Belgische Kaserne Bad Arolsen

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Die Kaserne in Arolsen wurde ursprünglich für die waldeckischen Truppen (III. Bataillon des preußischen Intanerieregiments 83) in den Jahren 1870/ 71 errichtet.

Verfallene Geschichte

Der Bau der Bad Arolser Kaserne begann 1870. Die ersten Bewohner waren die 83er, das Waldecker Regiment. 1914 zogen die Männer von hier aus jubelnd in den ersten Weltkrieg.

Das Ende des Krieges bedeutete 1919 auch das Ende der Garnison. Zwei Identifikationspfeiler brachen weg: Arolsen war plötzlich weder Residenz- noch Garnisonsstadt. Die Waffen zogen aus der Kaserne aus: 1920 begann die zivile Nutzung des Gebäudes. Unter anderem beherbergte es das Realgymnasium und kinderreiche Familien.

Ab 1933 wurde die Kaserne von den Nationalsozialisten in Beschlag genommen. Auf engem Raum konzentrierten sich in Arolsen wichtige Einrichtungen des Naziregimes.

Ab 1935 war dort der SS-Verfügungstrupp „Germania” stationiert. Er blieb dort bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs. Von 1944 bis 1945 befand sich die SS-Führerschule mit einem eigenen Außenkommando des Konzentrationslagers Buchenwald in der Kaserne.

Nach dem Krieg wohnten dort verschiedene Besatzungstruppen. Von 1948 bis 1952 war der Internationale Suchdienst in den Räumen untergebracht.

Ab 1952 zog die Belgische Garnison ein. Sie blieb bis zum Ende der 1990-er Jahre in Bad Arolsen.

Verein "Historicum 20 Forum Zeitgeschichte"

Ende des Jahres 2006 gründete sich in Bad Arolsen der Verein "Historicum 20 Forum Zeitgeschichte" der im ehemaligen Stabsgebäude der Kaserne ein Dokumentationszentrum einrichten und die wechselvolle Geschichte der Kaserne dokumentieren möchte.

Kontakt

Dr. Bernd Joachim Zimmer, 05691/ 32 74, und Dr. Birgit Kümmel im Museum Bad Arolsen, 05691/ 62 57 34.

Weblinks