Bahnhof Hofgeismar

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Hofgeismar - Bahnhof

Der Bahnhof Hofgeismar liegt an der Bahnstrecke Warburg - Hofgeismar - Kassel und wird von der RegioTram und den Regional-Zügen der DB angefahren (RT 3 von Warburg über Hofgeismar und Kassel-Hauptbahnhof bis Auestadion).

Geschichte

Der Hofgeismarer Bahnhof

Der Hofgeismarer Bahnhof wurde etwas abseits der Kernstadt Hofgeismar im Jahre 1848 als repräsentatives Empfangsgebäude der Friedrich-Wilhelms-Nordbahn errichtet und verfügte, wie damals auch andernorts üblich, über ein separates Fürstenzimmer.

Für die damals nur etwa 4.000 Einwohner zählende Stadt Hofgeismar war das Bahnhofsgebäude etwas groß geraten. Offenbar wurde beim Bau auch der Tatsache Rechnung getragen, dass sich die Stadt zur Garnisionsstadt entwickelt hatte.

Vom Bahnhof aus führte die Brunnenstraße bis zum Schlösschen Schönburg mit seiner attraktiven Parkanlage und den damals noch betriebenen Badehäusern im Stadtteil Bad Gesundbrunnen.

Bereits im Jahre 1723 war zwischen der Stadt Hofgeismar und dem Gesundbrunnen eine Kastanienallee angelegt worden.

Nach seiner Errichtung im Jahre 1848 blieb das Bahnhofsbauwerk etwa 90 Jahre hinweg unverändert, bevor es verschiedene Umbauten erfuhr.

Neubauplanungen zum Hessentag 2015

Nicht zuketzt der Hessentag 2015 in Hofgeismar gab 2014 Anlass zu Neubauplänen. Gut ein Jahr vor Beginn des Hessentags ließ Bürgermeister Heinrich Sattler keinen Zweifel daran, dass das Projekt Bahnhofsneubau bis zum Hessentag komplett über die Bühne gegangen sein wird und Hofgeismar seine Gäste in einem völlig neuen Bahnhofsambiente begrüßen könne. Die Flächen der ehemaligen Tankstelle Köhler, wo neue Parkplätze entstehen sollen, sind bereits von der Stadt erworben. Mit der Deutschen Bahn, der noch die Flächen der Ladestraße und der ehemaligen Güterabfertigung auf der Westseite der Gleise gehören, befinde man sich in finalen Verhandlungen. [1]

Zur Geschichte der Eisenbahnstrecke

RegioTram der NVV am Bahnhof Hofgeismar

Die Friedrich-Wilhelms-Nordbahn war die erste kurhessische Eisenbahn (nach der preussischen Annexion 1866: Hessische Nordbahn). Neben dem Bahnhof in Hofgeismar entstand ein weiterer Bahnhof im heutigen Hofgeismarer Stadtteil Hümme. Dort führte eine Strecke weiter in Richtung Warburg zur "Königlich-Westfälischen Eisenbahn". Eine weitere Strecke führte von Hümme nach Karlshafen, (Carlsbahn genannt).

In ihrer Gesamtheit entstand die „Friedrich-Wilhelms-Nordbahn“ ab 1844. Die Teilstrecke von Hümme nach Grebenstein (Länge 11,48 km) wurde am 30.03.1848 eröffnet, eine weitere Teilstrecke von Kassel Hbf nach Grebenstein (Länge 20,59 km) am 29.08.1848.

(Quelle: Handbuch der deutschen Eisenbahnstrecken, Deutsche Reichsbahn 1935)

Die ersten Lokomotiven auf der Strecke ("Hirsch" und "Sababurg") wurden von einer amerikanischen Firma (Firma Norris in Philadelphia) bezogen, bevor die erste einheimische Lokomotive ("Drache" zum Preis von 15.686 Talern) der Kasseler Maschinenbaufirma Henschel im Jahre 1848 auf der "Nordbahn" ihren Dienst aufnahm.

Auf der Strecke von Warburg (Westfalen) nach Kassel lagen im Gebiet des Altkreises Hofgeismar folgende Stationen:

Seit Mai 2005 verkehrt die RegioTram der NVV auf der Strecke KasselHofgeismarWarburg.


Sprengstoffalarm

Am 29. November 2014 wurde auf dem Bahnhof in Hofgeismar am Abend Sprengstoffalarm von der Bundespolizei ausgelöst. Auf einem Bahnsteig wurde ein herrenloses Gepäckstück gefunden - nach einer Untersuchung erwies sich die Tasche aber als harmlos.[2]

siehe auch

Weblinks und Quellen

HNA-Artikel

  1. HNA-online vom 7.6.2014: Für den Hessentag - Umbau des Bahnhofs in Hofgeismar startet am 10. Juli
  2. Aus HNA.de vom 29. November 2014: Nach Taschenfund: Sprengstoffalarm am Hofgeismarer Bahnhof

Quellen

  • Alt-Hofgeismar, Bilder aus einer vergangenen Zeit 1870 - 1925, herausgegeben und erläutert von Helmut Burmeister und Klaus-Peter Lange, Hofgeismar 1979
  • Klaus-Peter Lange, Die Straßennnamen der Stadt Hofgeismar, Hofgeismar 2009

Weblinks