Bad Sooden-Allendorf - historisches Rathaus Allendorf

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Historisches Rathaus in Allendorf
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Zu den Sehenswürdigkeiten von Bad Sooden-Allendorf gehört das historische Rathaus am Marktplatz von Allendorf, das vor einigen Jahren ein Glockenspiel erhielt.

Bauwerk

Das um 1500 erbaute gotische Rathauses wurde im Dreißigjährigen Krieg im Jahre 1637 zusammen mit der Stadt zerstört.

Schon ein Jahr später erwarb Allendorf aber ein Soodener Fachwerkhaus, das auf den Grundmauern des zerstörten Rathauses errichtet wurde.

Im vorderen Untergeschoß des historischen Rathauses befindet sich der Ratskeller.

Geschichte

Durch eine Schenkungsurkunde Karls des Großen wird bestätigt, dass der Ort bereits seit dem 8. Jahrhundert besteht. Der Name Allendorf und die dortige Pfarrkirche werden in einer Urkunde des thüringischen Landgrafen Ludwig IV. erstmals erwähnt.

Unter dem Dreißigjährigen Krieg hat die Stadt stark gelitten. Im April 1637 griffen kroatische Regimenter die Stadt an, die mit den beiden Kirchen und dem Rathaus fast vollständig niedergebrannt wurde. Nur der steinerne Rathof ist - als heute ältestes Gebäude der Stadt - aus dieser Zeit erhalten geblieben. Nach dem Stadtbrand kauften Allendorfer Ratsherren das Haus eines ehemaligen Siedemeisters und auf den niedergebrannten Grundmauern entstand das neue Rathaus. Allendorf und Sooden hatten damals etwa 2000 Einwohner, von denen knapp 1000 Menschen in der Saline (Salzwerk) beschäftigt waren.

In den folgenden Jahrzehnten entstanden freundliche Häuserzeilen mit Fachwerkbauten, die das einheitliche Straßenbild in der Altstadt prägen. Auch das bereits im Jahre 1637 fertig gestellte Bürgersche Haus ("der Löwe") einer alteingesessenen Familie, die es mit der Salzgewinnung zu Wohlstand brachte, ist bis heute erhalten geblieben.

siehe auch