Bahnhofsmission

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1877 gründeten Frauen aus sieben europäischen Ländern den internationalen "Bund der Freundinnen junger Mädchen". Ziel war der Schutz junger Frauen, die durch die Industrialisierung in die Stadt kamen. Es wurde die Abholung an Bahnhöfen vereinbart, Stellen vermittelt und Wohnheime eingerichtet. Daraus entwickelte sich 1894 die erste evangelische Bahnhofsmission in Berlin, ein Jahr später wurde durch Initiative von Frauen in München die erste katholische Bahnhofsmission eröffnet.

In Kassel gründeten zwei Frauen 1899/1900 die erste Bahnhofsmission, die im Februar 1900 im Hauptbahnhof ihre Arbeit aufnahm. Nach dem Neubau des IC-Bahnhofs wurde die Bahnhofsmission am neuen Bahnhof Wilhelmshöhe 1990 eröffnet.

Fünf Jahre später wurde die Bahnhofsmission am alten Bahnhof geschlossen. Täglich nutzen etwa 30 Menschen das Angebot der Mission. Zum Monatsende werden es mehr. Viele ärmere Menschen holen sich dann Essensspenden ab.

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