August Orth

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Der aus Korbach stammende Architekt August Orth

August Orth (* 1828 in Windhausen (Westharz); † 1901 in Berlin) ist ein Architekt an der Wende der Baugeschichte zwischen Historismus und der beginnenden Moderne Ende des 19. Jahrhunderts.

Im Jahr 1834 siedelte die Familie in das Fürstentum Waldeck um. In Korbach besuchte August Orth mit seinem Bruder die Alte Landesschule; hier weckten die gotischen Kirchen seine Begeisterung für die Architektur. Nach dem Abitur begann Orth ein Architekturstudium, das er ab 1850 in Berlin fortsetzte. In dieser Zeit fertigte August Orth Baurisse der Korbacher Kilianskirche an, mit denen er 1853 seine Bauführerprüfung machte.

August Orth war ein Baumeister an der Wende der Baugeschichte zwischen dem Historismus und der am Ende des 19. Jahrhunderts bereits zaghaft beginnenden Moderne. Seine wichtigste Tätigkeit fand er als selbständig erfindender und ausführender Architekt auf dem Gebiet des evangelischen Kirchenbaus.

Orth entwarf mehr als 30 Gotteshäuser, von denen er sechs in Berlin ausführte. Auch außerhalb Berlins errichtete er Kirchen, sogar in Bethlehem in Palästina sind Bauwerke von ihm zu bewundern.

In zahlreichen literarischen Arbeiten veröffentlichte August Orth seine Forschungen zur Raumakustik, deren Ergebnisse er in seinen Kirchenbauten anwandte. August Orth erhielt 1898 die Korbacher Ehrenbürgerurkunde.

Im Jahr 2012 wird sich Orths Arbeit zu Kirchen in Waldeck von 1862 zum 150. Mal jähren.