Bad Arolsen

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Bad Arolsen
Wappen Karte
Wappen von Arolsen
Deutschlandkarte, Position hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Waldeck-Frankenberg
Geografische Lage:
Höhe: 286 m
Fläche: 126,32 qkm
Einwohner: 16.023 (31. Dezember 2011)
Bevölkerungsdichte: 144/ qkm
Postleitzahl: 34454
Vorwahl: 05691 und 05696
Kfz-Kennzeichen: KB
Gemeindeschlüssel: 06 6 35 002
Adresse der
Stadtverwaltung:
Große Allee 26
Website: www.bad-arolsen.de
Politik
Bürgermeister: Jürgen van der Horst (parteilos)

Bad Arolsen ist eine Stadt im Landkreis Waldeck-Frankenberg in Nordhessen mit etwa 16.000 Einwohnern.

Die Stadt war von 1655 bis 1918 Residenzstadt der Fürsten von Waldeck und Pyrmont.

Arolser Stadtteile

Das Bürgerhaus in Arolsen

Ein Portrait der Stadt

Mildes Klima in der Barockstadt

Ein Erholungsparadies – klein aber fein. So kann man die ehemalige fürstliche Residenz Waldeck und Pyrmont umschreiben.

Schloss Arolsen

Arolsen war von 1655 bis 1918 Residenzstadt der Fürsten von Waldeck und Pyrmont, danach bis zum Jahre 1929 Hauptstadt des Freistaates Waldeck.

Die planmäßig angelegte Stadt mit barockem Stadtgrundriss entstand in unmittelbarer Nähe des Schlosses. Das Schloss der Fürsten von Waldeck-Pyrmont in Arolsen wurde im barocken Baustil in den Jahren 1713 – 1728 nach den Plänen von Julius Ludwig Rothweil erbaut.

Bad Arolsen mit seinen rund 18 300 Einwohnern in Kernstadt und elf Stadtteilen hat aber nicht nur kulturell viel zu bieten, sondern auch viel Natürliches.

Die Stadtteile Braunsen, Landau, Neu-Berich, Kohlgrund, Bühle, Helsen, Massenhausen, Mengeringhausen, Schmillinghausen, Wetterburg und Volkhardinghausen bieten neben einem regen Vereinsleben viele schöne Kostbarkeiten, die man für sich entdecken sollte.

Inmitten des Waldecker Landes verfügt Bad Arolsen über ein mildes Klima.

Vielfältige Gesundheits- und Kurangebote warten auf die Gäste. Mit der Heilquelle „Schlossbrunnen“ kann man ganzjährig Trinkkuren durchführen (bei Magen-Darm-Erkrankungen, funktionellen Darmstörungen, Gallenwegs-, Leber- und Stoffwechselerkrankungen).

Kultur und Museen, die faszinieren

Christian Daniel Rauch - Museum

Christian Daniel Rauch ist in Bad Arolsen geboren. Neben der alten Nationalgalerie in Berlin hat Bad Arolsen im Christian Daniel Rauch Museum eine reiche Auswahl der bedeutendsten Sammlungen von Kunst des 19. Jahrhunderts zusammengestellt.

Das Museum ist mehr als ein Museum. Es besteht aus fünf Gebäuden – Häusern der Künste und Geschichte – die auf Schritt und Tritt faszinieren.

Im Westflügel des Residenzschlosses werden Ausstellungen zur zeitgenössischen sowie älteren Kunst und zur Fotografie gezeigt.

Christian Daniel Rauch war einer der größten Bildhauer seiner Zeit, ein Hauptvertreter des Berliner Klassizismus. Und er ist der wohl berühmteste Sohn der Stadt Arolsen.

Unter der Linden in Berlin steht sein bekanntestes Werk: das monumentale Reiterstandbild Friedrichs des Großen. In seiner Geburtsstadt Bad Arolsen, die ihn bereits zu Lebzeiten - im Jahr 1844 - zum Ehrenbürger ernannte, ist immerhin ein Gipsabguss eines seiner Hauptwerke zu sehen: die Grabstatue der Königin Luise, die Rauch mit übereinander geschlagenen Beinen wie eine Schlafende darstellte. Es ist das bekannteste Werk des Christian Daniel Rauch - Museums, das mit Dauer-Leihgaben der Stiftung Preußischer Kulturbesitz im Jahr 2002 im ehemaligen fürstlichen Marstall eröffnet wurde.

Das Amtsgericht: ein im klassizistischen Stil errichtetes und inzwischen denkmalgeschütztes Gebäude in Bad Arolsen.
(Foto: Verjans)

Weiterhin stammt der bedeutende Maler Wilhelm von Kaulbach (1805 - 1874) aus Arolsen. Gemälde von ihm finden sich auch im Museum der Stadt, zu dem auch das "Kaulbachhaus", das ehemalige Haus der Familie Kaulbach gehört.

Ob man sich in den Häusern des Museums Bad Arolsen auf die Spuren der Stadtgeschichte, der Kaulbachs oder des Bildhauers Christian Daniel Rauch begibt oder ob man bei einer Führung das Residenzschlosses erkunden möchte: Man wird von der Bad Arolser Museumslandschaft fasziniert sein.

Einen Besuch sind auch die Museen und Ausstellungen in den Stadtteilen wert. Zum Beispiel in Landau: Dort kann die Wasserkunst - eine Trinkwasseranlage aus dem Jahr 1535 - besichtigt werden. In Massenhausen zeigt das Waldecker Spielzeugmuseum über 2000 Objekte aus der Zeit von 1830 bis 1960.

In Mengeringhausen und Schmillinghausen findet man Museen, die sich Haus und Handwerk und Frühlings- und Osterbräuchen widmen. Durch die Zusammenarbeit der kulturell engagierten Vereine und der Stadt wird eine abwechslungsreiche Kulturlandschaft präsentiert, welche für jeden Geschmack etwas zu bieten hat.

Im Stadtteil Schmillinghausen wurde übrigens Christine Brückner 1921 geboren, und hier liegt die 1996 in Kassel verstorbene Autorin auch begraben. Sie gilt als eine der bedeutendsten deutschsprachigen Schriftstellerinnen der Nachkriegszeit.

Wer möchte, kann im wörtlichen Sinne auf den Spuren der Schriftstellerin wandeln: im September 2002 wurde der Christine-Brückner-Weg eingeweiht. Er führt Wanderer vom Bad Arolser Schloss, am Fischhaus und der Himmelswiese vorbei, zum Schmillinghäuser Forsthaus und zum Pfarrhaus.

Kulturelle Veranstaltungen

Kulturelle Veranstaltungen präsentieren der Volksbildungsring Bad Arolsen, zum Beispiel Schlosskonzerte, Theaterreihen und Hochschulwochen sowie Theatergruppen wie das Statt-Theater und die Bad Arolser Company.

Zu den Highlights zählen die 1986 erstmals in das Leben gerufenen Arolser Barock-Festspiele.

Twistesee

Der Twistesee mit Seerestaurant (Foto: Andreas Hermann/HNA)

Ganz in der Nähe von Arolsen liegt der Twistesee. Das Naherholungsgebiet bietet Urlaub mit Erlebnisgarantie. Vielfältige Möglichkeiten, wie beispielsweise das Strandbad zum Nulltarif, das Wasserskizentrum, der Bootsverleih, der Golfplatz und vieles mehr lassen kaum Wünsche offen.

Zwischen Bad Arolsen, Volkmarsen und Wolfhagen wird die Twiste im Rahmen der Gewässerregulierung durch eine Staudamm, der bei Wetterburg errichtet wurde, zu einem recht großen Hochwasserrückhaltebecken aufgestaut.

Unweit von Einmündung der Twiste in den Stausee, führt die Bundesstraße 450 über einen Straßendamm. Dort wird der See unter einer Brücke im Damm durch ein kleines Betonwehr in zwei ungleich große Teile zerschnitten: Der wesentlich kleinere und nur flache Südteil, der geschätzt etwa 500 Meter lang ist, wurde zum Vogelschutzgebiet erklärt, der größere nördliche Bereich entwickelte sich zu einem seit langem beliebten Naherholungsgebiet.

Rund um den Twistesee führt ein sieben Kilometer langer Rad-Wanderweg, der teils asphaltiert und teils geschottert ist; zahlreiche Wege laden in den angrenzenden Wäldern zum Wandern und Joggen ein.

Geografische Lage

Bad Arolsen liegt im Norden des Landkreises Waldeck-Frankenberg an der Schnittstelle der Bundesstraßen 252 und 450.

Die Kleinstadt liegt im "Waldecker Ferienland" etwa 45 km westlich von Kassel.

Geschichte

Arolsen im Fürstentum Waldeck

Schloss Arolsen

Das Fürstentum Waldeck-Pyrmont war Mitgliedsland des Deutschen Bundes und danach ein Gliedstaat des Deutsches Reich und der Weimarer Republik. Residenz und Hauptstadt war zuerst das Schloss Waldeck an der Eder und ab 1655 Arolsen. Das in den Jahren 1713 - 1724 errichtete Barockschloss der Stadt war lange Zeit der Sitz der Fürsten von Waldeck-Pyrmont. Der Name der Stadt leitet sich von dem ehemaligen Kloster Aroldessen ab, das im Jahre 1131 als Augustinerinnenstift begründet wurde.

Arolsen ist eine planmäßig angelegte Stadt mit barockem Stadtgrundriss, die in unmittelbarer Nähe des Schlosses entstand. Die im Jahre 1670 angelegte „Große Allee“, war ursprünglich als breite und repräsentative Verbindung des Residenzschlosses mit dem fürstlichen „Lustschloss Charlottental“ gedacht, wobei das Lustschloss schon 1725 abgerissen wurde.

Die Stadtgründung von Arolsen geht zurück auf das Jahr 1719 und den Erlass der “Hoch-Fürstlich-Waldeckischen Privilegien und Freyheiten” durch Fürst Friedrich Anton Ulrich. Der „bauwütige” Landesherr hatte bereits 1715/ 16 das Renaissanceschloss auf dem "Oberen Herrenhof" in Korbach abreißen lassen, um hier ein neues Barockschloss als Residenz zu erbauen. Der bereits begonnene, von Julius Ludwig Rothweil entworfene Bau wurde jedoch nicht vollendet. Das Vorhaben scheiterte letztlich am Widerstand der Korbacher Bürger. Der Fürst zog es schließlich vor, den bereits begonnenen Bau des Residenzschlosses in Arolsen voranzutreiben.

Das ehemalige Arolser Renaissanceschloss war bereits 1710 abgerissen worden und wurde dann im Laufe der Jahre durch das heutige barocke Schloss ersetzt.

Barockstadt Arolsen - vorne links die "Alte Regierung"

Gegenüber dem Schloss entstand der Marstall. Die ersten Planungen sahen vor, dass er in einem Halbkreis gegenüber der Schlossfront errichtet werden sollte; letztlich wurde von diesem Gebäude unter der Bauleitung von Franz Friedrich Rothweil die westliche Hälfte vollendet. An den Marstall schloss sich das Mitte des 18. Jahrhunderts errichtete Regierungshaus an, das zugleich den Auftakt der Hauptstraße (heute: Schloßstraße) bildete, mit einheitlich zweigeschossigen Häusern.

Zu Lebzeiten von Fürst Friedrich Anton Ulrich entstand ein Teil der heutigen Bebauung bis zur Kaulbachstraße. Erst unter seinem Nachfolger wurde die Straße verlängert und fand mit der Stadtkirche ihren (vorläufigen) Abschluss.

Die Grundsteinlegung der Arolser Stadtkirche erfolgte am 16. August 1735, knapp 16 Jahre nach dem Erlass zur Stadtgründung von Arolsen durch Fürst Friedrich Anton Ulrich von Waldeck und Pyrmont, wobei neben einer Gold- und Silbermünze auch eine Bibel, Luthers Katechismus und die Waldecker Kirchenordnung von 1730 eingemauert wurden.

Arolsen war von 1655 bis 1918 Residenzstadt der Fürsten von Waldeck und Pyrmont, danach bis zum Jahre 1929 Hauptstadt des Freistaates Waldeck, bevor Waldeck preußisch wurde.

Hundert Dinge, ...

Schloss Arolsen

Schloss Arolsen - Ansicht

Ein Gang durch das Schloss der Stadt - mit Hofbibliothek, Ahnengalerie oder dem Rosa Salon - ist auch ein Gang durch die Geschichte und vornehmlich die Geschichte des Fürstentums Waldeck.

Das Schloss der Fürsten von Waldeck-Pyrmont in Arolsen wurde im barocken Baustil in den Jahren 1713 – 1728 nach den Plänen von Julius Ludwig Rothweil erbaut. Streng genommen wurde das Schloss erst gegen 1810 unter Fürst Friedrich Karl August vollendet.

Das Schloss ging hervor aus dem ehemaligen Kloster Arolsen. Gepa von Itter hatte mit ihren Töchtern um das Jahr 1132 das Augustiner-Chorherren-Stift Arolsen gegründet. Im Verlauf der Reformation wurde das Kloster in den Jahren 1526 - 1530 säkularisiert und ging in den Besitz der Grafen von Waldeck über.

Nach dem Vorbild des Versailler Schlosses entstand in den Jahren 1710 bis 1728 das zweigeschossige Schloss Arolsen, wobei die Hauptarbeiten an dem Gebäude in den Jahre 1713 bis 1722 erfolgten. Am 13. September 1720 konnte das Fürstenpaar (Fürstentitel seit 1711) das Schloss beziehen. Die Vollendung des Hauptgebäudes dauerte allerdings noch bis 1728, die Einrichtung, Ausstattung und Möblierung nahm dann noch weitere Jahrzehnte in Anspruch.

Zum Hofbrauhaus

Schloss Arolsen gehört heute zur Waldeckischen Dominialverwaltung. Das Domanialvermögen, kurz Domanium genannt, ist ein Sondervermögen des Landkreises Waldeck-Frankenberg.

Von dem rund 20620 ha umfassenden Domanium sind rund 19000 ha Waldanteile. Daneben werden Flächen von etwa 1600 ha landwirtschaftlich genutzt, hinzu kommen Erbbaurechte, Jagd- und Fischereirechte, fünf Schlösser (in Bad Arolsen, Waldeck, Höhnscheid, Landau und Rhoden), Wohn- und Forstdienstgebäude, das Restaurant „Domanium”, der Marstall und die gastronomisch genutzten Vorhof-Gebäude.

Zur jüngeren Stadtgeschichte

Gebietsreform und Heilbad

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen entstand im Jahre 1974 die Stadt Arolsen in ihrer heutigen Ausprägung. Zusammen mit den belgischen Truppen, deren Familienangehörigen und Zivilpersonal verzeichnete Arolsen etwa 18.200 Einwohner in insgesamt zwölf Stadtteilen, wobei sich durch den Zusammenschluss mit Mengeringhausen die Stellung als Garnisonsstadt noch weiter verstärkte.

Im Jahre 1977 wurde der Stadt das Prädikat „Heilbad“ zuerkannt.

Hessentag 2003

Die evangelische Stadtkirche - der schlichte Barockbau mit klassizistischen Elementen entstand nach den Plänen von Julius Ludwig Rothweil in den Jahren 1735 bis 1787.
Das Schreibersche Haus (Schloßstr. 24) gehört zu den ältesten Gebäuden der ehemaligen Residenzstadt.

Im Jahre 2003 fand in Bad Arolsen der 43. Hessentag statt, der bei schönem Sommerwetter mit etwa 780.000 Gästen gefeiert wurde.

ITS

Der International Tracing Service (ITS) in Bad Arolsen ist ein Zentrum für Dokumentation, Information und Forschung über die nationalsozialistische Verfolgung, Zwangsarbeit sowie den Holocaust. Im Archiv des ITS sind die Schicksale von Millionen Opfern dokumentiert, deren Namen und Andenken es zu wahren gilt.[1]

Kirchen

Literatur

Museen

Partnerstädte

Persönlichkeiten

Der aus Arolsen stammende Bildhauer Christian Daniel Rauch

Politik

Bürgermeister

Bürgermeister von Bad Arolsen ist Jürgen van der Horst.

Wahlkreise

Bundestag

Schulen

Sehenswürdigkeiten

Hinweistafel zum Barocken Spazierweg

Sehenswürdigkeiten am Ort

Große Alleen durchziehen das Stadtbild und verbinden die Stadt mit der umliegenden Landschaft:

  • Große Allee
  • Spendelallee
  • Fürstenallee

Stadt mit Tradition:

Residenzschloss | Schloss-Vorhof | Alte Klosterscheune | Festspielhaus "Fürstliche Reitbahn" | Gärtnerhaus mit Uhrturm | Denkmal für Kaiser Wilhelm I. | Erinnerungstafel an Königin Emma der Niederlande | Neues Schloss mit Baumpark und Heilquelle „Schlossbrunnen“ | Goldenes Hochzeitshaus | Fürstlicher Marstall/ Christian Daniel Rauch-Museum | Christian Daniel Rauch - Geburtshaus | Alte Regierung | Schreibersches Haus (Museum) | Haus Theune | Haus Canstein | Haus Stieglitz | Marksches Haus | Evangelische Stadtkirche | Amtsgericht | Hofbrauhaus | Kaulbach-Haus (Museum) | Rathaus | Ehemalige Kaserne | Katholische Kirche St. Johannes

siehe auch:

Sehenswürdigkeiten in der Umgebung

siehe auch

Fürstliche Reitbahn

Volksfest

Der Arolser Kram- und Viehmarkt gilt als das größte Volksfest in Nordhessen und ist alljährlich „das“ Ereignis auf dem Königsberg in Bad Arolsen.

Wussten Sie schon …

Weblinks und Quellen

Beilage der HNA

Quellen

  1. Informationen zum ITS auf www.its-arolsen.org
  2. Informationen zu Reinhard Marx in de.wikipedia.org

Weblinks

Ehemalige Klosterscheune




Städte und Gemeinden im Landkreis Waldeck-Frankenberg
WappenWaldeckFrankenberg.jpg

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