Bürgermeister der Stadt Hofgeismar

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Im ersten Band der "Geschichte der Stadt Hofgeismar" von Friedrich Pfaff (2. Auflage 1954) findet sich auf S. 250 ein Verzeichnis der "Bürgermeister der Stadt Hofgeismar" (nach Carl Bernhard Nicolaus Falckenheiner, Geschichte hessischer Städte und Stifter, Band II, Cassel 1842) mit Berichtigungen und Ergänzungen des Autors.

Das 13. Jahrhundert

Das Verzeichnis beginnt im Jahre 1246 mit dem Bürgermeister Henrich von Howethe (Haueda). Ihm folgten 1272 Herman von Notfelde, 1292 Arnold von Nitelbike und 1300 Arnold von Gandra.

Das 14. Jahrhundert

Für das 14. Jahrhundert werden als Bürgermeister von Hofgeismar genannt:

1300 Arnold von Gandra, 1330 Herman von Nitelbike, 1358 Henricus die domo Lapidea, 1358 Johan in dem Steynhus und 1369 Wilhelm von Stroforde.

Das 15. Jahrhundert

Für das 15. Jahrhundert findet sich allein der Hinweis auf 1420 Curt von Berlepsch (Berleuessen).

Das 16. Jahrhundert

Dagegen werden für das 16. Jahrhundert zahlreiche Bürgermeister aufgeführt, die ab 1576 fast jährlich wechselten, beginnend mit 1529 Conrad Olshausen über 1562 Johann Hennebecker und M. Joseph Hordelmann (der wiederholt für verschiedene Jahre erscheint) bis hin zu 1597 Valent. Homberg.

Das 17. Jahrhundert

Das 17. Jarhundert beginnt mit dem Eintrag 1600 Valent. Homberg. Benannt werden dann ebenfalls oft jährlich wechselnde Namen (darunter wiederholt Joh. Seidenbeutel, M. Cunrad Wetzel, Henrich Fülhun oder Joh. Scherff) bis hin zu 1698 Joh. Ludwig Ickler.

Das 18. Jahrhundert

Für das 18. Jahrhundert finden sich die Eintragungen: 1702 Johann Jacob Sander, 1703 Goßmann, 1708 Dieter Künne, 1710 D. medicinae de Beaumont, 1718 Licent. Franz Reinhard Wilckers, 1720 Conr. Schotten, 1721 M. Goßmann, 1724 Dedolph, 1725 Goßmann, 1731 Wolff, 1733 Joh. David Schmalz, 1735 Dedolph, 1741 Schmalz, 1747 Sander, 1748 - 63 Joh. Jac. Sander, 1773 Joh. Conr. Köhler, 1774 Hartwig, 1779 Joh. Heinrich Hartwig, 1785 Hartwig, 1788 Joh. Conr. Dedolph, 1789/90/91 Joh. Conr. Dedolph, 1795 Joh. Heinrich Dedolph und 1799/1800 Runge.

Mit der Untersuchung einer Heilquelle (des "Sulteborns") im Hofgeismarer Stadtteil Bad Gesundbrunnen wurde von Landgraf Karl im Jahre 1700 der französische Arzt, Dr. Elie Pierre de Beaumont beauftragt, der später seinen Wohnsitz in der Stadt nahm und deren Bürgermeister wurde.

Wiederholt werden im 17. Jahrhundert Mitglieder der Hofgeismarer Postmeisterfamlie Dedolph als Bürgermeister genannt, darunter Joh. Conrad Dedolph (1740–1814), der Großvater des Astronomen Ernst Friedrich Wilhelm Klinkerfues.

Das 19. Jahrhundert und die Zeit bis 1945

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts war 1801/07 Joh. Heinrich Dedolph Bürgermeister von Hofgeismar (mit dem Hinweis: auch in französischer Zeit verschiedentlich). Danach hießen die Bürgermeister 1808 Kohlhepp und 1814 Dedolph.

Der zweite Band der "Geschichte der Stadt Hofgeismar" (von Richard Andrae) gilt dann der Zeit von 1814 bis 1914. Im Anhang findet sich ein weiteres Verzeichnis der Hofgeismarer Bürgermeister ab dem Jahre 1814, die wie folgt benannt werden:

1814 Dedolph, 1827 - 28 Drube, 1829 Goldbeck, 1832 - 38 Drube, 1839 - 41 Hennenhofer, 1843 - 1878 Weiß, 1878 - 83 Demuth, 1894 - 99 Schirmer, 1900 - 1905 Günther, 1906 - 1919 Hottejan, 1919 - 1933 Laneus, 1933 - 1945 Rödde.

An einige der Bürgermeister aus dem 19. Jahrhundert erinnern heute Straßennamen in Hofgeismar (Hottejan, Laneus, Schirmer und Weiß), die in dem Buch von Klaus-Peter Lange, Die Straßennamen der Stadt Hofgeismar, Hofgeismar 2009 angesprochen werden. Erinnert wird darin auch an die lange Amtszeit von Bürgermeister Weiß, (Anwalt und zugleich der letzte Bürgermeister der Stadt im Nebenamt), der im Jahre 1845 zu den Mitbegründern der "Sparkasse zu Hofgeismar" gehörte.

Die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg

siehe auch