Autobahn A49

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Der Bereich in Höhe der Altenbaunaer Strasse

Die Bundesautobahn A 49 ist eine Bundesautobahn, die Kassel mit Neuental verbindet und bis zur A 5 bei Gemünden (Felda) weitergebaut werden soll. In Kassel wird sie bis Baunatal-Süd als Stadtautobahn geführt.

Streckenführung / Orte

An der Strecke der A 49 oder nicht weit entfernt davon liegen diese Ortschaften:

An dieser Strecke befinden sich unter anderem auch die Talbrücken über die Fulda, die Ems, die Eder und die Schwalm, wobei das zuletzt genannte Fließgewässer zweimal überbrückt ist.

Die A 49 ist von ihrem Beginn an - bei Lohfelden und ihrem Verlauf Nähe Waldau und Oberzwehren sowie Niederzwehren durch die Fuldaaue - eine Stadtautobahn und bildet dann in der Nähe der Knallhütte mit der Autobahn A44 das so genannte Autobahnkreuz Kassel.

Die A 49 ist heute nur/noch eine "Stummelautobahn", die ca. 40 km südlich von Kassel im "Niemandsland" in Neuental bei Borken endet; LKW müssen schon in der AS-Borken die Autobahn verlassen bzw. dürfen erst hier auffahren. Ab hier ist dann die Bundesstraße B3 Richtung Marburg wieder Hauptverkehrsader.

Vom Weiterbau dieser "Rumpfautobahn A49" wird zwar seit Jahren gesprochen, aber so richtig kann es keiner glauben, denn es dauert schon zu lange. Diese ca. 40 km sind sicher auch wegen des erheblichen Durchgangsverkehrs weit über Nordhessen bekannt, dieser führt auch durch die "Schwalm".

VW-Werk und OTC an der Bundesautobahn A49

VOLKSWAGEN Werk Kassel / Baunatal und Bundesautobahn A49(Foto: Günther Pöpperl)
Heute ist die A 49 eine hervorragende Möglichkeit das VW-Werk in Baunatal zu erreichen, aber auch Kassel (dies war sicher auch das Hauptargument für ihren seinerzeitigen Bau).

Ein Durchstich mit Straßenverbindung und Bahnanschluß unter der A 49 innerhalb des VW-Werkes wurde erstmals 1988 ins Gespräch gebracht und im Jahr 1989 umgesetzt.


Mit dem Durchstich mit Straßenverbindung und Bahnanschluß ist die Ausweitung für das VW-Werk und das dazugehörige OTC sowie weitere Ansiedlungen von Firmen zu beiden Seiten der A 49 möglich geworden.

Anschlussstellen an der A 49

Eine der Anschlussstellen ist Wabern - bekannt durch den Karlshof, aber auch durch eine bedeutende Zuckerfabrik; man könnte auch sagen, dass die Anschlussstelle AS-"Fritzlar-Süd" heißen könne, denn die Türme des "Domes" sind gut zu erkennen, auch wird das BW-Flugplatzgelände nur knapp westlich liegen gelassen. Gekreuzt wird an der Anschlussstelle die Bundesstraße B253 zwischen Wildungen und Wabern.

Sanierung

Grafik Fahrbahnerneuerung A49
Seit dem 19. Juli 2010 wird die Fahrbahn der Autobahn zwischen den Anschlussstellen Niederzwehren und Waldau saniert. In den Wochen zuvor waren zunächst der Standstreifen auf der Fahrbahn in Richtung Fritzlar erneuert worden. Grund: Der Unterbau war viel zu schwach für eine permanente Verkehrsbelastung. Zudem musste die Fahrbahn auf einer Länge von 150 Metern im Bereich des Beschleunigungsstreifens an der Anschlussstelle Auestadion (Richtung Fritzlar) um eineinhalb Meter verbreitert werden.

Diese Arbeiten waren erforderlich, um auch während der Sanierung der Fahrbahn zwei Spuren in jeder Richtung für den Verkehr anbieten zu können. Die Erneuerung des Abschnitts wurde erforderlich, weil die Südtangente erhebliche Risse, Setzungen und Spurrinnen hat. 60.000 Fahrzeuge, die täglich die A 49 befahren, haben in den vergangenen 30 Jahren ihre Spuren hinterlassen.

Weiterer Ausbau

Seit Jahrzehnten geplant und umstritten ist der Weiterbau einer 42,5 km langen Strecke der A 49 von Neuental nach Süden, um die A 7 zu entlasten.

Das Planfeststellungsverfahren ist im September 2007 abgeschlossen worden, eine Finanzierungszusage des Bundes steht jedoch noch aus.

Die wahrscheinlichste Trassenführung ab ab Neuental wird diese sein:

  • Schwalmstadt
  • Neustadt (Hessen)
  • Stadtallendorf
  • A 5 bei Gemünden (Felda)

Am 5. Oktober 2010 gab die Bundesregierung mit der Zusage von 60 Millionen Euro grünes Licht für den Weiterbau der A 49. Wie Verkehrsminister Dieter Posch (FDP) mitteilte, kann damit der südliche Teil des Abschnittes von Neuental nach Schwalmstadt gebaut werden, darunter auch der 900 Meter lange Tunnel Frankenhain. Der gesamte Abschnitt bis Schwalmstadt kostet laut Posch 183 Millionen Euro, die Fertigstellung werde aus heutiger Sicht sechs bis sieben Jahre dauern. Um mit dem Bau des Tunnels Ende 2012 zu beginnen, müssen zunächst ein Brunnen ersetzt und am südlichen Ausgang des Tunnels ein Teil der Landesstraße L3155 verlegt sowie zwei Brücken errichtet werden. Dies sei wegen des Abtransportes der Erdmassen erforderlich. Erforderlich dazu ist die Rodung von 2,5 Hektar Wald. [1]

Jahrelang wurde um den Weiterbau der A 49 zwischen Neuental-Bischhausen und Gemünden gerungen. Einmal an die A 5 angeschlossen, soll sie nicht nur die Menschen an den Bundesstraßen in Nord- und Mittelhessen entlasten, sondern die beiden Regionen auch besser an den Rhein-Main-Ballungsraum anbinden. Skeptiker bleiben: Angesichts der ungesicherten weiteren Finanzierung sei jedoch die Gefahr groß, „dass die Autobahn wieder für viele Jahre im Nirwana endet“. Die Grünen kritisierten, es sei keineswegs belegt, dass Autobahnen ein Garant für Arbeitsplätze seien. [2]

Brückenträger an der A49 eingebaut

  • HNA Bericht 27.03. 2011 Baunatal-Hertingshausen

Arbeiter der Kirchheimer Firma Bickhardt Bau stehen um den dampfenden Säulengrill, wärmen sich auf und stärken sich mit Bratwurst. Die Nacht ist noch jung. Bis zum nächsten Morgen sollen die Träger für die neue Brücke zum Gewerbegebiet Hertingshausen über der Autobahn liegen.[1]

siehe auch

Weblinks

  1. Brückenträger an der A49 eingebaut