Basilika St. Johannis in Adorf

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Blick zur Kirche in Adorf
Kirche in Adorf - Altarraum
Blick zur Orgel
Kirche in Adorf

Die romanische Basilika St. Johannis in Adorf wurde dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht.

Bauwerk

Der Kirchbau war in früheren Zeiten eine Wehrkirche (wahrscheinlich als Gründung des Klosters Corvey) und entstand vermutlich zwischen 1180 und 1190 als Gewölbebasilika.

Der fast fensterlose Kirchturm weist Ähnlichkeiten mit Türmen aus dem 11. und 12. Jahrhundert im benachbarten Westfalen auf. Er wurde bereits um 1200 als Wehrturm errichtet.

Die querschifflose Gewölbebasilika besticht durch einfache aber kräftige Formen und wurde überwiegend aus Kalkstein von der Hochfläche ostwärts von Adorf erbaut.

Der beinahe quadratische Chor schließt mit einer halbrunden Apsis ab, von den Apsiden der Seitenschiffe ist nur die nördliche erhalten.

Das Hauptschiff der heute evangelischen Pfarrkirche ist in drei Joche mit querrechteckigem Grundriss unterteilt. Hier steht ein Standbild von Martin Luther, das der in Adorf geborene Bildhauer Ernst Paul geschaffen hat.

Bemerkenswert im Innnern der Kirche sind insbesondere die Kanzel aus dem Jahr 1610 und der Altaraufsatz mit einem Abendmahlgemälde aus dem Ende des 17. Jahrhunderts sowie Reste der ehemaligen Seitenemporen mit ländlichen Malereien, die bei Renovierungsarbeiten Im Jahr 1963 freigelegt wurden.

Geschichte

Der Ort Adorf wurde bereits im Jahre 1120 erstmals urkundlich erwähnt und war im Mittelalter ein befestigter Marktort.

Die Kirche St. Johannis (St. Johannes) in Adorf ist die größte und bedeutendste romanische Dorfkirche in der Region. Und sie gehört zu den ältesten im nördlichen Waldeck. Bis zum Jahr 1215 war hier der Sitz eines Archidiakonats (ab 1231 eines Vize-Archidiakons), zu dessen Amtsbereich neben Adorf die Pfarreien in Heringhausen, Flechtdorf, Schweinsbühl, Eimelrod und Usseln gehörten, bevor die Pfarrei dem Archidiakonat Horhusen (heute Niedermarsberg) eingegliedert wurde.

Als erster evangelischer Pfarrer amtierte 1529 Heinrich Volcwin im Kirchspiel Adorf.

Literatur

siehe auch

Weblinks