Auefeld

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Panoramabild

Zwischen der Heinrich-Heine-Straße und der Ludwig-Mond-Straße in Kassel befindet sich die Auefeldsiedlung, die in den 1950er-Jahren enstanden ist.

Zwischen den beiden Straßen liegt die Kleingartenanlage des Naturheilvereins Kassel 1891 e.V., die eine wichtige soziale und ökologische Funktion für diesen Stadtteil übernimmt. Der neue und moderne Stadtteil entstand im Bereich zwischen dem Auefeld und der Karlsaue, dem Weinberg und Niederzwehren.

Erschlossen wird dieser Bereich durch die Erich-Klabunde-Straße und die Richard-Wagner-Straße. Er ist geprägt durch eine durchdachte Mischung von Ein- und Mehrfamilienhäusern.

Reihenhausglück mit Garten

1955 feierte Kassel das Richtfest der Südstadt-Siedlung Auefeld

Die Siedlung Auefeld 1956

„Möge dieses Richtfest Symbol der Wiedergeburt Kassels sein.“ Worte vom damaligen Oberbürgermeister Dr. Lauritz Lauritzen zum Festakt in Anwesenheit von Hessens Ministerpräsident Dr. Georg August Zinn, wie sie bedeutungsschwerer kaum sein konnten. Es war zweifellos das größte Kasseler Bauprojekt nach dem Krieg: die Bebauung des Auefelds durch die Wohnungsbaugesellschaft Gewobag, der heutigen GWH, in der Südstadt. Und die damit verbundenen Erwartungen entsprechend hoch.

Bis 1955 war das 165.321 Quadratmeter große Terrain vor allem Gartengelände. Tausende Handwerker und Bauarbeiter legten los und bauten bis 1956 an 1.022 neuen familiengerechten - so der Anspruch - Wohnungen für 2.500 Menschen. Es entstanden nicht nur die heute für das Auefeld so typischen Reihenhäuser, sondern entlang der Rembrandt- und Rubensstraße auf dem ehemaligen Gelände der Husarenkaserne und des Standortlazarettes auch Mehrfamilienhäuser.

Die Siedlung Auefeld 2006

Am 2. November 1955 war Richtfest und die Presse jubelte: „Wichtiger Meilenstein im Kasseler Wiederaufbau“ sowie „Richtkranz über Kassels jüngstem Stadtteil“.

Zuerst wurden die Heckerstraße 26 und 26a und die Rembrandtstraße 1 bis 5 und 2 bis 8 bezugsfertig. Diese 60 bis 90 Quadratmeter großen Wohnungen hatten drei bis vier Zimmer, Küche und Bad. Hier sollten vor allem Landesbedienstete, Henschelaner und so genannte Bundesumsiedler, also Flüchtlinge, die schon im Bundesgebiet wohnten, ein neues Zuhause finden.

Zum Schluss der Bauarbeiten wurde die Bebauung der Rubensstraße vorgenommen.

Die Mieten beliefen sich am Anfang zwischen 1,10 bis 1,43 DM je Quadratmeter Wohnfläche. Der Kaufpreis für die Häuser betrug zwischen 23.000 und 27.000 DM. Die Eigenheime haben vier bis fünf Zimmer, Küche und Bad und einen Vorgarten.

Literatur

  • Beschrieben wird die Siedlung im Buch „Kassel Südstadt“ von [[Heinz Körner] (ISBN 3 00 014623-7, Vorwärts-Verlag, 19,80 Euro)

Sehenswürdigkeiten

Brückner-Kühner-Platz

siehe auch

Weblinks