Bartenwetzerbrücke

Aus Regiowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Bartenwetzerbrücke-Melsungen.jpg

Die Bartenwetzerbrücke ist ein Bauwerk über den Fluss Fulda in der Stadt Melsungen.

Die Brücke hat ihren Namen von den Holzfällern, die in den Stadtwald zogen. Sie wetzten ihre Äxte (Barten) an den Sandsteinen der Brücke, um sie zu schärfen.

Hierdurch erhielten die Melsunger auch ihren Spitznamen "Die Bartenwetzer".

Geschichte

An dieser Stelle ist erstmals 1395 ein Brückenbauwerk belegt, das vermutlich im 13. Jahrhundert erbaut wurde. Das Bauwerk war vermutlich bereits aus Stein und wurde beim Winterhochwasser 1552 zerstört.

Bis zur Errichtung einer Holzbrücke 1564 behalf man sich mit einem Fährbetrieb über die Fulda

Die Bartenwetzerbrücke wird von 1595 bis 1596 als steinerne Überquerung der Fulda erbaut. Auf Grund der kurzen Bauzeit ist davon auszugehen, dass die Brücke auf der Gründung und Resten der Vorgängerbrücke errichtet wurde.

1643 wurde die Brücke beim Winterhochwasser so beschädigt, dass sich ein Riss bildete, der mit den, noch heute zu sehenden, Eisenklammern gesichert werden musste. 1655 kam es zu einem ähnlichen Schaden.

Im Zweiten Weltkrieg wurden 1945 zwei Bögen der Bartenwetzerbrücke gesprengt.

Nach dem Krieg wurde die Brücke zunächst provisorisch wieder aufgebaut, bis 1956 die gesprengten Bögen in Fertigbeton wieder aufgebaut wurden.

1966 wurde auf der dem Fuldawehr zugewandten Seite ein provisorischer Fußgängersteg angebaut, um die Verkehrsfläche auf der Brücke zu erhöhen. Der Steg wurde 1973 durch Betonfertigteile ersetzt.

Mit Fertigstellung der Melsunger Schlossbrücke 1983 hat die Bartenwetzerbrücke ihre Verkehrsfunktion für den Autoverkehr verloren. Sie wurde daher in den Jahren 1986 und 1987 umfassend renoviert und in ihrem ursprünglichen Erscheinungsbild wieder hergestellt. Seither wird sie nur noch durch Fußgänger genutzt.

Zum Bauwerk

Blick von der Bartenwetzerbrücke in Melsungen auf die Fulda

Die Brücke ist ca. 115 Meter lang und hat eine Breite von 6,90 Meter.

Sie besteht aus sechs Bögen, mit einer Weite von 8,95 Meter, 12,46 Meter, 14,73 Meter, 16,26 Meter, 16,52 Meter und 16,80 Meter vom Fuldawehr aus gesehen.

Auf der dem Wehr zugewandten Seite haben die Brückenpfeiler dreieckige spitze Eisabweiser, flussabwärts sind die Pfeiler mit Rundbögen versehen.