Bad Wildungen

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Bad Wildungen
Wappen Karte
WappenBadWildungen.jpg Deutschlandkarte, Position von Bad Wildungen hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Waldeck-Frankenberg
Geografische Lage: 51° 12′ N, 08° 56′ O
Höhe: 275 m
Fläche: 120,08 qkm
Einwohner: 17.332 (31. Dezember 2011)
Postleitzahl: 34537
Vorwahl: 05621
Kfz-Kennzeichen: KB
Adresse der
Stadtverwaltung:
Am Markt
34537 Bad Wildungen
Website: www.badwildungen.de
Bürgermeister: Volker Zimmermann (FDP)

Bad Wildungen ist eine Stadt im Landkreis Waldeck-Frankenberg in Nordhessen.

Das offizielle Prädikat "Bad" wurde Bad Wildungen im Jahr 1906 verliehen. Vom Land Hessen wurde inzwischen die Trägerschaft für das Hessische Staatsbad Bad Wildungen übernommen, ebenso für die Reinhardshäuser "Bad Reinhardsquelle GmbH".

Aktuelle Ansichten aus der Stadt gibt es über eine Webcam.

Geographie

Lage

Bad Wildungen liegt im Südosten des Landkreises Waldeck-Frankenberg an den Bundesstraßen 253 (nach Fritzlar und Frankenberg) und 485 (nach Korbach).

Das Gebiet der Stadt grenzt an den benachbarten Landkreis Schwalm-Eder.

Stadtteile von Bad Wildungen

Geschichte

Funde aus der Mittelsteinzeit, die Michelsberger Funden oder Grabhügel aus der Bronzezeit belegen eine lange Siedlungsgeschichte.

Ein Dorf Wildungen - im Besitz des Klosters Hersfeld - bestand schon Anfang des 9. Jahrhunderts östlich der heutigen Stadt. Erstmals wurde die "villa Wildungen" um das Jahr 800 im Güterverezeichnis des Klosters Hersfeld erwähnt.

Alt- und Nieder-Wildungen

Wildungen wird erstmals urkundlich als 'Wildungun' in dem um 815 zusammengestellten Verzeichnis der Güter der Abtei Hersfeld, dem Breviarium sancti Lulli episcopi erwähnt.

Um das Jahr 1200 errichtete Friedrich von Ziegenhain, ein Sohn des Landgrafen von Thüringen, der 1185 durch Heirat mit einer Ziegenhainer Erbtochter in den Besitz von Wildungen gekommen war, eine Burg, um die sich der Ort Alt-Wildungen entwickelte.

Nach dem Niedergang der Burganlage entstand 1660 an ihrer Stelle das Schloss Friedrichstein. Das Schloss liegt auf einem 300 Meter hohen Bergkegel und überragt weithin sichtbar die Badestadt.

Nach seinem Regierungsantritt im Jahre 1660 ließ Graf Josias II. von Waldeck die ehemalige Burganlage fast vollständig abtragen, um Platz für ein imposantes Barockschloss zu schaffen, das nach französischem Vorbild enstehen sollte. Bis zu seinem Tod im Jahre 1669 wurde jedoch nur der Westflügel, der heutigen Hauptbau, fertig gestellt.

Unter Fürst Friedrich Anton Ulrich von Waldeck wurde in den Jahren 1707 bis 1714 das Schloss renoviert und - durchaus bescheidener als in den urspürnglichen Planungen vorgesehen - umgestaltet. Der Südflügel mit der davor liegenden Terrasse und die beiden kleineren Seitenflügel wurden errichtet. Graf Friedrich Anton Ulrich von Waldeck wurde auch Namensgeber des Schlosses.

Auf einer kleinen Bergkuppe gegenüber von Alt-Wildungen wuchs der Ort Nieder-Wildungen, der im Jahr 1242 die Stadtrechte erhielt. In seinem Zentrum befindet sich die spätgotische Stadtkirche.

Die evangelische Stadtkirche in Bad Wildungen

Bis in das 13. Jahrundert zurück zu verfolgen ist auch das ehemalige Rathaus der Stadt, das bereits im Jahre 1258 urkundlich erwähnt wurde. An seine Stelle ist das heutige Rathaus im klassizistischen Baustil in unmittelbarer Nähe der Stadtkirche getreten.

Vor dem Rathaus befindet sich der Marktbrunnen der stets zu Ostern geschmückt wird. Ganz in der Nähe steht die evangelische Stadtkirche, eine spätgotische Hallenkirche. Zahlreiche Gassen und Fachwerkhäuser prägen das Zentrum der Altstadt.

Die Stadt, die bis 1904 Nieder-Wildungen hieß, wurde erstmals 1224 erwähnt, berichtet Gerhard Kessler vom Geschichtsverein Bad Wildungen. „Es ist anzunehmen, dass man kurz nach der Gründung der Stadt auch mit dem Bau einer Ringmauer begonnen hat“, sagt Kessler. „Diese Ringmauer hatte eine Länge von etwa 1200 Meter. Die Mauer hatte eine Höhe von etwa sechs bis sieben Meter und an der Grundmauer eine Stärke von etwa 1,5 Meter.“

Von Stadttor zu Stadttor verlief die Stadtmauer und der Mauerwächter lief entlang der Innenseite der Mauerkrone auf einem schmalen und überdeckten Gang, der heute noch sehr gut an dem Mauerprofil am Linden Tor und dem Wegaer Tor zu sehen ist. Verstärkt wurde die Wehrmauer durch drei Wehrtürme, von denen der Rote Hahn und das Rondell noch erhalten sind. Der ehemalige Graue Turm wurde 1833 restlos niedergelegt.

In die Stadt führten drei Stadttore. Das Brunnentor verschwand ebenfalls 1822, das Wegaer Tor verschwand 1824. Das Reitzenhagener- oder auch Lindentor genannt, wurde 1843 abgebrochen.

Am Rande der Altstadt liegt der “Rote Hahn”. Um das Jahr 1300 wurde dieser älteste Wehrturm der Stadt mit rotem Ziegeldach errichtet, der einst als Gefängnis diente. Der Turm, in dem in finsteren Zeiten auch vermeintliche "Hexen" auf ihren Prozess warteten (siehe dazu: Wildunger Hexenprozesse), bietet heute einen großartigen Blick auf Teile der Stadt. Seinen Namen erhielt der Turm nach der Überlieferung von seinem ursprünglich roten, kegelförmigen Ziegeldach mit einer Hahnenspitze.

Auf dem höchsten Punkt des Stadthügels erhebt sich die spätgotischen Stadtkirche von Bad Wildungen, mit deren Bau Mitte des 13. Jahrhunderts begonnen wurde. Bruchsteinmauern stützen die Terrasse, auf der sich das Kirchengebäude befindet, ab. Der hohe Kirchturm prägt schon von weitem das Stadtbild von Bad Wildungen.

Die Kirche gilt als eine der schönsten Hallenkirchen im hessischen Raum. Für die Errichtung verantwortlich waren städtische Baumeister, die die Arbeiten überwachten. Sie waren von der Bürgerschaft jährlich gewählte Vertreter.

Bad Wildungen - Altstadt

Die Stadtkirche war anfangs der Gottesmutter geweiht. Als erster evangelischer Pfarrer trat Johannes Hefentreger seinen Dienst im Jahre 1531 in der Stadtkirche an.

Im Inneren der Kirche findet sich das kunstgeschichtlich wertvolle Altarbild von Conrad von Soest, das 1403 fertiggestellt wurde (siehe auch: Wildunger Altar).

Während auf den Außenseiten vier Heiligendarstellungen zu sehen sind, ist auf den Innenseiten auf 13 Bildfeldern ein christologischer Zyklus dargestellt. Auf der Rückseite des Hauptflügels befand sich bis zur letzten Restaurierung ein unleserlicher Text. Das Kruzifix über dem Altar stammt aus dem Jahre 1518.

Auch das Grabmal des Grafen Josias II. von Waldeck gilt als herausragendes Kunstwerk für den hessisch-westfälischen Raum.

Von 1474 bis 1692 bestand auf Grund einer Erbteilung vorübergehend eine Grafschaft Waldeck-Wildungen. Nach dem Tod von Graf Wolrad I. von Waldeck im Jahre 1475 teilten dessen Söhne die Grafschaft Waldeck auf. Philipp I. bekam die südliche Hälfte Waldeck-Wildungen, sein Bruder Philipp II. den nördlichen Teil Waldeck-Eisenberg.

Erst im Jahre 1692 wurden die Teilgrafschaften wieder vereint. Nach dem Tod seines Vetters, Graf Georg Friedrich von Waldeck-Eisenberg im Jahre 1692 erbte Graf Christian von Waldeck-Wildungen aufgrund eines Erbvertrags dessen Teilgrafschaft und konnte dadurch die Grafschaft Waldeck wieder in einer Hand vereinen.

Sein Sohn Friedrich Anton Ulrich war Graf und späterer Fürst von Waldeck und Pyrmont, nachdem er am 6. Januar 1712 von Kaiser Karl VI. in den erblichen Fürstenstand erhoben worden war. An die Stelle der Grafschaft Waldeck trat so ab 1712 das Fürstentum Waldeck.

Im Jahre 1906 wurde die Stadt Nieder-Wildungen als Heilbad in Bad Wildungen umbenannt und nach dem Zweiten Weltkrieg dann Hessisches Staatsbad.

siehe auch: "Zeittafel von 800 bis heute"

Ein Portrait der Stadt

Fürstenhof

Im Zentrum von Bad Wildungen liegt das Rathaus in unmittelbarer Nähe der spätgotischen Stadtkirche. Das Rathaus entstand im klassizistischen Baustil an der Stelle eines Vorgängerbaus, der erstmals 1258 erwähnt wurde. Heute ist das Rathaus mit zwei grundlegend sanierten Fachwerkhäusern und einem Neubau verbunden.

Die benachbarte Stadtkirche beherbergt im Innenraum das berühmte spätgotische Altarbild des Conrad von Soest.

Ein beliebter Treffpunkt in Bad Wildungen ist der Kurschatten-Brunnen, zwischen der Altstadt und dem Kurviertel gelegen, der - wie das Quellenmuseum - an die lange Geschichte der Stadt als Heilbad erinnert.

Alles begann am Sauerbrunnen

Zu Bad Wildungen gehören seit 1940 die Stadtteile Altwildungen, Reitzenhagen und Reinhardshausen und seit der Gebietsreform im Jahr 1971 auch Albertshausen, Armsfeld, das Schneewittchendorf Bergfreiheit, Braunau, Frebershausen, Hüddingen, Hundsdorf, Mandern, Odershausen und Wega.

Das offizielle Prädikat Bad wurde der Stadt im Jahr 1906 verliehen. Die heilende Wirkung ihrer Quellen ist aber schon seit dem 14. Jahrhundert bekannt und bildete den Grundstein für das örtliche Kurwesen, das ab dem 19. Jahrhundert auch internationale Geltung besaß.

Das "Hotel Kaiserhof" in den 50er-Jahren

Das Kurwesen prägte die Entwicklung des einstigen Ackerbürgerstädtchens und des Nachbarbades Reinhardshausen. In seinen Blütezeiten zählte das Bäderzentrum jährlich bis zu zwei Millionen Übernachtungen - und rangierte damit auf Rang zwei unter den deutschen Heilbädern. Seit ab den 1990er Jahren die Zugangsvoraussetzungen zu öffentlich geförderten Maßnahmen der gesundheitlichen Rehabilitation ('Kuren') stark eingeschränkt wurden, hat sich die Zahl der Kur- und Rehabilitationspatienten in Bad Wildungen nahezu halbiert.

Doch die heute 18.000 Einwohner große Stadt hat ihr Schicksal selbst in die Hand genommen. Sie übernahm vom Land Hessen die Trägerschaft für das Hessisches Staatsbad Bad Wildungen und für die Reinhardshäuser 'Bad Reinhardsquelle GmbH' und setzt mit ihren Kureinrichtungen, den architektonischen Prachtbauten im so genannten Kurviertel, der malerischen Fachwerk-Altstadt, dem größten Kurpark Europas und mit dem Gelände der Landesgartenschau 2006, aber auch mit den Reizen der Region von Natur- und Nationalpark bis zum Edersee auf neue Zielgruppen aus dem Gesundheits-, Tagungs- und Urlaubssegment.

Aufstrebendes Zentrum der Bildung und der Kultur

Neben den traditionellen wirtschaftlichen Hauptsegmenten Rehabilitation, Gesundheitsvorsorge und Wellness bildet sich seit einigen Jahren der Bildungssektor als bedeutender Wirtschaftsfaktor heraus. Bad Wildungen verfügt über zwei Grundschulbezirke mit vier Standorten im Stadtgebiet, ferner über die Auenberg-Grundschule in Odershausen.

Am westlichen Stadtrand, der sog. Ense, entstand vor einigen Jahren die neue Haupt- und Realschule. Das Gustav-Stresemann-Gymnasium und die Hans-Viessmann-Berufsschule komplettieren das schulische Angebot.

Haus an der Bad Wildunger Brunnenallee
(Foto: Senzel)

Neben den o.g. staatlichen Schulen, haben sich eine Reihe privatwirtschaftlich betriebener Schul- und Ausbildungseinrichtungen in Bad Wildungen etabliert: Schon seit den 1950er Jahren ansässig ist die Holzfachschule. Ausbildungszentrum unter anderem für Holztechniker, Holzbearbeitungsmechaniker, Industriemeister der Holzver- und -bearbeitung, Modellbaumeister und technische Kaufleute. Die Weichen sind gestellt für eine Ausrichtung als international wirkendes Kompetenzzentrum der Holzwirtschaft.

Krankenpflegeschulen an der Stadtklinik und der Werner-Wicker-Klinik in Reinhardshausen stehen für den Gesundheitsstandort. Die Physiotherapie- und Massageschule der Bringmann-Akademie bietet Ausbildungsgänge zum Physiotherapeut/in und Masseur/in und medizinischen Bademeister/in. Die Akademie für Gesundheit und Wellness dieser Einrichtung führt die Teilnehmer zum Abschluss als staatlich geprüfte Kosmetiker oder auch Wellness-Kosmetiker. In Zusammenarbeit mit der Berufsakademie startete erst in diesen Tagen ein neuer Studiengang zum Diplom-Physiotherapeuten.

Die Berufsakademie nahm vor einigen Jahren in Bad Wildungen als Studienakademie für Informatik ihre Arbeit auf. Inzwischen hat sich die Einrichtung weiter entwickelt zur Berufsakademie Nordhessen mit Standorten in Frankenberg und Bad Hersfeld. Studienrichtungen mit Bachelor-Abschluss: Internationale Betriebswirtschaftslehre, Informatik, Wirtschaftsinformatik, Logistik Fertigungsprozess-Informatik und Systems Ingeneering. Seit ca. 10 Jahren besteht die Ergotherapieschule Kant und Partner, die die Ausbildung zum Beruf des/der Ergotherapeuten/-in anbietet.

Hundert Dinge ...

Heilquellen und Kurbetrieb

Wildungen ist ein Heilbad mit eisen-, magnesium- und kohlensäurehaltigen Quellen. In keiner Region Deutschlands sind derart viele hochwertige Heilquellen auf einem so eng begrenztem Gebiet zu finden. Dennoch unterscheiden sich die 22 Quellwasser in ihrer Zusammensetzung und somit Wirkungsweise.

Die Helenen-, Georg-Viktor-, Reinhards- sowie Naturquelle sind die wohl bekanntesten Bad Wildunger Heilquellen und werden noch heute abgefüllt und in viele Länder der Welt versandt.

Wieder-Entdecker der Königsquelle in Bad Wildungen war der Mediziner Dr. Carl Rörig, ein vielseitig interessierter Mensch, der rund 40 Schriften aus verschiedenen Wissensgebieten von der Medizin bis zur Heimatgeschichte hinterließ und von 1880 bis Ende 1885 auch Bürgermeister seiner Heimatstadt war. Zur Entdeckung der Königsquelle im Jahr 1869 schrieb er seinerzeit nieder: Am 18. April 1869 hatte ich das Glück ..., an einem sonnigen Nachmittage in dem von meinen Großvater ererbten Eigentume im Nordosten der Stadt Kohlensäurebläschen aufsteigen zu sehen. Schon am nächsten Morgen ließ ich dort schürfen und fand bei drei Meter Tiefe nicht allein den Quellpunkt, sondern auch die alte Brunnenfassung.

Die Weiterentwicklung der Königsquelle hat sich Dr. Rörig fortan intensiv gewidmet. Er ließ die Quelle neu fassen und einen Park anlegen, baute eine Trinkhalle, eine Kolonnade mit Kaffeehäuschen und ein Badehaus mit Dampfbad. In den Folgejahren verfasste er 13 Broschüren, die sich auf die physiologische und therapeutische Wirkung der Königsquelle bezogen. 1898 erbaute er als 71-Jähriger ein Sanatorium für Nieren-, Blasen-, Stein- und Grießkranke mit 40 Zimmern. Schließlich übertrug er im Jahre 1906 die Anlage an die Bad Wildunger Heilquellen AG, der Vorgängerorganisation des späteren Staatsbades.

Die Zeiten der klassischen Trinkkur sind inzwischen ein Stück Vergangenheit. Heute steht die medizinische Rehabilitation mit Kliniken, die die Krankheitsbilder der Orthopädie, der Psychosomatik, der Inneren Medizin und Rheumatologie, der Neurologie, der Onkologie und der Urologie behandeln, im Vordergrund. Auch Einrichtungen der gerontologischen Versorgung (Altenheime, Altenwohnheime, Altenpflegeheime) sind wichtige Dienstleister.

Die Übernachtungszahlen betrugen im Jahr 2002 ca. 1,4 Mio. jährlich. Damit war Bad Wildungen die Stadt mit den zweitmeisten Gäste-Übernachtungen in Hessen nach Frankfurt am Main. Und nachdem der Kurpark von Bad Wildungen mit dem Park in Reinhardshausen verbunden wurde, verweist Bad Wildungen auf den "grössten Kurpark in Europa".

Der Kurpark erstreckt sich - in Bad Wildungen um das LGS-Gelände erweitert - über den historischen Teil mit Konzertmuschel und Wandelhalle, über die Kurparkbrücke nach Reinhardshausen mit Schwahnenteich und eigener Wandelhalle.

Bereits Ende der 1990er Jahre wurde der Kurpark durch eine naturnahe "grüne Brücke" mit dem benachbarten Kurpark in Reinhardshausen zu dem heutigen Großkurpark verbunden, der nun mit einer Fläche von 50 Hektar als der größte Kurpark Europas angesehen werden kann. Darin sind neben Wanderwegen und Joggingstrecken auch Terrain-Kur-Wege speziell für Herz- und Kreislaufpatienten beschildert.

An den zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch durchaus mondänen Erholungs- und Badeort kündet etwa das im Jahre 1904 erbaute Jugendstil-Hotel "Fürstenhof" oder das seit 1856 im Kurpark gelegene "Badehotel". Auf dem Weg vom Kurpark zur Altstadt in Bad Wildungen führt die Brunnenallee unmittelbar am imposanten "Fürstenhof" vorbei.

An der Brunnenallee befand sich auch das Kurmuseum der Stadt (gegenüber dem "Kurschatten-Brunnen"). Heute erinnert das "Quellenmuseum" in der Wandelhalle im Kurpark an die Geschichte der Badestadt.

Kirchen

Die Friedenskirche in Bad Wildungen
Katholische Kirche St. Liborius Bad Wildungen

Zu den Kirchen in Bad Wildungen ist ein Flyer mit dem Titel „Sehenswerte Kirchen in Bad Wildungen und Umgebung“ erschienen. Auf 35 Seiten gibt es interessante Informationen über die 14 evangelischen und zwei katholischen Gotteshäuser. [1]

Zu den Bad Wildunger Kirchen gehören

Hinzu kommen die Kirchen in den Ortsteilen Albertshausen, Armsfeld, Alt-Wildungen, Bergfreiheit, Braunau, Hüddingen, Frebershausen, Hundsdorff, Mandern, Odershausen, Reinhardshausen und Wega (Evangelische Kirche Wega sowie St. Bonifatius - Kirche in Wega).

Die um 1300 erbaute evangelische Stadtkirche in Bad Wildungen wirkt auf viele Besucher besonders faszinierend. Mit dem Altarbild des Malers Conrad von Soest beherbergt die gotische Hallenkirche sogar einen Kunstschatz. Doch auch in den Stadtteilen gibt es Besonderheiten. So gehört die Kirche in Armsfeld zu den drei ältesten Fachwerkkirchen in Hessen und das Hüddinger Gotteshaus zu den ältesten Kirchen im evangelischen Kirchenkreis der Eder.

Kultur und Museen

Landesgartenschau 2006

Unter dem Motto "Natürlich gut" fand vom 15. April bis 3. Oktober 2006 in Bad Wildungen die 3. Hessische Landesgartenschau statt.

Hierzu wurde ein ca. 18 ha großes stadtnahes Gelände umgestaltet. Auch nach dem Ende der Schau blieben zahlreiche Einrichtungen (Aqua Choros, Quellentunnel, Auepark an der Königsquelle, Goldene Gärten, Sonnentreppe, Sport- und Spielaue im Bornebach) erhalten und das Gelände lädt als "Hessens schönster Garten" zum Erkunden ein.

Das stadtnah gelegene Kerngelände der Landesgartenschau 2006 schließt sich östlich an den Kurpark von Bad Wildungen an und reicht bis zum Park an der Königsquelle.

Der Park erstreckt sich jetzt von dem historischen Teil mit Konzertmuscheln und Wandelhalle in Bad Wildungen über die Kurparkbrücke nach Reinhardshausen mit Schwahnenteich und eigener Wandelhalle.

Literatur

Partnerstädte

Bauarbeiten an der historischen Stadtmauer am Lindentor

Bad Wildungen unterhält partnerschaftliche Beziehungen

  • seit 1986 mit der englischen Stadt Saffron Walden. Saffron Walden liegt ca. 50km nordöstlich von London in der Grafschaft Essex. Die Partnerschaft mit der etwa 15.000 Einwohner zählenden Stadt entwickelte sich aus einem Schüleraustausch zwischen der Haupt- und Realschule und der Country-Highschool.
  • seit 1988 mit der chinesischen Stadt Yichun, Provinz Heilongjiang, im Nordosten der Volksrepublik China. Inmitten von Wäldern erst 1958 gegründet, leben heute in Yichun 1,26 Millionen Einwohner. Trotz der großen Entfernung bestehen intensive Kontakte zwischen der Forststadt Yichun und der Bad Wildunger Holzfachschule.
  • seit 1990 mit der französischen Stadt Saint-Jean-de-Maurienne. Der Ort im französischen Alpen-Departement Savoie ist touristisch interessant und mit etwa 11.000 Bewohnern Hauptstadt der Region Maurienne.

Persönlichkeiten

Politik

Bürgermeister

Bürgermeister von Bad Wildungen ist Volker Zimmermann.

Stadtverordnetenversammlung

Seit April 2011 bilden SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP eine Ampelkoalition im Bad Wildunger Parlament (vgl. HNA vom 29. April 2011). Damit regiert erstmals in der Geschichte der Stadt eine Koalition im Stadtparlament.

Wahlkreise

Bundestag

Sehenswürdigkeiten

Sehenswürdigkeiten am Ort

Stadtmuseum in der Altstadt von Bad Wildungen

Sehenswürdigkeiten in der Umgebung

siehe auch

Spritzenhaus - ehemalige Feuerwache

Spezialitäten

Bad Wildungen - Molkerei
Foto: Jörg Schade

Eine Spezialität im Waldecker Land sind Schepperlinge, Kartoffelpfannkuchen, die in Bad Wildungen traditionell mit Speck, Zwiebeln und schwarzem Kaffee serviert werden.

Wie in beinahe ganz Nordhessen kennt man auch in Bad Wildungen die „Ahle Worscht“.

Sport

Ense - Sporthalle

HSG Bad-Wildungen/ Friedrichstein/ Bergheim

Die Handball-Damenmannschaft der HSG Bad Wildungen spielt in der 2. Bundesliga.

SG Bad Wildungen/Friedrichstein

Die erste Fußball-Mannschaft (Seniorenbereich, Herren) spielt aktuell in der Gruppenliga.

Wandern

Wussten Sie schon, dass ... ?

  • ... der spätere General und Grafmarschall von Montenegro Otto Philipp Braun 1798 in Kassel geboren, an der Seite von Simon Bolivar für die Freiheit von Peru, Columbien und Bolivien gegen die Spanier kämpfte? Nach 22jähriger Abwesenheit kam er 1840 in Kassel an und konnte seine Mutter und Geschwister in die Arme schließen. 1869 ist er in Wildungen gestorben. Die Zeitung „La Situarion“ in La Paz widmete ihm einen ehrenvollen Nachruf.
    August Bollerhey, Wehren

siehe dazu auch:

Weblinks und Quellen

Quellen

  1. HNA-online vom 17.2.2011: Gotteshäuser auf 35 Seiten

Weblinks

Brunnenallee - Ansicht





Städte und Gemeinden im Landkreis Waldeck-Frankenberg
WappenWaldeckFrankenberg.jpg

Allendorf | Bad Arolsen | Bad Wildungen | Battenberg | Bromskirchen | Burgwald | Diemelsee | Diemelstadt | Edertal | Frankenau | Frankenberg (Eder) | Gemünden | Haina | Hatzfeld | Korbach | Lichtenfels | Rosenthal | Twistetal | Vöhl | Volkmarsen | Waldeck | Willingen