BHE

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Der BHE war politische Partei, die 1950 zunächst in Schleswig-Holstein und 1951 dann auch auf Bundesebene mit dem Ziel gegründet wurde, die Interessen der Kriegsgeschädigten und Vertriebenen zu vertreten und sich seit November 1952 »Gesamtdeutscher Block/Bund der Heimatvertriebenen und Entrechteten« (GB/BHE, auch: GdB/BHE) nannte.

Geschichte

Der BHE hatte 1950/51 ca. 200.000 Mitglieder. BHE bzw. GB/BHE waren bis 1963 an einigen Landesregierungen und von 1953 bis 1957 auch mit zwei Ministern am zweiten Bundeskabinett beteiligt, die allerdings schon 1955 zur CDU wechselten. [1] Am 16.10.1955 hatte der in Kassel tagende Bundesparteitag des GB/BHE das Ausscheiden der Partei aus der Regierungskoalition beschlossen. [2]

In Kassel sprachen sich einige Jahre später, am 5. Februar 1961 dann auch die Bundesgremien der Deutschen Partei (DP) für Zusammenschluss mit dem GdB/BHE aus. Der Zusammenschluss beider Parteien wurde am 15. April 1961 vollzogen. [3]

Aus der Fusion des (GB/BHE) und der (DP) entstand dann später die Gesamtdeutsche Partei, die ab 1965 unter dem Namen Gesamtdeutsche Partei Deutschlands (GPD) auftrat.

Auch in Kommunalparlamenten war der BHE (und später die GPD) vertreten und stellte beispielsweise mit Gerhard Kuske in der Zeit vom 1. September 1966 bis zum 31. August 1976 den Bürgermeister der Stadt Hofgeismar, im heutigen Landkreis Kassel.

In Kassel wurde am 6. Juli 1954 Dr. Lauritz Lauritzen auf Vorschlag der Fraktionen von SPD und BHE zum Kasseler Oberbürgermeister gewählt.

siehe auch

Weblinks und Quellen

Quellen

  1. Schubert, Klaus/ Martina Klein: Das Politiklexikon, 5. Auflage, Bonn 2011
  2. Informationen auf www.chroniknet.de
  3. Informationen auf www.lagis-hessen.de

Weblinks