Balthasar Ludwig Müller

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Oberbergbauinspektor Balthasar Ludwig Müller (auch: Ludwig Balthasar Müller), auf dessen Gründung der Kupferbergbau in Thalitter zurückgeht, starb im Jahre 1746 und wurde neben seiner bereits im Jahr 1730 verstorbenen Ehefrau Ursula Marianne in der evangelischen Bergkirche zu Thalitter beigesetzt.

An ihn und seine Ehefrau erinnern in der Kirche eine große Grabplatte aus Kupfer vor dem Altar, ebenso ein Ölgemälde an der linken Wand im Kirchenschiff aus dem Jahr 1730.

Leben und Werk

Balthasar Ludwig Müller war Münzmeister von Hanau und späterer Berginspektor von Thalitter.

Im Jahre 1708 kam er zunächst nach Bergfreiheit und wurde mit den im waldeck'schen Amt Wildungen befindlichen Bergwerken belehnt. Er erkannte aber offenbar sehr bald, dass keine großen Erzvorräte anstanden und trennte sich wieder von seinen hier erworbenen Anteilen.

Im Jahre 1710 teufte Balthasar Ludwig Müller in der Appelau bei Dorfitter den ersten Schacht ab und rasch folgten weitere Schächte in der Gemarkung von Thalitter. Unter Landgraf Ernst Ludwig von Hessen-Darmstadt, der dringend auf die Einnahmen angewiesen war, wurde der Bergbau am Ort gefördert. 1712 entstand eine Kupferhütte bei [Thalitter]] und 1715 erhielt der Ort ein Bergamt.

An den Kupferbergbau in Thalitter, einst eine wohlhabende "freie Bergstadt", in den Jahren zwischen 1710 und 1868 erinnern auch die Bergkirche in Thalitter und das dreigeschossige Fachwerkhaus (das "Große Haus") am Ort, das vermutlich einst als Herrenhaus für Landgraf Georg III. von Hessen-Darmstadt-Itter erbaut wurde und im 18. und 19. Jahrhundert Sitz des Bergamts war.

Literatur

  • Itterische Berg-Ordnung, ‚‘wie solche vom Fürstl. Berg-Ambt daselbst errichtet und darauf gnädigst confirmiret, auch ferner um mehrerer Nachrichten willen zum Druck befördert und publiciret worden. Anno 1718‘‘
  • Christian Paul, Die Geschichte des Itterschen Kupfer-Bergwerks, Korbach 1939

siehe auch

Weblinks