Artur Zmijewski

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Das documenta-Lexikon
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Artur Zmijewski ist ein Künstler (Jahrgang 1966) aus Polen, der an der documenta 12 teilgenommen hat.

Werk

Zmijewski ist ein Künstler, der sich mit Fotografie, Film, Video und Klanginstallationen befasst. Für seine Arbeit "Gesangsstunde" hatte er mit gehörlosen und schwerhörigen Jugendlichen unter anderem eine Bachkantate einstudiert. Entstanden ist ein ergreifendes Hördokument, das sich zwischen Vollendung und Chaos bewegt. In anderen Arbeiten hat er sich intensiv mit dem Holocaust auseinandergesetzt.


Seine Video-Installation "Them", die im Kulturzentrum Schlachthof zu sehen war, knüpft an die künstlerisch-subversiven Techniken der 1970er-Jahre in Polen an.

Das Künstleratelier wird zum Modell genommen für ein Wechselspiel zwischen öffentlichem und privatem Raum. Im Kern geht es um die Frage, ob ein "soziales" Atelier möglich sei. Zmijeweski lud unterschiedliche Gruppen (Katholiken, Nationalisten, Sozialisten, Juden) ein, ließ sie ihre Weltanschauungssymbole darstellen und dann aufeinander reagieren. Aus vorsichtigem Kommentieren wurde Gewalt.

Abbidlung von Menschen

Auf den ersten Blick wirken Zmijewskis Bilder rein dokumentarisch, gleichzeitig wird jedoch durch die Wahl der Bildausschnitte und die Montage, die analytische und präzise Inszenierung des Künstlers deutlich. Obwohl Zmijewski das Werkzeugrepertoire der Bildhauerei zu klein wurde, hat er das Interesse am klassischen Sujet skulpturalen Arbeitens nicht verloren: Die Abbildung des Menschen. Seine Arbeiten fokussieren oft auf psychisch oder physisch ungewöhnliche Personen. Bekannt wurde er mit seiner Fotoserie Auge um Auge (1998-2000) in der Menschen mit behinderten Körpern, denen Arme oder Beine fehlen, vervollständigt werden, indem gesunde Menschen ihnen ihre Glieder leihen.[1]

siehe auch

Weblinks und Quellen

  1. Artur Zmijewski auf den Seiten der Kunsthalle Basel