Bahnhof Fürstenwald

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Bahnhof Fürstenwald: Still, sauber, übersichtlich

Fürstenwalds Bahnhof ist ein Mini - aber mit angenehmem Charakter

Aus einem Artikel in HNA-online vom 28.07.2010:

Fürstenwald. Ländlich-verschwiegen seine Lage, modern und frisch das Erscheinungsbild: Der Bahnhof Fürstenwald liegt fernab der großen Routen, bietet seinen Nutzern aus der näheren Umgebung aber eine schnelle Schienenverbindung nach Kassel in der einen Richtung und über Wolfhagen nach Korbach in der anderen.

An sieben Tagen in der Woche macht hier vom frühen Morgen bis in den späteren Abend hinein die Regiotram (RT 4) im Stundentakt Halt und befördert ihre Fahrgäste binnen einer knappen halben Stunde direkt bis ins Herz der Fulda-Metropole, an den Königsplatz, oder zurück. Nach Aufnahme Fürstenwalds in den Kassel-Plus-Tarif ist der Fahrpreis deutlich gesunken, zugleich hat die Zahl der Bahnpendler aus der Großgemeinde Calden spürbar zugenommen.

Nach Westen schnurrt die RT 4 bis Wolfhagen, die längere Strecke bis ins Waldecker Land wird von der Kurhessenbahn bedient.

Beschaulich geht es zu auf diesem kleinen, stillen und übersichtlichen Bahnhof, umrahmt von Feldern und den Wohnhäusern des westlichen Ortsrands. Am unbeschrankten Bahnübergang können Fahrzeuge und Fußgänger niveaugleich das Gleis überqueren. Für die Fahrgäste führt der Weg direkt von der Straße auf den adrett wirkenden Bahnsteig, der an seinem vorderen Ende gleichzeitig als Wartezone für Buspassagiere dient (die Linie führt über Calden nach Grebenstein). Hier wurde erst vor drei Jahren alles neu geschaffen: der modern gestaltete Wartebereich mit zwei Holzbänken und einem hellen Schutzdach, dazu eine Buswendeschleife, in ihrer Mitte fünf Pkw-Stellplätze für behinderte Motorisierte. ...

Umsteigende Fahrradfahrer finden zusätzlich zu Ständern für ihre Bikes auch sechs abschließbare Fahrradboxen für eine sichere und trockene Aufbewahrung vor. Sie können bei der Gemeinde Calden gemietet werden. Informationen über Bike & Ride gibt es im Rathaus unter 0 56 74/7 02 25.

Der Bahn-Service dagegen präsentiert sich im Minimalformat: Der NVV bietet eine elektronische Zuginformationsanzeige, einen Fahrkartenautomaten, einen Ticketentwerter und diverse Infos zu Fahrplänen, Streckennetz und Tarifzonen, auch für Beleuchtung ist gesorgt. Doch dann ist Schluss.

Ohne Personal

Personal oder Toiletten gibt es auf dem Fürstenwalder Bahnhof schon lange nicht mehr. Das über 100 Jahre alte Bahnhofsgebäude befindet sich seit gut 30 Jahren in Privateigentum. Auf der dem Bahnsteig abgewendeten Seite, wo im Freien installierte Metallobjekte Blicke auf sich ziehen, offenbart das historische Backsteinhaus seine neue Bestimmung: Hier arbeitet Bildhauerin Cordula Klose, die in ihrem kleinen Café Bahnhof Fürstenwald nicht nur wechselnde Kunstausstellungen präsentiert, sondern ganzjährig an den Wochenenden Gäste bewirtet (freitags und samstags von 12 bis 20 Uhr, sonntags von 13 bis 20 Uhr, von Mai bis September bis 21 Uhr). ...

von Dorina Binienda-Beer

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