Autobahn A7 bei Northeim

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Besserer Anschluss an den Verkehr

Historisches Bild: Willi Zies aus Kalefeld hat dieses Foto fast 50 Jahren im Bereich „Am Bierberg” während der Bauarbeiten für die Autobahn 7 aufgenommen. Repro: nh

Die heutige Autobahn A7 brachte für Northeim einen noch besseren Anschluss an den Verkehr. Sie war im Dritten Reich von Süden her bis nach Holtensen an Northeim gerückt. Vor dem Krieg waren bereits Erdarbeiten auf der heutigen Trasse bis zur Ausfahrt Northeim-Nord ausgeführt worden.

Problem Durchgangsverkehr

Zu einem Problem wurde in den 1950er-Jahren der Durchgangsverkehr durch die Northeimer Innenstadt. Etwa um diese Zeit begannen Überlegungen für den Weiterbau der Autobahn im Bereich Northeim. Im November 1950 wurde Dr. Wilhelm Mecke Leiter des neuen Autobahnneubauamtes Northeim. Nach kurzer Planung gingen die Bauarbeiten für die bereits begonnene Autobahn bis Nörten-Hardenberg bis Northeim-Nord weiter. Kurz vor Weihnachten 1955 wurde die westliche Fahrbahn für den Verkehr freigegeben.

Drei Varianten

Das Autobahnneubauamt übernahm die Planung und den Neubau der Autobahn bis in den Bereich Seesen. 1955/56 erfolgte das Planfeststellungsverfahren für den Bereich von Northeim-Nord bis Ildehausen. Für den Weiterbau nördlich Northeim gab es drei mögliche Streckenführungen, wie Bernd-Joachim Nolte aus Kalefeld bei Recherchen für ein Heimatbuch über das Altes Amt herausgefunden hat. Eine Strecke führte östlich an Imbshausen und Echte vorbei, am westlichen Waldrand des Westerhöfer Waldes zum Harzhorn. Die zweite entsprach weitgehend dem heutigen Verlauf der Autobahn. Und die dritte Streckenführung sollte westlich um Kalefeld nach Wiershausen und weiter zum Harzhorn geführt werden.

Viele fanden Arbeit

Die einzelnen Brücken und Erdlose für den Fahrbahnbau wurden ausgeschrieben und an verschiedene Baufirmen vergeben. Viele Menschen aus den Dörfern der Region, unter anderem Zimmerleute und Maurer, fanden beim Autobahnbau Arbeit. Am 29. November 1958 wurde der Verkehr, auf der ersten Hälfte für beide Autobahnfahrbahnen und auf der zweiten Hälfte für eine Fahrbahn, zwischen Northeim-Nord und Echte freigegeben. Am 19. Dezember 1959 erfolgte dann die Freigabe beider Fahrbahnen von Echte bis Seesen. Das Autobahnneubauamt Northeim wurde 1961 mit der Fertigstellung der Autobahn bis Seesen aufgelöst. Der Lückenschluss zwischen Hildesheim und Hannover-Kirchhorst erfolgte erst am 6. Juli 1962.

Heute kommt es immer wieder zu Staus

Heute reicht die Kapazität der Autobahn zu Spitzenzeiten kaum noch aus: Es kommt immer wieder zu Staus. Pläne für einen kompletten sechsspurigen Ausbau wurden bis heute nicht umgesetzt.

Autor: Bernd M. Schlegel, Quelle: Die Geschichte unseres Jahrhunderts, HNA/Northeimer Neueste Nachrichten 1999

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