt. An den beiden Haltepunkten halten aber lediglich Regionalbahnen.

Foto:Pöpperl
Der Hessencourrier 524 544 auf der Fahrt von Kassel über Baunatal nach Naumburg
Kleinbahn Kassel-Naumburg

Der Güterverkehr vom Volkswagen-Werk rollt über die Gleise der Kassel-Naumburger Eisenbahn (KNE) vom Werk in Baunatal nach Kassel-Wilhelmshöhe.

Seit 2006 fährt auf der Strecke zwischen Kassel und Melsungen die RegioTram RT 5. Im Jahr 2007 wurde zwischen Kassel und Treysa die RegioTram-Strecke RT 9 in Betrieb genommen. Die Orte Guntershausen und Rengershausen sind auf beiden Strecken Haltepunkte.

Bus und Straßenbahn: Es besteht eine Straßenbahn-Verbindung von der Kasseler Innenstadt bis in den Stadtteil Großenritte. Diese Verbindung führt auch am Zentrum von Baunatal vorbei. Sowohl im Stadtgebiet von Baunatal als auch zu den umliegenden Ortschaften gibt es eine Vielzahl von Buslinien.

Die Bauna

Eisenbahnbrücke über die Bauna in Baunatal.

Der kleine Fluß, die Bauna, ist der Namensgeber der Stadt Baunatal. Die Bauna entspringt am Ahrendsberg in der nähe der Ortschaft Schauenburg-Hoof, durchfließt die Stadt Baunatal aus Richtung Schauenburg-Elgershausen kommend, fließt weiter durch Altenritte, in Altenbauna durch den Stadtpark vorbei an der Kirche und durch die Kleingartenanlage nach Kirchbauna und von hier in Richtung Guntershausen. Dort mündet sie in der Fulda.[1]

Stadtgeschichte Baunatal

Die Stadt Baunatal ist eine Stadt mit sieben Stadtteilen. 1957 sucht die Volkswagen AG nach einem neuen Standort für ein neues Werk in der Bundesrepublik Deutschland. Alsbald wurde man nahe Kassel fündig.

Hier gab es das Gelände der ehemaligen Henschel Flugmotorenwerks. Das Gelände wurde seit Kriegsende nur noch geringfügig genutzt. Die Firma Henschel verkaufte den gesamten Komplex an Volkswagen.

Alsbald begann Volkswagen mit der Produktion, und schon 1960 arbeiteten über 6.000 Menschen auf dem Werksgelände.

Durch diese rasante Entwicklung in der Gemeinde Altenbauna, auf deren Gemarkungsfläche das VW-Werk lag, war es wichtig, neue Kooperationen einzugehen, da durch die Werksansiedlung auch ein verstärkter Zuzug zu verzeichnen war. Dies bedeutete, dass eine entsprechende Wohninfrastruktur geschaffen werden musste. Zunächst entstand dann durch den Zusammenschluss der ehemals selbständigen Gemeinden Altenbauna, Altenritte und Kirchbauna am 1. Januar 1964 die damalige Gemeinde Baunatal.

Am 1. Juli 1966 schlossen sich dann die Gemeinden Baunatal und Großenritte zusammen. Außerdem verlieh die hessische Landesregierung dieser neu gebildeten Kommune die Stadtrechte. Die Urkunde wurde vom damaligen hessischen Innenminister Heinrich Schneider überbracht. Damit war die Stadt Baunatal geboren. Erster Bürgermeister wurde Horst Werner. Zu diesem Zeitpunkt hatte die "neue" Stadt Baunatal bereits 11.705 Einwohner. Im VW-Werk arbeiteten zu diesem Zeitpunkt mehr als 13.400 Menschen.

Am 1. Oktober 1971 schloss sich die Gemeinde Hertingshausen der Stadt Baunatal an. Am 1. August 1972 schließlich folgte noch die Gemeinde Buchenhagen, die von den ehemals selbständigen Gemeinden Guntershausen und Rengershausen gebildet worden war. Die Stadt Baunatal hatte nunmehr 19.300 Einwohner.

Stadtwappen

Stadtwappen Baunatal

Das Wappen der Stadt Baunatal spiegelt in heraldischer Form durch seine Vierfach-Gliederung den Zusammenschluss der Gemeinde Baunatal mit den Ortsteilen Altenbauna, Kirchbauna, Altenritte und der Gemeinde Großenritte zur Stadt Baunatal im Jahr 1966 wider.

Märchenskulpturen

In den Baunataler Stadtteilen gibt es eine ganze Reihe von Märchenskulpturen, darunter den gestiefelten Kater in Rengershausen, die sieben Raben in Altenbauna, Hänsel und Gretel in Kirchbauna und den Froschkönig in Großenritte. Auch Baunatal versteht sich als nordhessische Märchenstadt. Immerhin stammte die wichtigste Zuträgerin der Brüder Grimm, Dorothea Viehmann, von der Rengershäuser Knallhütte. [2]

Weitere Standorte von Märchenskulpturen sind in Baunatal der "Märchenbrunnen" in der Fußgängerzone mit den Gebrüdern Grimm und der Märchenerzählerin Dorothea Viehmann und "Sterntaler" beim Sportplatz Guntershausen.

Politik

Bürgermeister und Magistrat

Bürgermeister Manfred Schaub

Der Magistrat der Stadt Baunatal besteht aus zehn ehrenamtlichen Stadträten sowie aus dem hauptamtlichen Ersten Stadtrat und dem hauptamtlichen Bürgermeister.

Den Vorsitz im Magistrat führt Bürgermeister Manfred Schaub seit dem 1. Juni 2005 und wurde am 27. März 2011 für weitere sechs Jahre von 74,3 Prozent der der Wähler der Stadt Baunatal gewählt. Die ehrenamtlichen Stadträte werden auf die Dauer von fünf Jahren gewählt.



Sitzverteilung Stadtparlament Baunatal nach der Wahl 2016

Sitzverteilung 2016 nach der Wahl Stadtparlament Baunatal. Foto, Grafik & Design Günther Pöpperl











Landrat

Landrat im Landkreis Kassel ist Uwe Schmidt, SPD. Er ist seit 2009 Landrat.

Im Mai 2014 nominierte der Kreisvorstand der CDU im Landkreis Kassel Patrick Weilbach aus Baunatal als Landratskandidaten für die Wahl 2015.

Wahlkreise

Bundestag

Landtag


Wirtschaft, Gewerbe- und Industrie

Kirchen in Baunatal



Öffentliche Einrichtungen und Museen

Stadtmuseum Baunatal

Das Stadtmuseum befindet sich im Mühlenweg 4 im Stadtteil Altenritte. Das Stadtmuseum vermittelt Eindrücke in die Geschichte Baunatal im 20. Jahrhundert. Hierbei bildet die Industrialisierung der Region und der Stadt Baunatal einen Schwerpunkt.

Heimatmuseum "Hessenstube"

Das Heimatmuseum Hessenstube befindet sich im Stadtteil Altenritte in der Ritterstraße 1. Hier werden die Lebens- und Arbeitswelt der Menschen von der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis etwa in das Jahr 1930 hinein dargestellt.

Die Stadthalle Baunatal

ist der Ort für Musik und Unterhaltung. Das Kongress- und Tagungszentrum bietet Platz für bis zu 800 Personen (reihenbestuhlt bis zu 1.000 Plätze). Für Ausstellungen und Messen stehen 1.500 Quadratmeter Fläche zur Verfügung.

Der Aqua-Park Baunatal

Der Aqua-Park ist ein Freizeitbad in der Region Nordhessen. Das Bad verfügt über ein Freizeit- und ein Sportbad. Das Sportbad verfügt über ein Dach, das man je nach Wetterlage öffnen oder schließen kann. Das Freizeitbad verfügt über ein Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken. Es gibt ein Springerbecken mit 1 und 3 Meter Brett sowie 5 Meter Turm und ein Außenbecken mit verschiedenen Massageanlagen. Außerdem hat das Bad zwei Rutschen.

Der Stadtpark

im Baunataler Stadtteil Altenbauna ist Treffpunkt für verschiedenste Sport- und Freizeitaktivitäten.

Städte-Partnerschaften

Partner der Stadt Baunatal.jpg



Persönlichkeiten

Sehenswürdigkeiten

Sehenswürdigkeiten in Baunatal

Sport und Vereine

Panorama Rundsporthalle und Baunsberg in Baunatal - Foto: Adam Ritze

Die Rundsporthalle in Baunatal am Stadtpark Baunatal wurde 1982 eröffnet und eingeweit und ist zentrale Veranstaltungsstätte für sportliche und kulturelle Veranstaltungen. Von März 2010 bis Februar 2011 wurde diese Halle umfassenden Saniert und ab dem 19. Februar 2011 für den Sportbetrieb wieder freigegeben. Neben der Runssporthalle spielt auch das Parkstadion Baunatal eine wichtige Rolle.

Sportvereine

  • Großenritter Sportverein Eintracht Baunatal e.V.(GSV)
  • TSV Hertingshausen

Weitere Vereine

  • Verein der Briefmarkenfreunde Baunatal

Wandern


Weiterbildung und Schulen


Radwege

siehe auch

Weblinks und Quellen

Quellen

  1. Quelle www.baunatal-info.de
  2. HNA-online vom 23.10.2012: Hänsel und Gretel für Kirchbauna

Weblinks




Stadtteile der Stadt Baunatal
Stadtwappen Baunatal
Stadtlogo Baunatal

Altenbauna | Altenritte | Großenritte | Guntershausen | Hertingshausen | Kirchbauna | Rengershausen


Straßen in den Stadtteilen der Stadt Baunatal
| Altenbauna | Altenritte | Großenritte | Guntershausen | Hertingshausen | Kirchbauna | Rengershausen


Städte und Gemeinden im Landkreis Kassel
WappenLkKassel.jpg

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