Ausstellungsorte der documenta 13 (2012)

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Ausgewählte Ausstellungsorte der dOCUMENTA (13):


Auch die 13. Ausgabe der Weltkunstausstellung documenta wartete wieder mit neuen Ausstellungsorten auf. Verantwortlich für die externen Ausstellungsorte der dOCUMENTA (13) war der Architekt Benjamin Koziol.

Außergewöhnliche Standorte

"Die documenta zelebriert das Unvergleichliche an unverwechselbaren Räumen. Diese ganz spezifischen Orte lassen einen ängstlich taumeln und beglückt schweben, sie erzeugen Unbehagen und Zauber, stellen die Geduld auf harte Proben, eröffnen aber ungeahnte Eindrücke und Perspektiven, ob im Alten Zollamt am Bahnhof, im Hugenottenhaus, das Theaster Gates mit Arbeitslosen aus Chicago phänomenal umbaut, oder in Tino Sehgals Raum, der, tiefschwarz, nur von Stimmen erfüllt ist, wo sich Besucher mühsam vorantasten müssen."

www.mydocumenta.de am 10.6.2012

Kaskade-Kino und Weinberg

"Kino und Weinberg werden zu Kunstorten" textete am 4.6.2012 Deutschlandradio Kultur.

Zu nennen sind hier als Ausstellungsorte etwa das denkmalgeschützte Kaskade-Kino in Kassel, ein Ort in dem einst Kino-Stars wie Heinz Rühmann oder Hildegard Knef Premieren feierten und das 1952 von Paul Bode, dem Bruder des documenta-Gründers Arnold Bode, erbaut wurde.

Zu nennen ist weiterhin das im 19. Jahrhundert errichtete Hugenottenhaus nebenan als weitere Station.

Ein Spaziergang durch die ebenfalls mit documenta-Kunst bestückte Karlsaue führte die Besucher zum Weinberg, einen weiteren Ausstellungsort, einst als Schanze genutzt, später zum Weinanbau oder als Biergarten. Von den hier errichteten herrschaftlichen Gebäuden der Familie Henschel stehen heute nur noch die Ruinen des Gewächshauses. Hier präsentierte der Argentinier Adrián Villar Rojas etwa monumentale Tonskulpturen. Doch auch in seinem Inneren wurde der Weinberg zum Kunstort und die Nutzung des Bunkers im Weinberg gilt als beispielhaft für die Idee von documenta-Leiterin Carolyn Christov Bakargiev, unter dem Motto „Zusammenbruch und Wiederaufbau“ auf Kassel und seine Geschichte einzugehen. Eine Stadt, die einst der Sitz von Kurfürsten aber auch von Rüstungsfabrikanten war, eine Stadt, die im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört und in den 1950-er Jahren wieder errichtet wurde.

Weitere Ausstellungs- und Veranstaltungsorte in Kassel

Fridericianum

Das Fridericianum ist traditionsgemäß der Hauptaustragungsort der documenta.

Ottoneum

Das Ottoneum wurde in den Jahren zwischen 1603 und 1606 zur Zeit von Landgraf Moritz errichtet und nach den Plänen des Architekten Wilhelm Vernukken erbaut. Es war das erste feststehende Theatergebäude in Deutschland.

Ständehaus

Das Ständehaus entstand von 1834 bis 1836 im Stil der Neorenaissance und diente einst als Sitz des Kurhessischen Parlaments.

Neue Galerie

Der originäre Museumsbau Neue Galerie entstand zuerst als »Königliche Gemäldegalerie« und wurde 1871 bis 1877 im klassizistischen Stil nach den Plänen von Heinrich von Dehn-Rotfelser errichtet. Die Neue Galerie beherbergte in der Vergangenheit die landgräfliche Sammlung der Alten Meister und wurde nach 1950 als »Alte Galerie« bezeichnet.

Orangerie

Die barocke Orangerie, am nördlichen Ende der Karlsaue gelegen, wurde 1703 bis 1711 von Johann Conrad Giesler als Sommerresidenz der Landgrafen von Hessen-Kassel nach französischem Vorbild erbaut.

Gloria Filmtheater

Das Gloria-Kino wurde von dem Bauunternehmer Georg Rüdiger in Auftrag gegeben und 1953–1954 von dem Bad Hersfelder Architekten Ernst Flemming erbaut. Es eröffnete am 18. Februar 1954 mit Paul Martins Film "Die Privatsekretärin" (1953).

documenta-Halle

Die documenta-Halle wurde als Neubau für eine Ausstellungshalle zur documenta 9 in 1992 errichtet.

Karlsaue

Die Karlsaue wurde 1586 als geometrisch geformter Lustgarten auf der Insel zwischen der Fulda und kleiner Fulda angelegt, mit Kräutern und exotischen Pflanzen.

Ehemaliges Elisabeth-Hospital

Das Elisabeth-Hospital in der Obersten Gasse wurde 1297 von Mechthild von Kleve, der Gemahlin von Landgraf Heinrichs I., begründet.

Kulturbahnhof

Der heutige Kulturbahnhof war bis 1991 Kassels zentraler Kopfbahnhof, ehe alle Fernstreckenverbindungen über den neu erbauten Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe geführt wurden.

Brüder Grimm Museum

Das Brüder Grimm-Museum befindet sich im Palais Bellevue, das 1714 von Paul du Ry zur Zeit von Landgraf Karl als Observatorium errichtet wurde.

Lagerhalle in der Unteren Karlstraße

In der Lagerhalle in der Unteren Karlsstr. 14 sollte vor einigen Jahren eine Moschee entstehen, die Bauarbeiten blieben aber unvollendet.

siehe auch