August Koch

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Ein Denkmal für die Ewigkeit

August Koch

Am 10. Januar 1857 wurde August Koch, Dichter des Waldecker Liedes, in Wrexen geboren

Das Geburtshaus von August Koch

WREXEN/ MENGERINGHAUSEN. Sein Lebenswerk ist das Waldecker Lied: Heute vor 150 Jahren wurde August Koch in Wrexen geboren. Der Pfarrer setzte sich mit dem Loblied auf seine Waldecker Heimat ein Denkmal für die Ewigkeit.

1890, nur drei Jahren nach seinem Abitur an der Alten Landesschule in Korbach, hat der in Wrexen geborene August Koch das Waldecker Lied verfasst. Mit diesem Text brachte er seine außergewöhnliche Liebe zu seiner Heimat eindrucksvoll zu Papier.

In eine Familie geboren, die seit 150 Jahren nachweislich als Schulmeister unterrichtet hatte, entschloss sich August Koch, in Straßburg Theologie zu studieren.

Nach dem Studium und dem Vikariat zog es ihn schnell zurück in seine geliebte Heimat. Erst nach Külte, fünf Jahre später als Pfarrer in die Kiliansgemeinde nach Korbach, wo er maßgeblich an deren Kirchenrestaurierung beteiligt war.

Von 1906 bis 1910 war August Koch Pfarrer in Vasbeck und Massenhausen, anschließend in Külte und Wetterburg. Doch das Amt des Pfarrers füllte den Wanderer und Dichter wohl nicht aus: Ab 1906 trat er im Kreis der Twiste den Dienst als Kreisschulaufseher an.

Als Wanderer brachte er sich seine Heimat näher. In plattdeutschen Gedichten und Erzählungen verarbeitete und veröffentlichte er unter dem Synonym Philipp Reuber seine Eindrücke.

Nicht in Druck gegangen, aber ein wertvolles Erinnerungsstück seiner Enkelin Gertrud Tschierschky ist das Hektor-Buch. „Den artigen Knaben, die Pferde gern haben, und anderen Freunden noch, hat´s gemacht August Koch” steht auf dem Einband des Kinderbuches, das Koch für seine Tochter und die sechs Söhne gedichtet und illustriert hat. Mit farbenfrohen Bildern von der Wrexer Diemelbrücke oder einer Vasbecker Dorfansicht beschreibt Koch das Leben des Fohlens Hektor, das auf einem Waldecker Hof aufwächst.

Mit Schirm und Zylinder war der Sohn von Lehrer Johann Christian Friedrich Koch, wenn nicht in ganz Waldeck, so aber doch zumindest im Kirchenkreis der Twiste allseits bekannt. Die Liebe des Pfarrers galt seiner Frau Emma, mit der er sieben Kinder hatte. Die Heimatgeschichte war sein Hobby. Über 20 Jahre war er Vorsitzender des Waldeckischen Geschichtsvereins.

In einem Ausweis von 1927, der sich im Besitz von Enkelin Gertrud Tschierschky befindet, die heute in Kochs Alterswohnsitz in Mengeringhausen wohnt, wird August Kochs Staatsangehörigkeit als Waldecker festgehalten, „ansässig im Kreis der Twiste im Staate Waldeck”.

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