Bahnhof Göttingen

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Bahnhof Göttingen (selber fliegen?)

Der Hauptbahnhof in Göttingen ist ein ICE-Halt im innerdeutschen Fernverkehr.

Er entstand 1854 als Endhaltepunkt der Hannöverschen Südbahn gebaute Bahnhof schließt sich westlich an den Göttinger Stadtkern an. Weit mehr als einhundert Jahre dauerte der auf dem Teilstück Göttingen - Münden eröffnete Eisenbahnverkehr, der nach der Einstellung des Personenverkehrs über Dransfeld im Mai 1980 über Eichenberg geführt wurde.

Zeittafel (Quelle: Bahnhofmanagement Göttingen)

Jahr Ereignis
1851 Der Magistrat der Stadt Göttingen beantragt den Bau eines Bahnhofs westlich der Innenstadt. Die Architekten Adolf Funk, Conrad Wilhelm Haase und Julius Rasch planen das Gebäude nach dem Vorbild des Hannoverschen Hauptbahnhofs im Rundbogenstil und aus Naturstein.
31. Juli 1854 Der Bahnhof Göttingen nimmt als Endpunkt der Hannoverschen Südbahn den Betrieb auf.
1867 Bau der Bahnstrecke Bebra-Göttingen.
um 1900 Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes mit Palmen, die im Sommer eine exotische Atmosphäre vermitteln.
1945 Bomben zerstören den Bahnhof und die Gleise weitgehend. In der Nachkriegszeit baut die Deutsche Bundesbahn den Bahnhof und die Halle wieder auf, allerdings in vereinfachter Form und mit veränderten Fassade.
1960er Jahre Umbau des Bahnhofsvorplatzes durch die Stadt, Errichtung des Zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB) südlich des Bahnhofs.
1963 Anschluss an das elektrische Streckennetz.
1976 Die Entscheidung für die Trassenführung der Neubaustrecke Würzburg-Hannover ist nach Protesten des Landes und mehreren Gutachten gefallen – zugunsten von Göttingen. Noch 1971 sah die Planung eine Streckenführung über Holzminden vor.
1984 bis 1989 Im Rahmen des Ausbaus der Schnellfahrstrecke Würzburg-Hannover modernisiert die Deutsche Bahn die Verkehrsstation Göttingen: Der Bahnsteig D kommt 1987 neu hinzu; Bahnsteig C wird abgerissen und nach dem Vorbild des Bahnsteigs D wieder aufgebaut (Inbetriebnahme 1988/89); Teile des Ausbesserungswerkes weichen dem nun geplanten Westeingang; Güterzüge können die beiden Neubaustreckengleise 8/9 und 10/11 fortan mit maximal Tempo 120 km/h durchfahren.
1996 bis 1998 Erneute Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes. Für die wachsende Anzahl an Fahrrädern errichtet die Stadt ein Fahrrad-Parkhaus direkt neben dem Empfangsgebäude. An der Ostseite erhält der Busbahnhof eine Pergola.
1998 bis 2000 Die Westseite des Bahnhofsvorplatzes wird verkehrsberuhigt. Auf dem Gelände dahinter entstehen ein Parkhaus, ein Intercity-Hotel, ein Presse- und Medienhaus sowie eine Volkshochschule. Die ehemalige Lokhalle wird zum Veranstaltungszentrum umgebaut.
1999 bis 2007 Sanierung der Empfangshalle und der Verkehrsstation durch die DB Station&Service AG (Kosten: 13,8 Millionen Euro) anlässlich der Expo (inklusive Landes- und städtischer Mittel). Phase 1: Erweiterung des Unterführungstunnels im Bereich der Altbahnsteige A und B sowie Erweiterung der Einzelhandelsflächen; Phase 2: Sanierung der Altbahnsteige mit Bahnsteigüberdachung und Einbau von Aufzügen; Phase 3: Vollständige Renovierung der Eingangshalle: Einbau von neue Toiletten und Gepäckschließfächern, die drei Durchfahrgleise zwischen Empfangsgebäude und Bahnsteig A werden auf ein Gleis reduziert – Fertigstellung März 2007
2010/2011 DB Station&Service AG lässt das Empfangsbäude im Rahmen der Konjunkturprogramme energetisch sanieren.
2011/2012 Bau von zwei neuen Aufzügen (Bahnsteig 8/9 und 10/11).
2012 Erneuerung und Erweiterung der Fahrradabstellanlagen durch die Stadt.
2013 Die Göttinger Station wird mit dem Titel "Bahnhof des Jahres" ausgezeichnet.
Mai 2014 Erneuerung der dynamischen Fahrgastinformationsanlagen zur Verbesserung der Informationsqualität im Stadtbus- und Regionalverkehr.
Herbst 2015 Auf dem Bahnhofsvorplatz wird ein umstrittenes Denkmal aufgestellt. Private Stifter machen das Projekt möglich.

siehe auch