Ausstellung Stadtmuseum Kassel

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Ausstellung Stadtmuseum Kassel 2006

Dass Briefmarken spannend sind, weiß kaum jemand besser als der Vorsitzende des Verein für Briefmarkenkunde 1881 Kassel e.V. .

  • Vor allem, wenn sie noch auf dem Brief oder der Postkarte klebt, mit der sie damals verschickt wurde.
  • Belege nennt man diese Original-Schriftstücke, auf denen die Marke vor 50, 100 oder noch mehr Jahren abgestempelt wurde.
  • Denn sie belegen die Echtheit der Marke oder des Poststempels", erklärt der Philatelist, der seit seinem achten Lebensjahr Briefmarken sammelt.
  • Viele dieser Belege, Briefmarken sowie Geschichtliches von der Landgräflich-Hessischen Post bis zur Sondermarke von heute konnt man ab 23. September 2006 in einer Ausstellung im Kasseler Stadtmuseum bewundern.

125 Jahre Verein in Kassel

Der Verein für Briefmarkenkunde 1881, der in diesem Jahr sein 125-jähriges Bestehen feiert, wird anlässlich seines Jubiläums dort einen Monat lang Schätze aus den Sammlungen seiner 130 Mitglieder präsentieren. Interessant ist für den Besucher - auch wenn er kein Briefmarkensammler ist - dass er viel über die deutsche Postgeschichte lernen kann. Es werden Stempel aus dem Königreich Westphalen (1807 bis 1813) zu sehen sein, Marken aus der Zeit der Lehenspost der Thurn und Taxis (1816 bis 1867) und Korrespondenzen der Deutschen Reichspost aus der Weimarer Republik. Der Verein für Briefmarkenkunde will mit seinen Exponaten auch zeigen, "was man alles sammeln kann", sagt Schade. Denn es gebe durchaus Philatelisten, die ihre Marken ausschließlich nach Kategorien sammeln. "Zum Beispiel nur Flugzeuge, nur Pflanzen, nur Olympiaden-Motive oder nur Gemälde." Auch anlässlich der documenta wurden Briefmarken gedruckt, die zu sehen sein werden.

Quelle: Auszug aus einem Bericht der HNA vom 15.September.2006

Exponate

  • Die Landgräfliche Hessische Post bis 1802: Die Landgräfliche Hessische Post existiert seit Philipp dem Großmütigen. Ab 1539 wurde eine Postverbindung von Cassel abgehend eingerichtet.
  • Kurfürstliche Landespost 1802 - 1806: Die kurze Zeit der Kurfürstlichen Landespost wurde während der napoleonischen Besetzung und der Einrichtung des Königreichs Westphalen unterbrochen.
  • Königreich Westphalen 1807-1813: Die Königliche Westphälische Post existierte in der Residenzstadt Cassel nur über einen Zeitraum von wenigen Jahren. Die Stempel des Königreichs Westphalen, insbesondere die zahlreichen Franchisestempel, sind eine postgeschichtlich interessante und vielseitige Hinterlassenschaft dieser Epoche.
  • Thurn & Taxis 1816 - 1867: Mit Wirkung vom 1. Juli 1816 wurde das kurhessische Postwesen durch Lehensvertrag an den Fürsten Karl-Alexander von Thurn & Taxis übergeben.
  • Am 30. Juni 1867 endete die Thurn & Taxissche Lehenspost; nach dem Krieg von 1866 wurde Cassel und Kurhessen preußisch. Nur ein halbes Jahr werden preußische Marken in Cassel ausgegeben, ab 1.7.1867 gehörte Cassel zum Norddeutschen Postbezirk (1868 - 1871).
  • Die Kaiserliche Reichspost 1872 - 1918: Während dieser Epoche erhält Cassel mehrere Postämter, die eine fortlaufende Nummerierung haben. Das Hauptpostamt erhielt über all die Zahl „l", alle andere bestehenden Poststellen erhielten die darauf folgenden Zahlen.
  • Die Deutsche Reichspost 1919 - 1933: eine Dokumentation von unterschiedlichen Korrespondenzen während der Weimarer Republik.
  • Die Deutsche Reichspost 1933 - 1945: während der Zeit des Nationalsozialismus veränderte sich das Erscheinungsbild der Marken-Ausgaben und stellte sie immer sichtbarer in den Dienst nationalsozialistischer Propaganda.
  • Casseler Kurierpost: Die Casseler „Courier-Briefbeförderung" war für eine kurze Zeit eine private Briefbeförderung innerhalb der Stadtgrenzen von Kassel. Eigene Markenausgaben, Postkarten, Kartenbriefe und Briefkästen gehörten dazu.
  • Ansichtskarten von,Kassel aus dem 19. und 20. Jahrhundert erinnern an die Ver¬gangenheit der Stadt, an besondere Ereignisse, verschwundene Einrichtungen und zeigen den Wandel im Stadtbild.
  • Inflation: Die Zeit der Inflation begann nach dem Ende des 1. Weltkrieges; sie endete am 30. November 1923 mit der Ausgabe der Rentenmark. Die gezeigten Briefe und Karten sollen eine Vorstellung darüber geben, wie der Verfall der Währung sich auch im Bereich der immer kurzfristigeren Tarifänderungen auswirkte.
  • das Wahrzeichen der Stadt Kassel im Habichtswald ist ein beliebter Werbeträger auf Ganzsachen, Postkarten, Briefen, als Stempel und nicht zuletzt auch als Marke zu 0,24 c.
  • Die Zeit der Nutzung des Flugplatz Kassel-Waldau, südlich von Kassel gelegen, dauerte nur 5 Jahre. Trotz steigender Inanspruchnahme durch Post-, Fracht- und Personenverkehr schied Kassel 1930 aus finanziellen Gründen aus dem Luftverkehr aus.
  • Der Nationalsozialismus in Kassel: Dokumentation von Propaganda, Sonderstempel und Tagesstempel auf der Post nationalsozialistischer Organisationen und privater Post. Rote und grüne „Lebenszeichen-Karten" nach Bombenangriffen.
  • Verschwundene Kasseler Betriebe - Spurensuche auf Postbelegen: Die hier gezeigten Brief-und Kartenbelege sollen an die Wirtschaftsbetriebe und an oft alteingesessene Geschäfte erinnern, die aus dem Straßenbild der Stadt aus vielfältigen Gründen verschwunden sind.
  • KS-Bettenhausen: eine postgeschichtliche Dokumentation eines ehemals altem Dorf vor und nach der Eingemeindung zu Cassel 1906.
  • Militär in Kassel - vom Kaiserreich bis zur Bundeswehr: Kassel als Garnisonstadt.
  • Kasseler Ereignisse im Spiegel der Post: Ausstellungen. Kongresse, Kunst.
  • Verschwundene Postämter in Kassel.
  • Orchideen: auf Briefmarken, Münzen und Banknoten aus der ganzen Welt.
  • Wasservögel: ein Auszug aus einer Sammlung mit europäischen Wasservögel.
  • Turnen mit Friedrich Ludwig Jahn: Turnen in Kassel wird ab 1844 erwähnt - (ACT 1848 und CT 1861).
  • Gemälde auf Briefmarken: Briefmarken mit Gemälden, die in der Staatlichen Gemäldegalerie Kassel-Wilhelmshöhe zu sehen sind.
  • Volkstanz und Philatelie: Rhythmen und Tänze der Völker aus Europa.
  • Dauerserien: sie spiegeln die politische und inflatorische Entwicklung und Menge wieder.
  • Kuriositäten und Ungewöhnliches sowie der „Postkrieg" zwischen Ost und West sind für Sammler interessante Objekte.
  • Type Sage: Es handelt sich hierbei um eine französische Dauerserie, die von 1876 bis 1900 verausgabt wurde. Der Entwurf der Marke stammte von Jules-Auguste SAGE und die Ausgabe wurde nach ihm benannt. Ihre Darstellung symbolisiert FRIEDEN und HANDEL.
  • Fotographien und Ansichtskarten aus der Kaiserzeit, der Weimarer Republik und dem 3. Reich.
  • Feldpost Norwegen: Auszug aus einer größeren Feldpost-Sammlung Norwegen-Skandinavien.
  • Thurn & Taxissche Post in Kurhessen: dargestellt an den Postorten Steinau (Nr. 70) und Schwarzenfels (Nr. 67).
  • Festpostkarten zum Schweizer Nationalfeiertag am l. August.
  • Notmaßnahmen 1945 und 1946: Ausgewählte Exponate aus einer schwierigen wirtschaftlichen und postalischen Epoche nach Ende des 2. Weltkrieges.
  • Olympiade 1936 und Olympiade 1972: eine Zusammenstellung von olympischen Motiven auf Marken und Briefen
  • Mythos „Concorde": eine Auswahl von Belegen und Marken aus der kurzen Periode des Überschall-Flugzeuges.
  • Documenta 10 und 11: Sonderpostwertzeichen zu den Ausstellungen.
  • Moderne Privatpost in Kassel

siehe auch

Weblinks

HNA Bericht Irrtum auf den Briefmarken

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