Böddiger

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Böddiger
Kirche-Schule-Boeddiger.jpg
Kirche und ehemalige Schule in Böddiger
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Schwalm-Eder-Kreis
Stadt: Felsberg
Einwohner: 648 (31. Dezember 2008) [1]
Postleitzahl: 34587
Vorwahl: 05662
Kfz-Kennzeichen: HR
Stadtverwaltung: Vernouillet-Allee 1
34587 Felsberg
Website: www.boeddiger.de
Bürgermeister: Volker Steinmetz (parteilos)
Ortsvorsteher: Uwe Schnitzerling (SPD)

Böddiger ist ein Stadtteil der nordhessischen Stadt Felsberg im Schwalm-Eder-Kreis. Durch Böddiger fließt die Ems, ein Zufluss der Eder.

Geschichte

Böddiger wurde erstmals im Jahr 1074 als "Bodegernun" in einer Mainzer Urkunde des Klosters Hasungen urkundlich erwähnt. Vermutlich ist der Ort jedoch deutlich älter. Knochenfunde und der Fund eines Feuersteinbeils legen die Vermutung nahe, dass es schon vor tausenden von Jahren Siedlungen an der Stelle gab.

Die mittelalterliche Gründung geht wohl auf einen Fronhof zurück. Um diesen herrschaftlichen Gutshof haben sich dann weitere Bauern niedergelassen.

Bereits im Jahr 1252 wird in Böddiger ein Pfarrer erwähnt. Die heutige Friedenskirche - ein Saalbau aus dem Jahr 1799 - entstand offenbar an Stelle der Vorgängerkirche.

Seit dem 1. Februar 1971 ist Böddiger ein Stadtteil der Stadt Felsberg.

Böddiger Berg

  • Die Lage an der Eder ist einer der ersten ökologischen Weinberge in Deutschland und gehört zur Weinbauregion Rheingau.
  • Im Oktober 2010 war die Traubenausbeute sehr gering: Statt der üblichen sieben Tonnen, ernteten die Helfer nur drei Tonnen Trauben während der Lese. In ganz Nordhessen fiel die Ernte so gering aus, dass höchstens 3500 Flaschen der Sorte Böddiger Berg abgefüllt werden können.

Namensgebung

Passend zur umgebenden feuchten Natur leitet sich der heutige Ortsname Böddiger von Bodegernun und Boidegeren her. Das bedeutet soviel wie sumpfiges Feld oder Sumpffeld.

Böddiger hieß im Laufe der Jahrhunderte unter anderem Bodegernun (um 1000), Boidegeren oder Boidegern (1150), Bodegern (1275) und Böddigern (1550). Die Bewohner nennen sich heute selbst Böddigersche. Im Volksmund werden die Bewohner Emmesgänser genannt. In diesem Begriff stecken das Bächlein Ems und Gänse. Menschen mit wenig Geld, ohne einen eigenen Hof und Land konnten die Flüsse/Bäche nutzen und Flächen, die der Allgemeinheit gehörten. Viele verdingten sich daher als Gänsehirten oder -züchter an der Ems.[2]

Kirche

Radwege

Siehe auch

Weblinks und Quellen

Einzelnachweise

  1. Quelle: Stadt Felsberg, Ordnungsamt - Veröffentlichung vom 5. Februar 2009 in den Felsberger Nachrichten
  2. Artikel aus der Melsunger Allgemeinen vom 23. Januar 2015: Die aus dem Sumpfland kommen"


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