Assekurationsakte

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Bereits als Erbprinz von Hessen-Kassel trat der spätere Landgraf Friedrich II. zum römisch-katholischen Bekenntnis über, ein Vorgang, der auch innenpolitische Bedeutung für die seit der Reformation protestantisch geprägte Landgrafschaft hatte.

Unter dem Druck seines Vaters, Landgraf Wilhelm VIII. von Hessen-Kassel unterzeichnete Friedrich die hessische Assekurationsakte von 1754, in der unter anderem die Abtrennung der Grafschaft Hanau-Münzenberg, die 1736 an Hessen-Kassel gefallen war, geregelt wurde. Hier wurde Friedrichs Sohn Wilhelm als direkter Erbe von Landgraf Wilhelm VIII. eingesetzt. Wilhelm VIII. und die Hessischen Landstände trafen eine Reihe von Regelungen, mit denen verhindert wurde, dass Friedrich als regierender Landesherr von seinem Recht zur Bestimmung der Staatsreligion Gebrauch machen konnte.

Nach dem Tod des Landgrafen Wilhelm VIII. erbte sein Enkel Wilhelm die Grafschaft Hanau unmittelbar und regierte hier ab 1764, nachdem zunächst seine Mutter, Landgräfin Maria, die Vormundschaft übernommen hatte.